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Hört, hört

23.06.22 (Martin Hufner) -
Das Radio, das Radio, das Radio. Seit Jahren wird sein Untergang prognostiziert, aber es lebt, es lebt, es lebt. Wie auch Walt Disneys „Lustige Taschenbücher“ leben oder, wie wir seit Ostern, spätestens aber seit Norbert Blüm wissen, Jesus auch. In der aktuellen ARD-ZDF-Onlinestudie kann man es nachlesen: „Das klassische Radio ist weiterhin das zentrale Audiomedium: Das lineare Radioprogramm erreicht täglich 76 Prozent der Menschen und hat sogar in der jungen Zielgruppe an Nutzung dazugewonnen. Radio wird durchschnittlich 135 Minuten täglich und vorrangig über klassische Radiogeräte (UKW/DAB+) gehört, aber auch Radio-Livestreams haben in der täglichen Nutzung zugelegt.“ Alles ein Effekt der Coronapandemie? Nein!

Authentisch

06.05.22 (Gordon Kampe) -
Es gibt Wörter in der deutschen Sprache, die Wohlklang, Klarheit und geistige Durchdringung aufs Bezauberndste miteinander zu amalgamieren wissen: Beitragsbemessungsgrenze etwa. Oder Glibber. Dann wiederum gibt es Wörter, die – obwohl ehedem spitzenmäßig – dermaßen unter Inflationsdruck stehen, dass sich der Gebrauch anfühlt wie ein olles Karamellbonbon an einer AOK-Zahnspange. „Authentisch“ ist für mich eines jener garstigen Vokabeln. Mir stehen die restlichen Haupthaare zu Berge.

Moral- und Waffenindustrie

23.04.22 (Martin Hufner) -
Was waren das für schöne Zeiten, als man noch die Kulturindustrie samt ihres kapitalistischen Unterbaus einfach mal so in einem Nebensatz als Ausbeutung von Menschen und ihre Manipulation wegbuttern konnte. Massenkultur war die perfekte Verdummungsmaschine. Es wurde nämlich zeitgleich dem unendlichen Wirtschaftswachstum gefrönt, an dessen Errungenschaften wir alle immer noch partizipieren – obwohl, ja, präziser, partyzipieren, wenn auch unglücklich: Teflonpfanne, Mähroboter, 278 Fernsehprogramme terrestrisch und das permanente Internet mit seinem (Des-)Informationst­sunami.

Peinlich

21.04.22 (Gordon Kampe) -
Seitdem Kriegsverbrecher Putin, nur etwas mehr als 1000 km von meinem mittelständischen Reihenhausidyll entfernt, die Ukraine in Schutt und Asche legt, fühle ich mich wie eine Amöbe. Alles, worüber ich mich – auch hier – geärgert oder worüber ich mich manchmal satirisch-heiter ausgelassen habe: alles scheint mir völlig egal, ja fast peinlich. Schon das Jammern darüber ist wiederum peinlich. (Ein bisschen peinlich auch, wenn ich hier und da von Schreibblockaden in den kreativen Zünften lese. Meine Güte, mein Bäcker hat auch keine Backblockade…)

„Europa steht!“

24.03.22 (Gordon Kampe) -
Nerds wissen, dass das die Anfangszeile von Beethovens anlässlich der Eröffnung des Wiener Kongresses aufgeführter Kantate „Der glorreiche Augenblick“ ist. Service für Sie: Ich habe recherchiert, wie das gottlob selten gespielte Werk damals rezipiert wurde.

Bedürfnisse und Bedarfe oder: Klangfischer am (un-)rechten Rand

28.01.22 (Martin Hufner) -
Unsere neue Kulturstaatsministerin setzt deutlich neue und andere Akzente als die alte. „Eine vielfältige Kultur sowie freie und unabhängige Medien, der Einsatz für die Pressefreiheit und die Eindämmung von Desinformation sind Grundpfeiler lebendiger Demokratien“, sagte sie bei einem Treffen der Kultur- und Medienministerinnen und -minister im Rahmen der deutschen G7-Präsidentschaft.

Alarmstufe Rot(h)

08.12.21 (Martin Hufner) -
Claudia Roth, GRÜNEN-Ur-Ton-Steine-Scherben-Gestein, soll die Nachfolge von Monika Grütters als Kulturstaatsministerin beim Bundeskanzler antreten. Eine Personalie, die es in sich hat.

Ende Gelände

05.12.21 (Gordon Kampe) -
So weit hat mich dieser ganze Coronamist schon gebracht – ich mache Fußballvergleiche: Gerade las ich, dass sich der Quarantäneprofi Joshua Mimimi-Kimmich vom FC-Bayern-München nun vielleicht doch impfen lässt. Die Androhung, es würde ihm, müsse er mal wieder aussetzen, demnächst ans Konto gehen, zeigt Wirkung. Kapitalismus wirkt. Es gibt da ja auch „Langzeitstudien“. Bislang war ich freundlich. Verbot mir, da nicht existentiell gefährdet, öffentliches Genörgel wegen ausgefallener Konzerte etcetera pp. (Schauen Sie nach!) Jetzt ist Schicht am Schacht, Ende Gelände!

Tempo!

25.11.21 (Gordon Kampe) -
Na prima. Vor ein paar Jahren schrieb ich, dass mich schreddernd-dauerironisches Brizzelbrazzel nervte, das mir so oft entgegen ulkte. Man müsse mal wieder Haltung haben! Und nun scheinen sich, schaue ich so um mich, gefühlte 59 Prozent meiner Zunft an meine Mahnung gehalten zu haben. Bitte. Hört doch nicht auf mich, war nicht so gemeint! Die Zeiten sind viel zu ernst, als dass man jetzt ein Adagio, ein Lamento nach dem anderen schreibt oder etwa auf Künstlerfotos ausschaut wie nach sechs Stunden Kontrapunktprüfung. Wenn wir die Coronakilos loswerden wollen, dann geht das nicht mit 30 Schlägen pro Minute – oder ist das Metronom kaputt?

Förderklangkultur

29.09.21 (Martin Hufner) -
Neustart KULTUR sorgt für die Vollendung oder Inangriffnahme von Ideen, für die es unter Umständen keinen Markt gibt. Die vielen kleinen, aber eigentlich dann doch eben großartigen Projekte die es im laufenden Betrieb aus Gründen des Broterwerbs sonst nicht gäbe, einbezogen. Der Staat als Kunstförderer! Leider zeigt eben dies auch die Misere an, dass es sonst offenbar keine Fördermöglichkeiten für derlei Kunst gegeben hat.
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