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Teilnehmende der 3. Fachtagung Klavier Freiburg. Foto: Noriko Wakabayashi

Teilnehmende der 3. Fachtagung Klavier Freiburg. Foto: Noriko Wakabayashi

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Anfangsunterricht und Notenlesen

Untertitel
Rückblick auf die 3. Fachtagung Klavier in Freiburg
Vorspann / Teaser

Am 10. und 11. Oktober 2026 fand in den Räumlichkeiten des Stimmpunkts Freiburg die 3. Freiburger Fachtagung Klavier statt, ausgerichtet vom Frei­burger Regionalverband des Tonkünst­lerverbands Baden-Württemberg. Die Dozierenden der diesjährigen Fach­tagung waren Brigitte Bernhard, Do­rothee Graf-Schwehr und Jonas Falk, welcher zudem die Organisation über­nommen hatte. Bereits in der Vorstel­lungsrunde wurde deutlich, dass viele der insgesamt 15 Teilnehmenden auf­grund ihrer positiven Erfahrungen mit den vergangenen Fachtagungen er­neut den Weg hierher gefunden hat­ten. Inhaltlich stand bei der diesjäh­rigen Fachtagung das Thema Noten­lesen im Zentrum. 

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Dorothee Graf-Schwehr eröffnete den Samstagvormittag mit drei Un­terrichtsdemonstrationen, die sich thematisch auf dem Weg „Vom Klang zur Notation“ bewegten. Während die Geschwister Louisa (6) und So­phia (9) fasziniert die Klangwelten des Meeres erkundeten, Lilu (7) mit dem Klavizebra über Dünen ritt und Angélique (5) der Spur des Notenfro­sches folgte, boten sich den Teilneh­menden facettenreiche Unterrichts­einblicke. Jeder akzentuierte ein me­thodisches Themenfeld besonders, darunter das der graphischen Nota­tion und das des relativen Notenle­sens. Alle durchzog dabei die Leitidee des muttersprachlichen Lernens; un­terschiedliche Wege vom Klang zum Notenbild und umgekehrt sowie das Verhältnis von Hören, Spielen und No­tieren wurden zwischendurch im Ple­num besprochen. 

Am Nachmittag stellte Brigitte Bernhard fünf Aussagen zum Thema Notation vor, die als grundsätzliche Gedanken eine Basis zum Finden ei­gener methodischer Wege darstellen sollten. 

Daraus abgeleitete methodische Schlussfolgerungen verband sie auch mit der praktischen Präsentation nütz­licher Unterrichtsmaterialien, beson­dere Betonung fand die Zusammen­gehörigkeit des Lesens und Schrei­bens im Lernprozess. Eine sich an den Vortrag anschließende Spielrun­de, in der von Teilnehmenden mitge­brachte Spiele zum Thema Notenler­nen in Kleingruppen erprobt werden konnten, rundete den ersten Fortbil­dungstag in lockerer Atmosphäre ab.

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Praktische Unterrichtseinblicke. Foto: Franziska Wientges Check

Praktische Unterrichtseinblicke. Foto: Franziska Wientges Check

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Zu Beginn des zweiten Fachtagungs­tages stellte Jonas Falk anhand der Klavierschule „Flying Fingers“ vor, wie ein Weg zum Thema „Noten begreifen“ aussehen kann: Die Finger orientieren sich über die unterschiedlich großen Lücken blind in den schwarzen und weißen Tasten und lernen, sich über das relative Notenlesen im Tasten­raum zu orientieren und so das Noten­lesen mit einer haptischen Erfahrung zu verbinden. In sich anschließenden Gesprächen wurde insbesondere das akkordische Spiel in der haptischen Komponente des Notenlesens disku­tiert. In einem Stuhlkreis bot sich da­nach jedem Teilnehmenden die Mög­lichkeit, eigene methodische Konzepte vorzustellen – unter anderem wurden favorisierte Klavierschulen, Quizze und sonstige Materialien präsentiert, auch die praktische Erprobung einer Bodypercussion zum Thema Noten­werte fand statt. 

Den Abschluss des Tages bildete eine Diskussion über Thesen, die Jo­nas Falk in den Raum stellte: „Kann Notenlesen auch frustrieren?“, „Muss jeder Notenlesen lernen?“. Eine Viel­zahl anregender Gedanken und inte­ressanter Eindrücke steht am Ende dieser produktiven Fachtagung, von der man sich eine weitere Auflage nur wünschen kann.

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