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Alle Artikel kategorisiert unter »Freiburg«

Die Organisation der gemeinsamen Party

29.05.19 (Andreas Doerne) -
Beim Kongress des Freiburger Forschungs- und Lehrzentrums Musik an der Hochschule für Musik Freiburg (siehe nmz 5/2019, Seite 21) präsentierten Wolfgang Lessing und Andreas Doerne grundsätzliche Überlegungen zum Transfer pädagogogischen Wissens innerhalb einer Hochschule und kombinierten dies mit der Idee eines Reformstudienstudienganges, ausgehend vom Beispiel des reformierten Freiburger Hauptfachstudiums Gitarre (siehe Seite 2). Lesen Sie hier zunächst Wolfgang Lessings Ausführungen. Nach einer kurzen Definition des Wissensbegriffs und einer Übersicht zu den Arten von verallgemeinerbarem Wissen, die die Instrumentalpädagogik der künstlerischen Hochschullehre zur Verfügung stellen kann, bot er auf die Frage „Warum ist der Transfer instrumentalpädagogischen Wissens auf die künstlerische Lehre an Hochschulen dennoch kein Selbstläufer?“ eine lerntheoretische Antwort an:

„Don Giovanni“ als Getriebener im Garten der Lüste am Theater Freiburg

14.04.19 (Georg Rudiger) -
Für das Bühnenbild von Shakespeares „Sommernachtstraum“ ließ sich Katarzyna Borkowska am Theater Freiburg von Botticellis „Die Geburt der Venus“ inspirieren. Nun hat die polnische Ausstatterin zum ersten Mal überhaupt Regie geführt – und sich dafür mit „Don Giovanni“ nicht gerade ein leichtes Einstiegswerk gewählt. Georg Rudiger berichtet von der Premiere am Theater Freiburg.

Figuren werden zu Schattenrissen – César Francks „Hulda“ am Theater Freiburg

17.02.19 (Georg Rudiger) -
Eine Frau verliert alles. Ihre Mutter wird getötet, ihr Volk massakriert. Man deportiert sie aus der Heimat. Sie wird vergewaltigt und soll zwangsverheiratet werden. Aber sie wehrt sich – und aus der Erniedrigung erwächst ihre Rache. Am Ende gibt es noch mehr Gewalt, bis sie sich schließlich selbst mit einem Sturz von der Klippe das Leben nimmt. „Hulda“ heißt die 1885 vollendete, am 8. März 1894 in Monte Carlo uraufgeführte Oper von César Franck nach dem Drama „Halte-Hulda“ des norwegischen Schriftstellers Björnsterne Björnson.

Auf Distanz zu einem Opernmahnmal

31.10.18 (Georg Rudiger) -
Kaum eine Oper ist so mit ihrer Entstehungsgeschichte verknüpft wie „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann. Der österreichische Komponist schrieb sie 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt für genau die Instrumente, die man zur Verfügung hatte – darunter Saxophon und Banjo. Musikalisch gibt es mit einem verfremdeten Deutschlandlied, dem von den Nazis häufig missbrauchten Lutherchoral „Ein‘ feste Burg“ und dem doppelten Tritonus als Charakterisierung des Kaisers viel Doppelbödiges zu entdecken.

Neue Perspektiven

31.10.18 () -
Das Freiburger Forschungs- und Lehrzentrum Musik (FZM) bündelt in der Kooperation zwischen Hochschule für Musik und Albert-Ludwigs-Universität neue Ansätze und Möglichkeiten in Forschung und Lehre. Die Traditionen und Potentiale dieser zwei renommierten Institutionen verbinden sich im FZM und ermöglichen in der Zusammenschau neue Forschungs- und Lehrperspektiven am Standort Freiburg.

Zwiespältig: Viktor Ullmanns „Der Kaiser von Atlantis“ im E-Werk Freiburg

15.10.18 (Georg Rudiger) -
Kaum eine Oper ist so mit ihrer Entstehungsgeschichte verknüpft wie „Der Kaiser von Atlantis“ von Viktor Ullmann. Der österreichische Komponist schrieb sie 1943 im Konzentrationslager Theresienstadt für genau die Instrumente, die man zur Verfügung hatte – darunter Saxofon und Banjo. Musikalisch gibt es mit einem verfremdeten Deutschlandlied, dem von den Nazis häufig missbrauchten Lutherchoral „Ein‘ feste Burg“ und dem doppelten Tritonus als Charakterisierung des Kaisers viel Doppelbödiges zu entdecken.

Atmosphärisch dicht – Tschaikowskys „Eugen Onegin“ in Freiburg

02.10.18 (Georg Rudiger) -
Bei Tschechow ist es der Kirschgarten, der in der russischen Provinz die schwere Melancholie ein wenig aufhellt. In Tschaikowskys „Eugen Onegin“ fällt der Blick im Freiburger Theater gleich zu Beginn auf einen hellblauen, leicht bewölkten Himmel, der die unerfüllten Sehnsüchte der Figuren spiegelt. Für Peter Carp ist dieses Kammerspiel um eine unerfüllte Liebe, diese Milieustudie aus dem zaristischen Russland nach dem Versroman von Alexander Puschkin erst die zweite Operninszenierung überhaupt.

So stark wie noch nie

19.06.18 (Arne Sonntag) -
Seit 1982 findet alle vier Jahre der Deutsche Chorwettbewerb statt. In fast allen Kategorien treten dabei viele der besten Laienchöre Deutschlands gegeneinander an. Der vom Deutschen Musikrat veranstaltete Wettbewerb ist aber vor allem eines: Wichtiger Impulsgeber für eine große Chorszene, deren künstlerisches Niveau immer weiter steigt.

5000 Sänger für Deutschen Chorwettbewerb in Freiburg qualifiziert

16.04.18 (dpa) -
Freiburg - Der alle vier Jahre stattfindende Deutsche Chorwettbewerb wird in diesem Jahr in Freiburg organisiert. An der bundesweiten Großveranstaltung vom 5. bis 13. Mai nähmen 5000 Sänger von 130 Chören aus ganz Deutschland teil, sagte ein Sprecher des Deutschen Musikrates. Die Vorentscheide in den Bundesländern seien abgeschlossen.

Die Durchökonomisierung des Privaten – Kurt Weills Musical „Love Life“am Theater Freiburg

02.02.18 (Andreas Hauff) -
Kurt Weills wiedergewonnene Popularität als Songkomponist steht in einem erstaunlichen Missverhältnis zur Unkenntnis seines Musiktheaterschaffens. Während das Kurt-Weill-Fest in Dessau sich an eine Wiederauflage der unverwüstlichen „Dreigroschenoper“ macht, hat die offizielle deutsche Erstaufführung von Weills Musical „Love Live“ am Theater Freiburg schon im Dezember stattgefunden – knapp 70 Jahre nach seiner Uraufführung am Broadway –, wurde aber überregional kaum gewürdigt. Dabei sind „Dreigroschenoper“ und „Love Life“ näher beieinander, als 20 Jahre Abstand und die erzwungene Emigration naheliegen.
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