An der Universität der Künste in Berlin fand am 25. und 26. März 2026 ein spannender und lehrreicher Kongress statt. Die Vorsitzende des Landesverbandes NRW, Cornelia Sokoll, berichtete von „aufrüttelnden und inspirierenden“ zwei Tagen, an denen fleißig gearbeitet wurde, sodass am Ende zehn Stellwände voll gespickt waren mit Ideen, Impulsen, Anregungen und vielem mehr.
Beim Kongress des Deutschen Musikrats. Foto: © Cornelia Sokoll
Ein Rückblick mit Folgen – Impulse und Anregungen
Neben bekannten wurden in den hochkarätig besetzten Panels auch zahlreiche neue Erkenntnisse vermittelt, die für die weitere Arbeit bezüglich musikalischer Bildung im Hinblick auf ein Neudenken bei aktuellen gesellschaftlichen Anforderungen von großem Wert sind. Besonders beeindruckt war Cornelia Sokoll von Prof. Dr. Michael Dartsch, dem Vorsitzenden der Föderation musikpädagogischer Verbände, Prof. Dr. Dirk Brockmann, Director Center Synergy of Systems der TU Dresden, Prof. Dr. Jürgen Oberschmidt, Präsident des Bundesverband Musikunterricht und Ullrich Fichtner, Reporter der Chefredaktion SPIEGEL-Verlag Rudolf Augstein GmbH & Co. KG. Sein aktuelles Buch trägt den vielsagenden Titel: „Die Macht der Musik“.
Die gewonnenen Erkenntnisse führten ebenfalls zu einer Forderung – oder freundlicher formuliert: zu Impulsen an die Politik, die mit dafür verantwortlich zeichnet, für gute Rahmenbedingungen zu sorgen und gezielte Förderung zu ermöglichen und bereitzustellen, um musikalische Bildung und ihren Wert immer wieder transparent zu machen und diese selbst dann auch umzusetzen. Es muss weiterhin ein Bewusstsein in die Gesellschaft getragen werden und möglichst vielen Menschen muss die Teilhabe möglich gemacht werden.
Von allergrößter Bedeutung jedoch, das wurde auch in diesen Tagen wieder deutlich, ist die Vernetzung – und zwar neben aller bekannten sowohl auch interdisziplinär wie sektorenübergreifend. Wie Dr. Lydia Grün, Präsidentin Deutscher Musikrat, es auf dem Kongress zusammenfassend formulierte: „(...)Die größte gesamtgesellschaftliche Wirkung entsteht dann, wenn Akteurinnen und Akteure aus unterschiedlichen Bereichen zusammenarbeiten. (...) Die Dynamik [des Kongresses] werden wir nutzen und gemeinsam daran arbeiten, die Netzwerke und Rahmenbedingungen für eine vielfältige musikalische Bildungslandschaft nachhaltig zu stärken.“
In diesem Sinne wird sich auch die am 6. Mai stattfindende Fachtagung Kulturelle Bildung mit dem Thema: „Kein Mittel zum Zweck – warum wir kulturelle Bildung stärken müssen“, befassen. Sie findet statt von 10.00 bis 16.00 Uhr im Kunstmuseum Bochum, Kortumstraße 147.
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