Was hält uns eigentlich davon ab, immer weiter zu lernen? Zu wenig Zeit, zu voller Terminkalender, zu viel Alltag? Der DTKV-NRW hat dafür eine klare Antwort: einen ganzen Tag, der genau dafür freigeräumt ist. Am Samstag, dem 17. Oktober 2026, von 10 bis 18 Uhr lädt der Landesverband NRW professionelle Musikerinnen und Musiker zum DTKV-Kongress 2026 ein unter dem Motto „Heaven can wait – lebenslanges Lernen in der Musik“. Der Veranstaltungsort ist die Musikschule Papageno in Köln-Rondorf, Carl-Jatho-Straße 1. Die Teilnehmer:innen erwartet ein Programm, das so gestaltet ist, wie gute Musik klingen sollte: substanziell, überraschend und mit Raum für das Ungeplante. Impulse, die ankommen.
„Freie Improvisation“ mit Markus Stockhausen und Impulsvortrag mit Prof. Ute Hasenauer. Fotos: privat
„Heaven can wait – Lebenslanges Lernen in der Musik“
Der Vormittag beginnt mit einem musikalischen Auftakt der Projektgruppe „Künstlerische Projekte“: Alexander Schröder (Klavier), Joseph Mahame (Perkussion) und Seula Lee (Klavier) setzen den Ton. Danach folgt ein Impulsvortrag von Prof. Ute Hasenauer (Pre-College Cologne), die aus Forschung und Praxis berichtet und die Lehrenden unter uns darüber informiert, wie wir Begabung erkennen und dann gut und stabil fördern ohne zu überfordern.
Ein besonderes Erlebnis wartet kurz darauf: Gisbert Brandt führt in die Singpause nach der Ward-Methode ein, ein pädagogisches Konzept, das die Stimme als Werkzeug begreift und selbst erfahrene Musikerinnen und Musiker, die in diesem Bereich noch keine Erfahrungen sammeln konnten, überraschen wird.
Improvisation – spontane Kreativität, dynamisches Training der Synapsen
Der interaktive Teil am Nachmittag besteht aus drei Workshop-Linien, die ausdrücklich keine Vorkenntnisse erfordern und Lust auf mehr machen:
• Jazz-Improvisation (für Klassiker) mit Susanne Paul – strukturiertes Spiel mit dem Unerwarteten, für alle, die ihre harmonische und rhythmische Spontaneität schärfen wollen.
• Intuitive Musik – freie Improvisation mit Markus Stockhausen – ein Format, das Kontrolle loslässt und das Hören in den Vordergrund stellt.
• Improvisation im Unterricht mit Eva- Maria Heinz – praxisnahe Werkzeuge, die sich direkt in den nächsten Musikunterricht mitnehmen lassen.
Alle drei Workshops laden zur aktiven Teilnahme ein. Die Anwesenden erhalten die Möglichkeit, in rotierenden Gruppen jeweils an allen Workshops teilzunehmen. Wer ein eigenes Instrument mitbringt, kann es einsetzen; Klavier und Schlagzeug stehen in begrenzter Zahl zur Verfügung.
KI in der Musik – neugierig, ehrlich, konstruktiv
Den Abschluss des Tages gestaltet Matthias Hornschuh mit einem Vortrag und einer offenen Diskussion zur Nutzung von Künstlicher Intelligenz in der Musik. Kein Hype, kein Alarmismus, sondern ein ehrliches Gespräch über das, was KI heute kann, was sie nicht kann und was das für Musikerinnen und Musiker in Ausübung, Komposition und Unterricht konkret bedeutet. Gerade weil die Antworten noch offen sind, lohnt es sich, gemeinsam zu fragen. Zwischen den Programmpunkten gibt es Zeit zum Durchatmen und Kennenlernen: Kaffee am Morgen, Suppe und Häppchen in der Mittagspause, Kaffee am Nachmittag. Der Kongress ist bewusst kollegial angelegt – er lebt davon, dass Ausübende, Lehrkräfte, Komponierende und Dirigierende ins Gespräch kommen. Mitglieder und Nichtmitglieder des DTKV sind herzlich willkommen.
Anmeldung, Teilnahmebeitrag
Die Teilnahme am Kongress kostet 15 Euro für DTKV-Mitglieder und 30 Euro für Nichtmitglieder – angesichts eines vollgepackten Tages mit renommierten Dozierenden ein fairer Preis für das, was mitgenommen werden kann.
Anmeldung bis 25. September 2026 per E-Mail an info
dtkv-nrw.de (info[at]dtkv-nrw[dot]de) – Stichwort: „DTKV-Kongress 2026“. Bitte angeben, ob aktive oder passive Teilnahme gewünscht wird, ob ein Klavier oder Schlagzeug benötigt wird und welches eigene Instrument mitgebracht wird. Fragen zu Anreise und Barrierefreiheit können ebenfalls bei der Anmeldung gestellt werden.
Weitere Informationen zu den Dozierenden und zum Programm unter www.dtkv-nrw.de
Lebenslanges Lernen in der Musik ist wie der Himmel: grenzenlos, farbenfroh und jeder Ton ein neuer Stern im Universum. Heaven can wait – die nächste Lernerfahrung nicht!
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