Alle zwei Jahre wird Schloss Kapfenburg beim Forum „Musik & Medizin“ zum Hotspot für den Austausch über Musik, die neuesten Forschungsergebnisse und die Frage, wie künstlerische Praxis, Wissenschaft und Gesundheit enger zusammenrücken können. Dabei steht der offene, interdisziplinäre Dialog im Mittelpunkt. So kommen Musizierende, Pädagog:innen, Therapeut:innen, Ärzt:innen und weitere Interessierte zusammen, um aktuelle Erkenntnisse der Musikphysiologie, Musikmedizin, Psychologie und Pädagogik zu diskutieren und deren Bedeutung für den (musikalischen) Alltag auszuloten.
Beim Kapfenburg Forum dreht sich alles um Musik Medizin und Mensch. Foto: © Stiftung Schloss Kapfenburg
Musik, Gesundheit & Forschung im Dialog
Das Forum versteht sich dabei bewusst nicht als reine Vortragsveranstaltung. Nach jeweils zwei Vorträgen werden die präsentierten Themen in moderierten Diskussionsrunden vertieft. Die Teilnehmenden haben dabei die Gelegenheit, die Inhalte zu hinterfragen und mit eigenen Erfahrungen aus Praxis, Unterricht oder Therapie zu verknüpfen. Gerade dieser Austausch auf Augenhöhe macht den besonderen Charakter der Veranstaltung aus. Die Pausen mit Verpflegung durch das Restaurant Fermata laden dazu ein, vertiefende Gespräche in lockerer Atmosphäre zu führen.
Inhaltlich spannt das 5. Forum einen spannenden Bogen durch die Themenfelder Musik, Gesundheit und Forschung. Musikphysiologische und -medizinische Grundlagen werden ebenso thematisiert wie Übemethoden und der Einfluss des Musizierens auf die Persönlichkeit. Außerdem werden die Schmerzempfindlichkeit von Musizierenden und die therapeutischen Möglichkeiten von Musik beleuchtet. Die wissenschaftliche Leitung des Forums liegt bei Prof. Dr. Annette Limberger. Die Professorin an der Hochschule Aalen gibt in ihrem Vortrag einen Einblick auf die Bedeutung von Musik in der Sprachentwicklung von Kindern und moderiert die Veranstaltung. Als Referierende konnte die Stiftung Fachgrößen wie Prof. Dr. Clemens Wöllner gewinnen. Der Professor für Systematische Musikwissenschaft an der Hochschule für Musik Freiburg leitet zudem das Freiburger Forschungs-und Lehrzentrum Musik und war bis 2025 Präsident der Deutschen Gesellschaft für Musikpsychologie. Ein Tagungsfit, bei dem die Teilnehmenden selbst in Bewegung kommen, rundet das Programm ab.
Alle Inhalte des Forums spiegeln die Eckpfeiler der Bildungsarbeit der Stiftung Schloss Kapfenburg wider: Gesundheit für Musizierende, Elementare Musikpädagogik und das Engagement für die Erforschung der gesundheitsfördernden Effekte von Musik. Mit der Ausrichtung der Veranstaltung verdeutlicht die Internationale Musikschulakademie, dass Musik tief in Körper, Geist und soziale Prozesse hineinwirkt. Die Zukunft des Musizierens liegt damit nicht nur im Verfeinern von Technik und Ausdruck, sondern ebenso im ganzheitlichen Verständnis von Mensch, Musik und Gesundheit.
Kontakt: Franziska Groß, Stiftung Schloss Kapfenburg, 73466 Lauchheim, Fon +49 7363 9618 33, E-Mail: gross
schloss-kapfenburg.de (gross[at]schloss-kapfenburg[dot]de)
Der interdisziplinäre Dialog wird so selbst zum Instrument und setzt nachhaltige Impulse für Forschung, Lehre und künstlerische Praxis.
5. Forum Schloss Kapfenburg
Vorträge & Dozierende:
Mental, differenziell oder einfach nur langsamer? Zur Psychologie des Übens – Prof. Dr. Clemens Wöllner
Musikalische Kreativität: Neue Forschungserkenntnisse über die musikalische Persönlichkeit und das musikalisch-kreative Gehirn – Dipl.-Psych. Franziska Lauter
Wie wirkt sich Musik auf die Sprachentwicklung bei Kindern aus? – Prof. Dr. med. Annette Limberger
Der Preis der Kunst – was die Wissenschaft über Schmerzen bei Musizierenden weiß – Fabian Sternkopf
Musik als Seelenbalsam – Musizieren zwischen Begeisterung und Belastung – Arina Fostitsch
„5. Forum Schloss Kapfenburg – Musik & Medizin“
Samstag, 13. Juni 2026
Teilnahmegebühr: 100,00 Euro inkl. Verpflegung
Infos & Anmeldung: Tel 07363/98 18 22 und www.fit-mit-musik.de.
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