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21. Jahrestreffen des BAMMS in Magdeburg. © Foto: Cordula Reiner-Wormit

Gruppenbild der Teilnehmerinnen des 21. Jahrestreffen des BAMMS in Magdeburg. © Foto: Cordula Reiner-Wormit

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Brücken bauen für die Teilhabe am musikalischen Leben

Untertitel
Bericht zum Jahrestreffen des Bundesweiten Arbeitskreis Musiktherapie an Musikschulen
Vorspann / Teaser

Am Samstag, 15. November 2025 kam im Konservatorium „Georg Philipp Te­lemann“ in Magdeburg der Bundes­weite Arbeitskreis Musiktherapie an Musikschulen (BAMMS) zu seiner jähr­lichen Arbeitstagung zusammen. Die gastgebende Musiktherapeutin, Chris­tiane Biewald-Theuerkauf, hatte den Gästen aus dem gesamten Bundesge­biet einen sehr herzlichen Empfang bereitet. Der Leiter des Konservatori­ums, Martin Richter, betonte in seinem Grußwort, wie wichtig die Musikthe­rapie an Musikschulen gerade in den sich verändernden Zeiten für die Kin­der und Jugendlichen sei. 

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Am Vormittag hielt Monika Berkmann (zertifizierte Musiktherapeutin und Lehrbeauftragte für Musiktherapie an der Universität Augsburg, mit Zusatz­ausbildungen in Traumatherapie, The­rapie bei Demenz, in der Neonatologie und bei Entwicklungsstörungen) ei­nen sehr inspirierenden Impulsvortrag zum Thema „Traumasensible Musik­therapie“. Musiktherapie kann in die­sem Zusammenhang besonders über das Verwörtern von Musik, über die Erfahrung von Selbstwirksamkeit, über Erlebnisorientierung, über die angstreduzierende Wirkung von Musik und viele weitere Wirkweisen die Kli­entinnen und Klienten als begleitende oder nachsorgende Therapie stark un­terstützen, so Berkmann. Sie betonte, wie wichtig gerade in der traumasen­siblen Musiktherapie die Beziehung und die wertschätzende und Grenzen einhaltende Haltung der/des Musik­therapeutin/Musiktherapeuten zur Stabilisierung und Ressourcenstär­kung der Klientinnen und Klienten sei. 

Nach der Mittagspause skizzierten die Teilnehmenden in einer kurzen Vor­stellungsrunde ihre persönlichen Anlie­gen. Allen war der große Enthusiasmus für die Musiktherapie an Musikschulen anzumerken, mit dem sie für Menschen mit unterschiedlichen Schwierigkeiten und Beeinträchtigungen einen Beitrag zur Teilhabe am musikalischen und ge­sellschaftlichen Leben leisten wollen. 

Es bildeten sich interessengeleitete Arbeitsgruppen: In der ersten Gruppe ging es vor allem um Neueinsteigende an Musikschulen und die Fragen nach dem Vorgehen beim Verankern von mu­siktherapeutischen Angeboten, eine weitere Gruppe kümmerte sich um mu­siktherapeutisch informierte Pädago­gik und in der dritten Gruppe tausch­ten sich die erfahrenen Musiktherapeu­tinnen an Musikschulen über Arbeits­weisen und Probleme aus. 

Im weiteren Verlauf berichtete Cordu­la Reiner-Wormit (Bundesansprech­person) über die Ereignisse des ver­gangenen Jahres aus dem Bundesar­beitskreis. Zu erwähnen wären dabei besonders die Teilnahme beim EMTC 2025 (13th European Music Thera­py Conference) in Hamburg. Hier ha­ben einige BAMMS-Mitglieder einen Roundtable gestalten dürfen mit dem Thema: „Building Bridges for health – a roundtable about primary, seconda­ry and tertiary prevention through mu­sic therapy at German music schools“. 

Zwei weitere wichtige öffentliche Ereignisse waren der Vortrag bei der 33. Fachtagung Musiktherapie am 1. und 2. März 2025 in München am FMZ (Freies Musikzentrum München) zum Thema Musik, Kultur und Gesundheit – Kompetenzen der Musiktherapie für die Gesellschaft. Hierbei war das The­ma des Vortrags: Prävention und Ge­sundheitsförderung am Beispiel der Musiktherapie an Musikschulen. Der Vortrag wird als Artikel in einem Buch zur Tagung veröffentlicht, welches schon auf dem Weg ist. Außerdem trat der BAMMS beim Musikschulkongress „Wir leben Musikschule“ in Dresden im Mai 2025 mit der AG 32 in Erschei­nung. Es gab einen großartigen Vortrag über „Traumasensibilität im Kontakt mit Kindern und Jugendlichen“. 

Im Laufe des Jahres gab es drei Tref­fen der Ansprechpersonen der Länder mit den Bundesansprechpersonen und den Unterstützern des BAMMS. Hier­bei wurden aktuelle Probleme the­matisiert, die genannten öffentlichen Auftritte besprochen, das Jahrestref­fen in Magdeburg vorbereitet und Mit­glieder aus einigen Bundesländern neu aufgenommen. Beim Treffen in Mag­deburg gab es Neuzugänge der Lan­desansprechpersonen aus Sachsen, eine Person zieht sich aus dem Kreis der Bundesansprechpersonen zurück. Nun sieht die neue Personalsituation so aus, dass es aus 14 Bundesländern Landesansprechpersonen, zwei Bun­desansprechpersonen und zwei Unter­stützerinnen gibt. Es fehlen weiterhin Ansprechpersonen aus dem Saarland und aus Niedersachsen. 

Das nächste Jahrestreffen des BAMMS wurde für den 14. November 2026 in Hamburg festgelegt: Denn da feiert die Abteilung Musiktherapie an der Jugendmusikschule ihr 30-jähriges Jubiläum. 

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