16. Tag: Nun also doch: Ferienkurse abgeschafft!


(nmz) -
Seit 11.30 Uhr wieder in Berlin. Darmstadt ist Vergangenheit. Dort fand gestern Abend das Abschlußkonzert der Ferienkurse für "Neue" Musik in der Sporthalle am Böllenfalltor mit dem SWR Sinfonieorchester Baden-Baden und Freiburg unter dem "schönsten Dirigenten der Welt" (BILD) Johannes A. Kalitzke (wofür das "A" steht: ich sage es nicht...) statt. Nach einem etwas sperrigen Werk von Vykintas Baltakas ("Poussla") bewies Misato Mochizuki ("Homebox" - damit hätte sie gerne zuhause bleiben können...), was für eine schlechte Komponistin sie ist. Manche Stellen klangen wie Rihm (nur in noch dümmer), andere Passagen des Quasi-Doppelkonzerts für Violine, Klavier und Orchester wie Hindemith (was den Geigenpart anbelangt). Am Ende mußte uns Wolfgang Rihm mit seinem 1995 sicherlich wieder schnell zu Papier gebrachten (toll, Wolfgang! *streichel*) Orchesterschinken "IN-SCHRIFT" (der Titel und das, was dazu im Programmheft steht, hat mit dem klingenden Ergebnis übrigens nichts zu tun) dann einmal mehr vorheucheln, daß er noch nicht zu den golfspielenden Opas gehört, sondern: na, Sie wissen schon... Überzeugt hat es mich nicht. Als instrumentatorische Übung war es recht gelungen. Dann gab es eine Pause. Und danach die Riesenüberraschung.
20.07.2008 - Von Arno Lücker

Solf Schaefer, der scheidende Darmstadt-Chef griff zum Mikrophon und mußte den entsetzten Massen mitteilen, daß es die Ferienkurse nie wieder geben wird. Nicht allein Geldmangel sei für diese Entscheidung ausschlaggebend gewesen, sondern die Einsicht in die totale Unnötigkeit und Beliebigkeit dieses mehr als nur verstaubten (*hust*, *wegpust*) Festivals.

Um die ganze "Kiste" (Zitat Solf Schaefer) aber zu einem dazu passenden Abschluß zu bringen, entschied man sich, die Preisträger (mit Ausnahme von Simon Steen-Andersen, der den unter den Komponisten gedrittelten Hauptpreis als einziger verdient hat) auszulosen, beziehungsweise sie den am bösesten Ausgebuhten, Häßlichen und/oder aus exotischen Ländern (Island, USA) Stammenden zu überreichen.

Ganz im Ernst: nur einzelne Entscheidungen (was die Preisvergabe an bestimmte Instrumentalisten angeht) konnte ich nachvollziehen. Der Rest… naja, ist ja auch egal. Die Neue Musik hat sich in Darmstadt erledigt. (Übrigens gab es unter den zahlreichen Ausgezeichneten nur einen Deutschen, den Gitarristen Johannes Öllinger.)

Darmstadt hat sich dafür entschieden, sich selbst aufzulösen - als deutliches Zeichen dafür hatte man bereits die fast totale Abwesenheit deutscher Teilnehmer gewertet (und folglich auch die wenigen, die es verdient hätten, bei der Preisvergabe übergangen; besser ist ja das Prinzip: je ein Preis pro Land. Egal wie, egal warum. Hauptsache "international". Lächerlich. Klaus Langs Kommentar zu dieser schönen Idee: "…".)

Endlich wieder Berlin. Endlich wieder Kultur.

Am Hauptbahnhof steige ich in den Bus der Linie M85. Vor der Brücke zum Reichstagsgelände plötzlich eine Straßensperre (ja ist denn heut’ schon Obama?). Der Busfahrer seufzt auf, nimmt das Mikro: "Ich hoffe, Sie haben ein wenig Zeit mitgebracht! Jetzt müssen wir eine hübsche Stadtrundfahrt machen." Ich fordere: "Dann spielen Sie aber wenigsten ein bißchen den Reiseführer - für die Touristen unter uns!" Und: er macht es! "Auf der linken Seite sehen Sie eine wunderschöne Spontan-Straßensperre…".

Hier hat man wenigstens Humor. (Zaunpfahl-Baumarkt-Wink nach Darmstadt.)

PS: Wo wir gerade dabei sind. Ein guter Freund von mir sucht ab sofort eine Wohnung. Zwei Zimmer in Kreuzberg oder Prenzlauerberg. Gute U/S-Bahnanbindung. Mails bitte an mich: op.1[at]gmx.de.

PPS: Danke für die Wohnungstipps per Email. Und für’s Lesen. Bis bald.

Liebe NMZ, habe heute

Liebe NMZ,
habe heute erstmals die Beiträge eures “Mitarbeiters”,mit dem ich das zweifelhafte Vergnügen hatte, zwei Wochen in Darmstadt zu verbringen gelesen.
Meine ehriche Meinung ist, dass ihr euch mit solchen unqualifizierten Beiträgen als ernstzunehmendes Organ für
Musikschaffende keinen Gefallen tut. Diese Sprache und das ganze dahinterstehende, sich selbstaufblähende Gehabe befindet sich doch sehr am rande des Erträglichen.
Was interessiert mich des Rezensenten Quintett, mit dem er in pentranter Larmoyanz dem Leser und dem virtuellen Zuhörer in den Ohren liegen will?Wieviel erstklassige Komponisten sind diese Jahr nicht gespielt worden. Kann euer “Lückerbüsser” da nicht mal über den kleinen Tellerrand schauen? Auch die Verweise auf das doch so “hippe” Berlin, in das es ihn, der doch sein geistige
Provinzlertum nicht leugnen kann, verschlagen hat, sind mehr als peinlich.

Was ihr Blgger über die epochalen Aufführungen Rihms an Oberflächlichkeiten von sich gibt, zeigt, dass er anscheinend nicht die Kapazitäten besitzt,diese Musik zu rezipieren.
Ja, und auch an die, im übrigen sehr gelungenen und kraftvollen Werke Mochizukis und Ferneyhoughes wird sein Horizont wohl kaum heranreichen.(Vielleicht gerade bis des Komponisten Frisur)

Lieber Theo Geissler, liebe NMZ, von euch habe ich doch sehr viel mehr Niveau erwartet.
Bezeichnend ist ja auch, dass sich nur wohlwollende Kommentare zu dem wirren Geschreibsel finden (die wohl, wie der ebenso äusserst zweifelhafte Komponist Moritz Eggert, alle aus dem Freundeskreis von Herr L. zu stammen scheinen)Fragt man sich , ob hier die kritischen Stimmen einfach eleminiert sind, oder ob man solcherart unseriöse Berichte einfach unkommentiert lassen sollte.
Ich überlege jedenfalls ernsthaft, euer ansonsten doch sehr kluges Blatt abzubestellen.

Mit besten Wünschen

Adrian


Lieber Herr Lindner, danke

Lieber Herr Lindner,
danke für Ihre klaren Worte. Dass sich an der von Arno Lücker angeregten Diskussion über Idee und Realität der Ferienkurse bisher nur wenige glühende Verteidiger Darmstadts beteiligt haben, hat - wie die Kommentare von “Cosmas Maria” zeigen - nichts mit irgendeiner Zensur von vermeintlich unwillkommenen Stimmen zu tun. Vielmehr scheint sich die Bereitschaft zu einer solchen Diskussion zumindest in diesem Medium noch in Grenzen zu halten. Was die von Ihnen monierte mangelnde Seriosität betrifft (ich würde es eher als erfrischende Subjektivität bezeichnen), so liegt diese ein Stück weit in der Natur des Mediums “Blog” begründet. “Verantwortlich für den Inhalt ist der Autor”, heißt es deshalb im Impressum. Herrn Lückers Blog wird uns übrigens nicht daran hindern, in der September-Ausgabe den Darmstadt-Bericht eines anderen Autoren abzudrucken, der möglicherweise zu einer anderen Beurteilung kommen wird, oder eben auch nicht. Wir würden uns natürlich freuen, wenn Sie unserem “ansonsten sehr klugen Blatt” die Treue halten und sich auch zukünftig - etwa im Rahmen unseres zukünftigen Webangebots - kräftig einmischen würden.
Herzlich,
Ihr Juan Martin Koch


Sehr geehrte NMZ, sehr

Sehr geehrte NMZ, sehr geehrter Herr Lücker,
ich danke sehr, dass einmal ein Forum gegeben wird für subjektive, parteiische Meinungsäußerungen, die für mich viel präziser und tiefer durchdringend solche Veranstaltungen wie die Darmstädter Ferienkurse beleuchten. Lücker schreibt schön und unterhaltsam, ich teile nicht immer seine destruktiven Tendenzen, aber die Umstände werden ja ersichtlich, die einen Teilnehmer zu seiner Meinung bringen. Wann konnte man früher in dieser Detailliertheit so was erfahren? Mehr davon.


Lieber Juan, Martin, Theo,

Lieber Juan, Martin, Theo, liebes nmz-Media-Team,

die Bereitschaft zur Diskussion hält sich in diesem Fall wohl deshalb in Grenzen, weil das argumentative Niveau der initiativen Einlassungen offenkundig sehr zu wünschen übrig ließ. Dieser Mangel an Niveau pflanzt sich dann leider auch in die Diskussion hinein fort (ausgenommen einige Lichtblicke), und man wird das Gefühl nicht los, das Ganze sei nur ein scheinriesengroßer, absolut sinnfreier Spass, immerhin nicht ganz zweckfrei: ein junger Komponist hat sich unter verschärften Konkurrenzbedingungen (191 junge Komponisten vor Ort! Welch Psychostress! Da braucht’s schon eine gewaschene PR-Strategie!) “einen Namen gemacht” - leider à la Bohlen. Nirgends versucht Herr L. auch nur ansatzweise seine Urteile zu qualifizieren - im Positiven wie im Negativen: schriftliche Buh- oder Bravorufe, ärmliche Halbsätze und jämmerliche Charts müssen offenkundig genügen. Die Selbstdefinition funktioniert hier nur über die Fundamentalopposition: das künstlerisch Eigene des Herrn L. wird in keinster Weise erkennbar. Traurig.

Daher die für mich unwiderstehliche Versuchung, über die Einzelbeiträge des Herrn L. (und in Anlehnung vor allem auch jene schwächlichen Anekdötchen und Holzschnitt-Analysen des heutigen Musikbetriebs von Mortiz Eggert, jenes All-Too-Wellbehaved-Boys-of-Music, der das Niveau der nmz seit geraumer Zeit ein gutes Stück nach unten zieht - in diesem Fall eigentlich unverzeihlich - da von der Reaktion mitverantwortet) souverän hinwegzugehen.

In einem Weblog scheint solch ‘Weak-Ado-About-Much’ immerhin verzeihlich, doch verweist es gleichzeitig auf die elementaren Schwächen des Mediums:

- Die redaktionsfreie Massenproduktion von sinnlosem Text, die im Zusammenhang mit einigen geschickt gewählten Keywords (in diesem Fall: “Darmstädter Ferienkurse”) zu einer Aufmerksamkeit führt, die man der Sache nachträglich gerne wieder entziehen würde. Ich gebe dabei gerne zu, hier in die Falle der Pseudoaktualität getappt zu sein (für einen absoluten Blog-Neuling vielleicht verzeihlich…).

- Die Hemmschwelle für unreflektiertes oder unqualifiziertes “Ablästern” scheint mir in diesem überaus (zu?) bequem zu bedienenden Medium besonders niedrig zu sein. Der jeden Diskurs zivilisierende soziale Zusammenhang scheint mir weitgehend ausgeschaltet (die meisten anderen Medien kennen wenigstens noch so etwas wie Redaktionskonferenzen). Zuspitzungen, Polemiken, plakative Thesen (alles in einer Live-Diskussion per se sicher nicht abzulehnen), dazu radikale Subjektivismen und Schlampigkeiten im Denken wie im Schreiben scheinen mir den hiesigen Diskurs wesentlich zu bestimmen. Typisch: Die triftigsten Repliken auf Herrn L.s Einlassungen finden ihrerseits in der Regel keine adäquate Erwiderung. Da wird es den meisten Diskutanten dann doch zu anstrengend… man steht ja so unter Zeitdruck… Produktiv ist das alles beileibe nicht. Wie gesagt, ich bin ein Blog-Neuling. Vielleicht ist dieser Darmstadt-Blog auch nur ein abschreckendes Beispiel.

Tut mir leid, liebe “Pförtner” von nmz Media: Auf den derart generierten “medialen Rummel” könnt Ihr wahrlich nicht stolz sein. Im Rückblick ist es bedrückend, so viel Zeit verschwendet zu haben für so viel Bedeutungshuberei. Die Lust, mal wieder vorbeizuschauen, ist mir vergangen.

Auf der Suche nach einer (immer wünschenswerten!) angemessenen kritischen Auseinandersetzung mit den Darmstädter Ferienkursen werde ich wohl andernorts fündig werden müssen (allerdings auch nicht in der FAZ, wie die hagiographische Abhandlung des Herrn H. mir heute verdeutlichte). Hoffentlich in der nmz, doch sehr optimistisch bin ich da zur Zeit leider nicht… die Freude am lebhaften Diskurs alleine reicht auf jeden Fall nicht.

Michael Zwenzner


Lieber Michael, zunächst

Lieber Michael,
zunächst nur zur Klarstellung: unsere Filmproduktionsabteilung nmzMedia hat mit diesem Blog nichts zu tun.
Was die von Dir angesprochene Problematik des Mediums angeht, so gebe ich Dir zum Teil Recht. Es gab eben nicht vor jedem neuen Kommentar Herrn Lückers eine Redaktionskonferenz, die seine Worte hätte auf die Goldwaage legen können. Schön wäre es in der Tat, wenn die Diskussion - auf diesen Seiten oder anderswo - mit größerer Tiefe fortgesetzt würde. Wir lassen uns was einfallen. Das Blog, so habe ich es zumindest verstanden, sollte da zunächst einmal als anregende, den einen oder anderen auch mal “aufregende” Stimme dienen.
Herzliche Grüße,
Juan Martin


Herr Zwenzner muss als

Herr Zwenzner muss als Ricordi-Vertreter natürlich ebenso “ablästern” (“jämmerliche Charts”) wie er es Lücker vorwirft, wo letzterer doch die beiden Ricordi-Komponisten Nikolaus Brass und Gerhard Stäbler in seinen Charts als die schlechtesten Komponisten der Kurse darstellt.
Herr Zwenzner, seien Sie doch so ehrlich und sagen direkt, dass Ihnen genau das stinkt, weil es hier ums Geld geht, und tun Sie nicht so als läge Ihnen etwas an redaktioneller Korrektheit eines Blogs.


Also was bin ich denn nun,

Also was bin ich denn nun, “zweifelhaft” (Adrian Lindner) oder “well behaved” (Michael Zwenzner)? Ich glaube beides geht nicht.

Mit diesem Blog und der Diskussion drum herum wird man Darmstadt sicherlich nicht verändern, ich glaube auch nicht, dass Arno Lücker die Sprengkraft dieses Blogs überschätzt. Ich finde aber, dass zwei Dinge bermerkenswert sind:

1) Anstatt sich politisch korrekt und stumm wie die große Masse der Komponisten zu verhalten, werden hier endlich mal Ansichten geäußert, die in vielerlei Hinsicht das wiedergegeben, was ich sehr, sehr oft von jungen Komponisten höre, nur trauen sich diese oft nicht, das mal zu sagen (aus nachvollziehbaren Gründen). Wie relativ freundlich und nett dass in Vergleich zu den Äußerungen der letzten großen Darmstadtkrise, die uns Theo Geißler netterweise zitiert hat, ist, täuscht darüber hinweg, dass die Situation heute noch viel dringlicher ist als damals, und man eigentlich noch durchaus schärferes sagen könnte und sollte. Und ja, Satire und Überzeichnung sind durchaus Mittel, die der Neuen Musik ganz gut tun und keineswegs das Niveau herunter - sondern hinaufziehen, denn schlimmer an Freudlosigkeit und Gedankenfäule kann es eigentlich gar nicht mehr werden. Es wird immer mehr Stimmen dieser Art geben, da bin ich ganz sicher - Gottseidank, denn ihr müsst endlich kritisiert werden in eurem kleinen Blumenbeet in dem ihr euch so nett eingerichtet habt mit klaren Definitionen davon, wie die euch genehme Musik zu sein hat. Da darf man ruhig auch mal Streitbares sagen - dann wird wenigstens mal wieder mit Leidenschaft diskutiert, das fehlt uns doch schon lange.

- Die Reaktion - nämlich die unbelehrbaren Neue Musik Old-Schooler, zum Teil noch erstaunlich jung aber im Kopf schon sehr alt - regen sich bemerkenswert zickig (wie die obigen Kommentare beweisen) darüber auf, dass man sich über ihre liebgewonnen Normen und Helden der Neuen Musik auch mal kritisch äußern kann, merken aber dabei nicht, dass sich genau damit auch die Panik vor der zunehmenden eigenen Bedeutungslosigkeit wunderbar offenbart.
Und wißt ihr was - ihr habt mit dieser Angst vollkommen Recht. Das werden die kommenden Jahre zeigen, und ich muß gestehen: Ich freue mich schon sehr darauf.


Der Versuchung widerstehen,

Der Versuchung widerstehen, etwas glätten zu wollen. der Versuchung widerstehen, den Dissens um des Dissenses Willen zu begrüßen.

Statt dessen die produktiven Impulse herausgreifen: Wie Pitklong schon schrieb,

dass einmal ein Forum gegeben wird für subjektive, parteiische Meinungsäußerungen, die für mich viel präziser und tiefer durchdringend solche Veranstaltungen wie die Darmstädter Ferienkurse beleuchten

.
Darin sehe ich wirklich eine Leistung, die über das Berichten in einer scheinobjektivität hinausgeht. Und aber auch dahinter prosalogisch zurückbleiben muss, aber vor allem darf. Lückers Texte gehen ja nicht in “destruktiven Tendenzen” unter. Er liefert die Schlüssel zur Interpretation immer auch mit.

Anders herum ist das nicht immer der Fall, wenn Michael Zwenzner von dem “Niveau” der Texte spricht, dies aber nicht substanziiert, ebenso wenig wie Adrian Lindner.

Andererseits stimmt es nicht, Michael Zwenzner in seiner Funktion bei Ricordi aufgehen zu lassen. Auch das ist mehr Behauptung als Begründung. Michael Zwenzner, so wie ich ihn kenne und lesen kann (auch in alten Ausgaben der nmz) ist ein ehrenwerter Kritiker, nicht, auch nicht zärtlich, “Neue-Musik-Inquisitor” wie Moritz Eggert ihn in einem Kommentar nennt. Oder nur insofern, als diese Funktion fast jeden trifft, der in dieser Szene zu arbeiten hat. Ich erinnere noch sehr schön einen Text von vor über 10 Jahren, als Michael Zwenzner schrieb:

Einerseits wird zu viel (Unbedeutendes) komponiert, andererseits wird zu wenig Neues gespielt. Ohne Zweifel gibt es musikalische Vorstellungen, die sich nur mit Hilfe solcher Apparate umsetzen lassen. Doch wie oft scheinen sich Werke dieser Genres mehr einem äußeren Auftrag zu verdanken als innerem Antrieb. Auf dieses Phänomen stößt man dann vorwiegend bei den bereits zu einiger Berühmtheit Gelangten: Bedarf es wirklich der öffentlichen Förderung dreier neuer Sinfonien von Krzysztof Penderecki, des dreißigsten Fünfminuten-Clusterstücks von Iannis Xenakis oder des neuesten Orchesterschmachtfetzens von Gija Kancheli? Ebenso fragwürdig scheint es jedoch, wenn selbst Jungkomponisten ohne geringste Affinität zum Theater dazu eingeladen werden, eine Oper zu schreiben, weil Festivalmacher A den Kompositionslehrer B kennt, der wiederum einen Schüler C hat, der doch mal einen Auftrag (ob Oper, ob Klaviersolo, was tut’s?) benötigen könnte etcetera.

Daß es auch ohne hochdotierte Kompositionsaufträge, ohne den Bedarf an Hundertschaften von Musikern und Technikern – wenn auch nicht ganz ohne öffentliche Förderung – geht, zeigen die beherzten, immer überzeugenden Aktivitäten von solch nahezu autonomen Grenzgängern wie Zoro Babel, Stefan Froleyks, Wolfgang Heisig, Michael Hirsch, Robyn Schulkowsky, Manos Tsangaris, die in Personalunion komponieren, improvisieren, interpretieren, manchesmal die eigenen Instrumente bauen oder sogar für das technische Umfeld bis hin zur Beleuchtung sorgen. Ein weiterer Weg, der offenbar Erfolge zeitigt, besteht in der Selbstorganisation von Komponisten und Musikern im Kollektiv, wie sie zum Beispiel der Thürmchen- oder der Wandelweiser-Verlag mit eigenen kleinen Ensembles und Schallplatten-Reihen praktiziert. Mithin ein mühsames Unterfangen, doch allemal erfolgreicher, als immer nur auf die Erlösung durch die Dinosaurier und letzten Einhörner des Musikbetriebs zu spekulieren. [Michael Zwenzner, nmz 1998/10, Seite 4

Aber dennoch kann ich Moritz Eggert zustimmen, wenn er von der

Panik vor der zunehmenden eigenen Bedeutungslosigkeit

spricht. Denn, dass es im Subsystem oder den Subsystemen innerhalb des Subsystems “Neue Musik” innerhalb des Subsystems “Markt & Kunst” zu vielerlei Defekten kommt, darunter nicht das Geringste, das der Selbstbezüglichkeit und gleichzeitigen doch noch vorhandenen Seligkeit in halbparadiesischen Zuständen - angesichts von Zuwendungen und eines teilgeschützen Musik-Parks - dürfte vermutlich ebenso unstrittig sein, wie lähmend und verkrustend andererseits.

Das “Phänomen” Darmstadt, der “Mythos” Darmstadt, ist eine solche Enklave, die vor sich hindämmert mehr, als dass man dort etwas erwarten darf, was diesen Selbstlauf gehörig ins Wanken bringt. Das teilt Darmstadt (unabhängig vom Thema) mit unzähligen anderen Veranstaltungen dieser Art. Die Türen sind dicht nach außen und was drinnen klingt, erinnert an ein Kreisen in Selbstverständlichkeiten.

Mal unhistorisch formuliert: Warum haben sich im 19. Jahrhundert nicht auch “Ferienkurse für klassische Symphonien - Bratislava” etabliert. Schubert und Spohr diskutieren - Czerny präsentiert derweil seine neuesten Sonatensatz-Tricks? Nebenan gibt es eine Veranstaltung von Razumowsky über Techniken des Symphonie-Marketings und der Mäzenatenbeschaffung. Hätten Sie es gemacht, wenn sie gewusst hätten, dass so etwas mal Schule machen würde?


Eine kurze Ergänzung.

Eine kurze Ergänzung. Interessant mit welchen Begriffen man in der Google-Suchmaschine auf Platz 1 landet “Gebrauchte Ware einkaufen in Darmstadt”. Das ist etwas, wofür ich das “Internet” wirklich liebe!


Zur Erklärung: Die

Zur Erklärung: Die Bezeichnung “Neue-Musik-Großinquisitor” für Michael Zwenzner ist (Achtung!) tatsächlich ironisch gemeint und beruht auf einer denkwürdigen Diskussion hier in München, in der der Komponist Klaus Schedl in einem avantgardekritischen Vortrag genau diesen Begriff ganz generisch gebrauchte (“Die Inquisitoren der Neuen Musik”) und sich daraufhin Michael in einer solchen Schreitirade darüber aufregte, dass es ganz, ganz schlimm sei, so etwas zu sagen (er nahm’s persönlich), dass sich daraufhin tatsächlich dieser Begriff für ihn einprägte.

Natürlich weiß aber jeder, dass gerade die Neue Musik Szene für ihre außerordentliche Offenheit und Toleranz bekannt ist, und die geradezu heitere, freundliche und nett-produktive Atmosphäre ohne jeglichen Frust hat Arno Lücker ja oben sehr schön beschrieben. Man bekam richtig Lust, sein Ranzerl zu schnüren und selbst wieder den heiligen Linoleum-Duft der Kranichsteiner Flure in sich aufzunehmen.

Ich erinnere mich übrigens auch an einen sehr offenen, interessierten und kollegialen Michael Zwenzner, den ich sehr schätze und liebe. Gerade diesen würde ich daher sehr gerne mal wieder erleben. [edit: “In Absprache mit dem Autor wurde an dieser Stelle eine kurze Passage gelöscht.”]

Vor Jahren hörte ich mal eine schöne Darmstadt-Anekdote, die - ob wahr oder nicht - jedenfalls etwas sehr Versöhnliches hat. Angeblich soll mal eine extrem unerfreuliche, langwierige, von schwerem Betroffenheitsadornismus und kritischer Selbstkasteiung geprägte Diskussion einen jungen Wolfgang Rihm mal so genervt haben, dass er irgendwann aufsprang, sich ans Klavier setzte, die ersten Takte von “Petruschka” ins Klavier hämmerte und schrie : “Kollegen, DAS ist Musik die Spaß macht!”.

Wenn’s nicht stimmt ist es zumindest gut erfunden.


Geschichten sind das ;-)

Geschichten sind das ;-) Wenn man in die fast reine Virtualität abgesunken ist, bekommt man davon gar nichts mehr mit.

Dann möchte ich jetzt auch gleich aufspringen und ins Formular hämmern: “Michael Zwenzner, Mitmission macht Spaß! Come on! Grollen kannste auch im Büro!”


Arno Lücker war im Auftrag

Arno Lücker war im Auftrag der nmz in Darmstadt und hatte viel zu erzählen. Leider war es uns während der laufenden Ferienkurse aus zeitlichen Gründen versagt, aktiv an diesem Blog mitzuwirken und noch vor Ort die ein- oder andere von Herrn L. berichtete Begebenheit zu kommentieren. Damit nun aber auch kommende Generationen junger Komponisten alles ebenso richtig machen wie unser guter Lücker, erlaube ich mir, die Erkenntnisse seiner kleinen Ferienkursreise in aller Kürze zu einem Leitfaden für eine erfolgreiche Teilnahme an unserer Veranstaltung zusammen zu fassen.

Lücker’s Tipps & Tricks:
Wie werde ich erfolgreicher Komponist in Darmstadt?

1. Denken Sie an Ihre Portokasse! Bewerben Sie sich erfolgreich um ein Stipendium bei den Internationalen Ferienkursen und lassen Sie sich die zwei Wochen Übernachtung samt Mittag- und Abendessen vom IMD bezahlen. Da Sie zudem täglich für die nmz Ihren Bericht verfassen, spart sich Theo Geissler die lästigen Spesen für einen professionellen Musikjournalisten vor Ort (hätte sich aber eh’ nicht gelohnt, wie wir ja nun wissen). Genießen Sie die typische win-win-Situation.

2. Nehmen Sie die Zukunft in die Hand! Vergessen Sie auf keinen Fall, vor Ihrer Abreise nach Darmstadt Ihre private Internetseite auf den neuesten Stand zu bringen und kündigen Sie dort noch vor der ersten Jurysitzung die Aufführung des von Ihnen eingesandten Stückes während der kommenden Ferienkurse an.

3. Setzen Sie klare Signale! Manifestieren Sie Ihre Dis- und Inter- und sonstige Kursbereitschaft bereits am Ankunftstag, indem Sie die freundlichen jungen Mitarbeiterinnen am Festivalschalter mit den Worten “Hey, bist Du denn auch bei Studi-VZ?” begrüßen.

4. Sorgen Sie für Niveau! Kaufen Sie nachts um halb 12 Uhr an der Bar der “Kunsthalle” einen Piccolo und beginnen Sie mit der übermüdeten Mitarbeiterin hinter’m Tresen eine Diskussion über fehlende Sektgläser und das daraus abzuleitende Selbstverständnis des Festivals.

5. Bleiben Sie konsequent! Kaufen Sie fortan keinen Piccolo mehr an der Bar der “Kunsthalle”, sondern konsumieren Sie statt dessen an gleicher Stelle so viel mitgebrachtes Bier wie möglich. Äußern Sie im Internet unmissverständlich, was Sie von tsangaris’schen Machenschaften in toto halten und bekräftigen Sie Ihren Unmut, indem sie möglichst keinen Abend in Tsangaris’ “Nachtklub” auslassen und möglichst als Letzter gehen.

6. Reisen Sie mit leichtem Gepäck! Informieren Sie sich auf keinen Fall im Vorfeld Ihrer Berichterstattung, wann und unter welchen Kriterien bei den Ferienkursen entschieden wird, ob Ihre Komposition zur Aufführung kommen kann.

7. Bekämpfen Sie die Verschwörung der Musikmafia! Lancieren Sie das Gerücht, Ihre eingereichte Komposition komme nicht zur Aufführung, weil Sie für die nmz kritisch über die Konzerte der Ferienkurse berichten. Suchen Sie das Festivalbüro auf und beschimpfen Sie die Entscheidungsfindung der Jury (17 Instrumentaldozenten und ein Institutsleiter, die ununterbrochen im Internet surfen und Ihr Blog lesen) als “asozial” und “mafiös” und die Organisation der Ferienkurse als “völlig unprofessionell”.

8. Verteilen Sie kleine Aufmerksamkeiten! Da Sie ohne eigenes Exemplar angereist sind, benötigen Sie für die Besprechung Ihres Werkes beim “Young Composer’s Forum” dringend Ihre Partitur zurück. Der freundliche Mitarbeiter wird Ihnen gerne Ihr Werk aus dem Berg eingesandter Manuskripte heraus suchen. Zum Dank raunen Sie ihm beim Abschied zu, dass sie “heute im Internet auch mal ‘was richtig Nettes geschrieben” haben.

9. Stellen Sie klar, in welcher Liga Sie spielen! Arbeiten Sie sich in Ihren Rezensionen der Ferienkurskonzerte möglichst nur an den Namen derer Komponisten ab, die ohnehin schon auf dem Plakat stehen. Vermeiden Sie um jeden Preis eine Besprechung der Studiokonzerte, bei denen die teilnehmenden Instrumentalisten die Werke teilnehmender Komponisten zur Aufführung bringen (in diesem Jahr ein Konzertmarathon mit knapp 700 Minuten Neuer und Neuester Musik, darunter die Werke über 40 anwesender Komponisten der Generation Lücker). Googlen Sie aber unbedingt die Namen der ausgewählten Kollegen und entrüsten Sie sich im Festivalbüro darüber, dass unter ihnen auch Schüler von Rihm und Ferneyhough sind.

10. Hinterlassen Sie bleibende Eindrücke! Vergessen Sie als einziger von 300 Teilnehmern Ihren Personalausweis, den Sie als Pfand für einen Regenschirm an der Pforte der “Akademie für Tonkunst” hinterlegt haben und sorgen Sie somit dafür, dass sich das Organisationsteam sogar noch nach Ihrer Abreise an Sie erinnert.

11. Zeigen Sie neue Perspektiven auf! Werden Sie Nachfolger von Solf Schaefer und verlegen Sie die Darmstädter Ferienkurse in eine Metropole, die Sie kraft Ihres Amtes zur neuen Hochburg der Neuen Musik ausbauen (Vorschlag: Berlin oder Leipzig - da ist zwar nix los, aber Sie sparen die Anreise). Programmieren Sie als Institutsleiter 2010 Ihr brandneues Werk für 119 präparierte Wagner-Tuben, das dann zwei Wochen am Stück aufgeführt und am Ende - huch! wie überraschend - preisgekrönt wird. Vergessen Sie bitte nicht, in den Spielanweisungen Ihrer Partitur zu vermerken, dass Ihr Werk ausschließlich mit deutschsprachigen Musikern besetzt werden darf, damit auch der Pokal für den besten Interpreten in unserem schönen Heimatlande bleibt. Und falls Sie unter den angemeldeten Teilnehmern wieder nicht die ausreichende Zahl Interpreten für Ihr Werk finden: Bringen Sie doch einfach gleich ‘n paar Kumpels mit (oder alternativ: Berliner Busfahrer, die besonders schön auf dem Kamm blasen).

Wir drücken schon jetzt die Daumen und danken Herrn Lücker für seine Teilnahme an den 44. Internationalen Ferienkursen für Neue Musik. Es war nicht immer angenehm für uns, aber dafür werden wir ja auch nicht bezahlt.

Die Produktionsleitung.

P.S.: Den Regenschirm senden Sie bitte an die bekannte Adresse des IMD Darmstadt.


Knurrknurr. Man sollte

Knurrknurr.

Man sollte diese hilfreichen Hinweise der Produktionsleitung in die Unterlagen des Instituts nehmen und allen Teilnehmern vorab zusenden. Alittlebit mehr Infos zur Produktionsleitung hier - nur so als Service für die Leser des Blogs.


Lieber Moritz, welche

Lieber Moritz,

welche Quelle hat Dich den über die denkwürdige Veranstaltung mit Klaus Schedl unterrichtet? Vielleicht sollten wir Klaus bitten, seinen (dank meiner Interventionen nur zur Hälfte gehaltenen) Vortrag als Beitrag in diesen Blog zu stellen. Dann könnte man vielleicht verstehen, warum ich mich so sehr aufgeregt habe (ohne die Inhalte auf meine Person beziehen zu müssen - es war auch so schon schlimm genug!). Bevor Du mich als Schreihals abkanzelst, informiere Dich bitte zunächst auf angemessene Weise.


Sehr geehrter Herr

Sehr geehrter Herr Maier,

haben Sie meinen Beitrag überhaupt verstanden, geschweige denn gelesen? Ich vertrete als Ricordi-Mitarbeiter in Deutschland ca. 200 lebende Komponisten. Sie glauben doch wohl nicht im Ernst, dass ich mich da über jede negative Kritik (wenn es in puncto Brass und Stäbler denn überhaupt Kritiken gewesen wären…) aufregen werde? Um dann um die Ecke “zurückzuschießen”?
Das ist einfach absurd. Ich gratuliere sehr zu Ihrem investigativen Scharfsinn.


Sehr geehrter Herr

Sehr geehrter Herr Zwenzner,

ich habe Ihren Beitrag sehr wohl verstanden, nämlich:

dass Sie keine Wertschätzung für die Stärke des Mediums Blog, die subjektive Äußerung, haben, oder nicht haben wollen, weil, ich bleibe dabei, Ihre Verlagsschützlinge hier eben schlecht wegkommen.
In Darmstadt waren 191 Komponisten, und sie werden alle Meinungen entwickelt haben im Lauf der Kurse, denn es gab reichlich Stoff und Vergleich. Schade, dass nicht viel mehr diese auch geäußert haben; es wäre ein Schritt in Richtung Demokratie. Jedem Diskurs gehen Standpunkte voraus. Die journalistischen Berichterstattungen gehören natürlich auch zum Bild von Darmstadt, aber warum sollten nicht zudem die zu Wort kommen, die vor Ort in Praxis waren, konkrete Erfahrungen gemacht haben und eine individuelle Perspektive haben? Nennen Sie es sinnfreie Textmassen, ich bin sicher die Musikwissenschaft wäre dankbar, solche Texte aus früheren Darmstädter Jahrgängen zu haben.

MM


Sehr geehrter Herr

Sehr geehrter Herr Maier,

Sie haben gelesen, aber nicht verstanden. Es ist geradezu sinnlos, Ihnen zu antworten. Sie bleiben dabei und unterstellen mir unlautere Beweggründe, gehen aber auf meine Kritikpunkte in keinster Weise ein. Schade, aber eine schöne Bestätigung meiner Kritik des Mediums.


Sehr geehrter Herr

Sehr geehrter Herr Zwenzner,

Ihre zwei Kritikpunkte an dem Medium lauten:

1. “redaktionsfreie Massenproduktion von sinnlosem Text”
2. “Die Hemmschwelle für unreflektiertes oder unqualifiziertes “Ablästern” scheint […] besonders niedrig zu sein”

Die Ihrerseits nicht genügend substantiierte, aber mit Ablästern angereicherte Äußerung von “sinnlosem Text”, der eine Menge beifallspendender Kommentare zu dem Blog gegenüber stehen, brauche ich in der Tat nicht weiter zu erwidern.

Die Vorzüge der Subjektivität des Blogs haben Andere und ich nun ausreichend benannt. Ihre Beweggründe halte ich überhaupt nicht für unlauter, nur könnten Sie Ihre Position dahingehend einfach klarstellen.

MM


O welch Kindergarten! Da

O welch Kindergarten! Da ranken sich um launig nach Lustprinzip und den Kriterien von ätzend und geil verfasste Selbsterfahrungs-Kommentare (Kritiken wäre zu hoch gegroffen), die sich nach In- bzw. Out-Verfahen keine Mühe zur Begründung machen, eine Schar von Spiegelgefechten, deren Hauptlust darin besteht, Blumiges zu einem Strauss zu binden. Wer hier Zugewinn erlebt, sollte auch mal den eigenen Horizont befragen. Wenn ich denke, wie niveauvoll in Darmstadt die letzten 50 Jahre über Belange der Neuen Musik diskutiert wurde (natürlich auch nicht immer), etwa zwischen Nono, Cage, Boulez, Stockhausen oder auch Adorno, aber auch damals, in den 70ern und 80ern, als sich die Jungen vehement gegen die ältere Generation auflehnten, dann wird es mir angesichts des jetzigen Geschnatters ganz traurig ums Herz. Worum geht es eigentlich? Geht es um heutige Musik oder geht es um Selbstinszenierung? Die Pseudo-Debatten wirken wie auf einem Laufsteg bei einer Modeschau. Mit coolen Models, die was auf den Rippen, aber nur wenig im Kopf haben. Es ist der Glamour der Nichtigkeit. Es ist keine Streitkultur sondern die Unkultur des Meckerns. Mitnehmen kann ich davon so gut wie nichts, allenfalls das Gefühl, dass Debatte heute mehr und mehr den Normen von Wellness und eigenem Face-Liftig zum Opfer fällt.
Reinhard Schulz


Hallo greisenweiser

Hallo greisenweiser Super-Visor Schulz,

zurück aus dem Urlaub in der Toscana? Oder warst Du im Kloster? Leidest eventuell an aus einseitiger Oblatenernährung resultierender Stoffwechselschwankung? Hast Du wirklich das ganze bisherige Blog samt allen Kommentaren gelesen - oder bist Du vielleicht auf dieser Showdown-Seite hängengeblieben? Nur so kann ich mir dein - sorry: recht unerwartet arrogant und abgehoben wirkendes - Pauschalurteil erklären. Lass uns das gern bei Bärwurz und Ochsenschwanzragout ausdeuten.

Willkommen zuhause - und bis gleich: Dein Theo


Nein, Reinhard und ja,

Nein, Reinhard und ja, Reinhard. Sicherlich ließe sich der Zustand einer dem Verfall geweihten Veranstaltung doch nicht anzeigen. Mindestens in weiten Teilen zeigen mir, mich selbst befragend, wie du es forderst, die sich in Zustimmung und Ablehnung äußernden Kommentare, wie schief und wenig offen “diese” Neue-Musik-Szene (geworden) ist. Und die Show, so lese ich Lücker, war ganz auf Seiten der Lectures und der wenig diskursfreudigen Gestaltung dergleichen.

Zu den alten Heroen, die du erwähnst, führt kein Weg zurück. Denn damals trug man die Konflikte auch aus - waren es vor allem ästhetisch-politische. Auch damals waren die Missverständnisse zunächst nicht immer produktiv.

Ich könnte umgekehrt in das Loblied Adornos auf Steinecke einstimmen, damals als Darmstadt eben Experimentierfeld war - zumindest immer das, was hängengeblieben ist. Das führt aber ja auch nicht weiter.

Und das wäre etwas, was ich von den aktuellen Heroen wie dir und Michael Zwenzner dann schon erwarten würde. Nicht den Diskussionsstand und seine -form zu bemäkeln, sondern ihn nach vorne weg zu nutzen, um die wunderbaren Welten der Neuen Musik nach außen zu tragen. (Das muss ja nicht im Darmstadt-Blog sein, sondern kann eine kontroverse Linie sein in einem ganz anderen Umfeld, gerne aber auch mit den wie auch immer nicht optimalen Mitteln des Internet. Die Neue-Musik-Communities können freilich auch weiter in ihrer eigenen teilweise recht hübsch gepolsterten Höhle verweilen oder sich im Festivalrummel vergnügen.)

So bleibt es aber bei den “Verteidigern” von Darmstadt bei einer Art Fetischbildung. Und zu guter Letzt bleibt dann ein fehlender Regenschirm das einzige, was in Erinnerung bleibt.


Das finde ich eigentlich

Das finde ich eigentlich einen wunderschönes Satz (und ein Fazit) von Martin Hufner - “die wunderbaren Welten der Neuen Musik nach außen zu tragen”. Nichts anderes würde ich mir selber auch wünschen (eben weil ich Neue Musik - wie wir alle hoffe ich - liebe), und dazu gehört schlicht und einfach auch mehr Offenheit und auch der Mut, die doch ziemlich eingefahrenen Strukturen der Szene zu verändern.

Weil es sonst bald zu spät ist - oder glaubt irgendjemand hier allen Ernstes, dass es in den nächsten hundert Jahren ewig so fröhlich subventioniert weitergeht? Nehmen wir doch nur einmal an es gäbe aus welchen Gründen auch immer plötzlich keine Unterstützung der (unglaublich verdienten und wackeren) Siemensstiftung mehr - die Häflte, vielleicht sogar fast die ganze Szene würde spontan kollabieren, eben weil wir nicht genug “nach außen getragen” haben um auch andere Legitimationen als nur die geneigte Förderung zu erlangen. Dies würde ich aber eigentlich als eine der primären Aufgaben von Kunst begreifen, die Notwendigkeit, das Lebensgefühl einer Zeit zu archivieren und auch mitzugestalten, eben Dinge “nach außen zu tragen”. Das hat mit Kommerz und Anbiederung rein gar nichts tun- einer der irrtümlichsten Ängste der Neuen Musik-Ästhetik.
Die Musikgeschichte lehrt uns eigentlich ziemlich deutlich, was mit ästhetischen Absplitterungen passiert, die auf der Suche nach einer ganz bestimmten Verfeinerung eines ganz bestimmten Ausdrucks sind: irgendwann endet das in einem Stillstand, so interessant diese Verfeinerung auch sein mag.

Manchmal scheint es mir als seien wir wie die Ölnationen, die fröhlich einen bestimmten Bonus verbrauchen ohne an das Morgen zu denken.
Ich finde es aber sehr interessant, an das Morgen zu denken. Jede Ästhetik, die nicht auch inherent die Möglichkeit einer Weiterentwicklung und Veränderung als Vision in sich trägt, geht irgendwann zugrunde. Es gibt aber Tendenzen in der Neuen Musik, die sich so sehr als letzter Kommentar zu einem sich schon längst verändert habenden Zustand begreifen, als “was soll nach uns kommen?”, dass eigentlich keine Veränderung mehr möglich bzw. genehm ist. Es kreist alles nur noch um sich selbst, auch die grösste Verfeinerung hält der Abnutzung nicht stand. Und das wird von immer mehr Komponisten als bedrückend empfunden. Diesen grundsätzlichen Frust drückt der Darmstadt Blog und die darum entstehende Diskussion aus.
Da mag man manches unartikuliert und dumm empfinden, das ist Ansichtssache, aber die zugrundeliegenden Fragen sind sehr, sehr ernst.
Und die Veränderung muß von innen kommen, schlichtweg von uns selber. Daher wundert es mich immer sehr, wenn z.B. ihr, Reinhard Schulz und Michael Zwenzner, die ich für absolut intelligent und in der Lage halte, diese Situation in ihrer Tragweite zu verstehen, eher damit beschäftigt seid, die ganze Sache als Frust einiger Doofen abzutun. Das mag euch kurzfristig Luft und Ruhe verschaffen, längerfristig würde ich mir aber wünschen, dass man geimeinsam über diese Fragen nachdenkt, eben “wie können wir es nach außen tragen”. Wir ziehen doch an einem Strang, Freunde, das solltet ihr bei aller Aufregung nicht vergessen.
Eure abwehrende Haltung resultiert aus liebgewonnen Ansichten, aber auch Ansichten können sich ändern. Mir persönlich liegen Verbote auch nur irgendeiner einzigen aktuellen Ästhetik fern - ich möchte niemandem vorschreiben, wie er zu komponieren hat, um ein “interessanter” Komponist zu sein, mich treibt einzig und allein die Neugier nach dem ANDEREN als dem zumeist Angebotenen an.
In der letzten Zeit hat dieses “nach außen tragen” nämlich eindeutig nicht funktioniert, und das ist auch unsere eigene Schuld.

Natürlich kann man “Meckern” leicht abtun, aber wer kann wahrheitsgemäß behaupten, die Situationen, die Lücker beschrieben hat, nie auch selber erlebt zu haben? Wer hat sich nicht doch insgeheim hier und da amüsiert, weil es eben genau das Absurde vieler unserer Veranstaltungen beschreibt?
Die Erkenntnis der eigenen Absurdität (und ja, natürlich ist Parodie auch immer eine Hommage - und genau so sollt ihr diesen Blog bitte lesen!) ist der Beginn der Heilung.

Und Michael (Zwenzner): Ja, ich habe den vollen Text von Klaus Schedl vorliegen und ihn auch gelesen. Vieles ist unbeholfen formuliert - das gibt Klaus selber als erster zu - aber die Ansichten waren hochinteressant, daher wäre es vielleicht wichtig gewesen, dass Du ihn auch zu Ende angehört hättest, anstatt dich an einem Detail zu erregen. Ich würde mich freuen, wenn Du Lust hättest, diese Diskussion fortzusetzen - ich werde bald auch eine kleine Lecture machen, und Du bist herzlich dazu eingeladen, als Freund und Kollege.


Eigentlich wollte ich nur

Eigentlich wollte ich nur mal aufseufzen über ein für mich erschreckend wirkendes Niveau der ästhetischen Debatte. Doch nun (schon wegen des Vorwurfs des unerwartet arrogant und abgehoben wirkenden Puschalurteils)…
Zunächst einmal möchte ich Martin darin widersprechen, dass zu den Heroen von damals kein Weg zurück führe. Das ist zwar partiell richtig, heißt aber nicht, dass heute vergleichbar diskursive Auseinandersetzungen gar nicht mehr möglich sind. Die müssen neu belebt werden und dass es dafür heute offenbar weniger Bereitschaft gibt ist ein Zustand, den man nicht so hinnehmen sollte.
Aber noch wichtiger: Was wollen wir eigentlich (oder was will dieser und jener, denn an einem Strang zieht man ja längst nicht mehr und hat es auch früher nicht unbedingt getan)? Sollen Institutionen wie Darmstadt abgeschafft werden, da sie sich überlebt haben (darüber ließe sich durchaus diskutieren)? Sollen sie umgekrempelt werden, um neue Blutzirkulationen zu ermöglichen? Sollen die Dozenten anders gewählt werden, da die jetzigen zu viel Überkommenes mitbringen (das klingt ja an in den Kritiken von Lücker, ich kann dies aber angesichts der Breite des Angebots kaum glauben)? Wie gesagt, über alles könnte man sich dezidiert auseinandersetzen.
Bei letzterem Punkt geht das aber nicht mit launig subjektiven Hitlisten von Komponisten, wobei Gerhard Stäbler, Klaus Lang und Nikolaus Brass besonders schlecht wegkamen. Ich kenne alle drei persönlich und weiß, wie differenziert sie über Möglichkeiten musikalischer Äußerung heute nachdenken und wie sensibel (jeder ganz anders) sie ihre Musik hören und gestalten. Von den dreien habe ich mehr gelernt, als von den ganzen, auf mich sehr oberflächlich wirkenden Ausführungen Lückers. Wer das nicht mag, der soll, ja muss andere Wege gehen. Aber unsereins, also das Publikum, darf dann auch erwarten, dass das ästhetische und künstlerische Niveau gehalten wird. Sonst geht der Einspruch ins Leere.
Kunst ist eine ernste Sache und ich bin skeptisch gegenüber Positionen, die es sich hier ganz leicht machen. Sie ist nicht nur ein Entertainment-Angebot. Sie sollte Schönes auf ganz neue Art suchen (das alte und wieder aufgewärmte Schöne hat immer Runzeln im Gesicht). Und damit bringt sie mehr Glück, mehr Horizont, mehr Erfahrung, tiefere Sensibilität als die ganzen locker coolen Ergüsse. Wir sollten also ernst bleiben und dabei erleben, wie viel Vergnügen das machen kann.
Und Kunst ist immer auch eine schwere Sache (auch und besonders das Leichte an ihr, das wusste schon Haydn). Wenn ihre heutigen Höhlen gepolstert sind und es sich die letzten Verbliebenen darin häuslich einrichten (ich sehe das nicht so, aber Höhlen können ja auch blind machen), dann ist es nötig, den Stein vom Eingang wegzuräumen und an die Luft zu treten. Und vermutlich gibt es mehrere Ausgänge. Sie zu finden ist gemeinsame Aufgabe. Wie, das wissen wir nicht, dafür gibt es keine Rezepte. Aber es wird hoffentlich immer nach Außen fühlende Sensorien der Künstler geben. Sonst kann die ganze Menschheit einpacken.
 Schulzi


Reinhard, das finde ich

Reinhard, das finde ich jetzt aber wirklich ausgezeichnet. Dass du nicht einfach eingeschnappt die Sache für erledigt erklärst. Das vorneweg.

Ob der Weg zu den Heroen geht oder nicht, daran soll es zuletzt liegen. Ob Darmstadt geht, oder besser geht oder irgendwas? Daran kann man denken. Ich persönlich finde, dass solche Einrichtungen einfach irgendwann aus dem Ruder laufen oder leer laufen und irgendwann kommt dann mal wieder jemand oder es finden sich mehrere. Und vielleicht nicht da sondern in Celle oder so.

Es ist ja auch nicht Darmstadt allein. Die einzige ähnliche Veranstaltung, die ich kannte war diejenige in Bremen (und von da kenne ich den Lang, der mich aber nicht beeindruckte außer dass er ein ganz lieber Kerl ist; aber das bin ich auch, komponiere jedoch noch mieser ;-) ).

Einmal war ich auf der Frühjahrstagung in Darmstadt (weiß aber nicht mehr, worum es ging).

Ich habe so die Befürchtung, mit der Neuen Musik ist es egal wie schwer. Und so richtig was werden wird das nicht, will wohl auch eher niemand - außer mal Eisler, Wolpe und Bekannte.

Ist ja auch gut, niemand verlangt, dass jemand die Höhle verlasse, aber die Türe, der Stein sollte vielleicht Luft von außen einlassen. Und wenn dann die Bewohner längst durch einen anderen Eingang verschwunden sind, soll mir das auch recht sein.


Apropos Höhle, ich glaube,

Apropos Höhle,
ich glaube, dass jede Kunst, jede geistige Tat immer wieder auch ihre Höhle braucht. War nicht Esterhazy für Haydn eine wunderbare Höhle? Und auch Machaut in Reims hatte wohl seine Höhle, als er seine isorhythmischen Irrwitzigkeiten schuf, die wohl an fast jedem Zeitgenossen unbemerkt vorübergingen. Und hat sich nicht auch Mahler seine Höhlen als Komponierhäusl selbst gebaut? Und Nancarrow? Und Scelsi? Und Kurtág in seiner winzigen ungarischen Wohnung? Und, und, und. Auf solche Höhlenergebnisse möchte ich nicht verzichten. Wer freilich in dieser Höhle spurlos verschwindet oder wer sich nicht mehr heraus traut oder wer (auch ohne Plato) meint, diese Höhle sei das ganze All, der hat das Wesen der Höhle als Ort der Konzentration und Sammlung verkannt. Lassen wir also Höhlen zu und freuen wir uns auf manch Resultate, die von dort kommen. Sie sind oft tiefer als das, was im Trubel des Jetzt entsteht. Ich bin halt ein Optimist.
 Schulzi


du alter optimist, mensch.

du alter optimist, mensch. Hast ja recht damit. Höhlen sind was wunderbares. darmstadt aber ist nicht höhl.

sei gegrüßt,
 martin


Man kann ganz konkret einige

Man kann ganz konkret einige Dinge am System Darmstadt kritisieren:

-Der Konkurrenzkampf zwischen Komponisten darf nicht derart genährt werden
a) dass Listen für Unterricht ausgehängt werden und stundenlang im Voraus dann die Leute Schlange stehen oder sich buchstäblich darum schlagen. Dann doch bitte nur Gruppenunterricht.
b) dass sich Komponisten um eine Aufführung bei den Studiokonzerten bemühen müssen, das dann aber praktisch nur kurze, schnell einstudierbare Stücke für 1-3 Instrumente sein können, alle mit Elektronik, höherem Schwierigkeitsgrad, größerer Besetzung oder längerer Dauer kommen nicht in Frage. Es kann nicht sein dass die zu vergebenden Preise nur für solche Stücke gegeben werden. Außerdem müssen die Komponisten während den Kurse immer hinterher sein, dass ihr Stück auch wirklich gespielt wird und sich dabei mit der Organisation herumschlagen.
Dann doch bitte gar kein Preis und gar keine Studiokonzerte. Besser: Im Vorfeld organisieren, Noten schon früh den Instrumentalisten schicken und wirklich ausreichend Platz für alle Stücke schaffen. Und auch komplexere Elektronische Musik ermöglichen.

-Viele Dozenten halten unvorbereitet Lectures, reden einfach drauflos. Die Zeiten mögen um sein, in denen Stockhausen jährlich den kompositionstechnischen Standard darstellte, aber wo wenn nicht in Darmstadt sollte über Kompositionstechnik gesprochen werden?
Dem kann auch durch Themenvorgaben Vorschub geleistet werden. Warum sollen Rihm und Ferneyhough, wenn sie schon mal an einem Tisch sitzen, nur über Kompositionsunterricht reden? Breite Enttäuschung nach dieser Veranstaltung.
Und: Veranstaltungen entweder auf deutsch oder englisch halten oder die Übersetzer machen wirklich nur Zusammenfassungen. Immer nacheinander eine deutsche und eine englische Version zu hören halbiert schlichtweg die tatsächliche Zeit für Inhalte und verhindert einen flüssigen Diskurs.

-Überhaupt dürfte es etwas einfallsreicher zugehen bei der Auswahl der Dozenten. Ferneyhough war erst das vorletzte Mal da, Tsangaris hat längst ein Dauerabo, Hosokawa war tatsächlich fünf mal hintereinander bei den Kursen. Bei den Instrumentalisten ist es noch ärger. Was ist die Politik dahinter?

-Warum werden die Preise hinter verschlossener Tür verhandelt? Es wäre doch eine wunderbare Veranstaltung, wenn die Juroren öffentlich Aussagen machten zu den gespielten Stücken, so wie es bei dem Bachmann-Preis auch der Fall ist. Dann gäbe es auch nicht mehr diese unsäglichen Seilschaften, durch die letztlich miese Stücke von Juroren-Studenten in den Wettbewerb kommen, wie bei dem schlimmen Staubach-Preis-Konzert leider nur zu gut zu erfahren war. Über Geschmack soll man streiten!

-Es ist ja nicht so, dass Lücker der einzige war, der Stücke schlecht fand. In vielen Konzerten gab es Buh-Rufe, was eindeutig an mangelnder kuratorischer Kompetenz lag.

-Mehr Musikwissenschaft! Wieso wurde das musikwissenschaftliche Vortragsforum abgesetzt?

-Mehr “user generated content”. Teilnehmer sollen selber Veranstaltungen leiten dürfen, einfach Räume und Zeiten zur Verfügung stellen, es können ja auch mehrere Veranstaltungen parallel laufen.

Man sieht: Viele Probleme sind handwerklicher Art. Über die Situation der Neuen Musik im Allgemeinen kann danach diskutiert werden.

MM


Mirko, ich find das ganz

Mirko, ich find das ganz fein, wie du dich da hineinhängst. Ich hoffe sehr, die es betrifft, lesen es auch.

Ich schließe aus den gegebenen Interna, dass du auch da warst. Was ist denn der Grund, weshalb man dort hingeht bei dir?


Huflaikhan, ja, ich habe

Huflaikhan, ja, ich habe diese Punkte auch direkt der Institutsleitung geschrieben.
Ich war da weil mich Neue Musik interessiert, und ich habe ja nicht gesagt dass alles schlecht sei in Darmstadt.


[Kommentar gelöscht: Autor

[Kommentar gelöscht: Autor bediente sich eines falschen Namens.]