Neue Musik / Musikfeature / SoundArt: Die Radio-Woche vom 05.02. bis 11.02.2018


(nmz) -
Neue Musik und Musikfeatures in der Kalenderwoche 6. Schwerpunkte: Nikolaus Brass, Sebastian Elikowski-Winkler, Ensemble Nikel, fie Musik des Ernő Király, Siegfried Fink, Harald Muenz +++ Ultraschall Berlin, Donaueschinger Musiktage, Week-End Fest 2017, Forum neuer Musik 2006 +++ Zeitgenössische Musik im Kunstkontext, Neue Musik aus Israel, Electronica zwischen Krachapparatur, Theremin, Mixturtrautonium und Micromodularsynthesizer, Klangspuren zur Weiberfastnacht, Walküre 4.0, Lach mal mit Hindemith, Klang der Wolga und eine Radiologische Lesung 5
04.02.2018 - Von mh


05.02.2018


21:04 bis 22:00 | kulturradio vom rbb
Musik der Gegenwart: Der Komponist Nikolaus Brass

Mit Andreas Göbel. Seinen Lebensunterhalt bestritt Nikolaus Brass zunächst lange Jahre als Arzt und Redakteur einer medizinischen Zeitschrift. „lch konnte davon leben, dass ich einen anderen Beruf hatte, und war frei, das zu komponieren, was ich komponieren wollte.“ Inzwischen ist Brass längst ein gefragter Komponist auf den wichtigen Festivals für Neue Musik. Sein Kammermusiktheater „Sommertag“ wurde bei der Münchener Biennale uraufgeführt und erlebte seine Berliner Erstaufführung bei „Ultraschall Berlin“. In einer Neuproduktion hat das Werk am 10. Februar in der Neuen Werkstatt der Staatsoper Unter den Linden Premiere.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: In Nachbars Garten – Zeitgenössische Musik im Kunstkontext

Von Thomas Groetz. In der Kultur der Gegenwart spielen mediale Transfers eine wichtige Rolle: Während in der bildenden Kunst Performance, Tanz und Klanginstallationen en vogue sind, zeigt sich in der zeitgenössischen Musik die Tendenz, Klang zu inszenieren oder Bilder in Töne zu übertragen. Zugleich treten Musikerinnen und Musiker nicht nur als Interpreten, sondern auch als Schauspieler, Akteure und Tänzer in Erscheinung. Was sind die Gründe dieser aktuellen Kontextverschiebungen? Findet mit der Auflösung medialer Grenzen ein bedeutsamer kultureller Umbruch statt, oder verändert sich im Grunde nur der Rahmen?

23:03 | Ö1
Tel Aviv – Haifa – Jerusalem: Neue Musik aus Israel (Teil 2)

Gestaltung: Susanna Niedermayr und Rainer Elstner. Auf unserem Streifzug durch die diversen spannungsgeladenen Szenen für neue und experimentelle israelische Musik besuchen wir die drei größten Städte dieses so facettenreichen Landes, – Tel Aviv, Haifa und Jerusalem. Nach einem ersten Ausflug in die Musikgeschichte im Zeit-Ton extended am vergangenen Sonntag präsentieren wir Ihnen heute die traditionelle dicht gepackte Reportage quer durch alle Genres.


06.02.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Herkunft. Folklore. Semantik – Der Komponist Sebastian Elikowski-Winkler

Von Ulrike Klobes. Aufgewachsen mit drei Muttersprachen – Deutsch, Polnisch und Niedersorbisch – ist ihm auch kulturelle Mehrsprachigkeit vertraut.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Harald Genzmer: Symphonie Nr. 2 (Münchener Kammerorchester: Alexander Liebreich); Ruth Zechlin: „Sieben Versuche und ein Ergebnis“ (Linda Ann Bangs, John-Edward Kelly, Bruce Weinberger, Carina Raschèr, Saxophon); Peter Schöbach: „Verwehte Blätter“ (Rose Bihler Shah, Mezzosopran; Martin Wolfrum, Klavier); Wilfried Hiller: „Pas de deux“ (Begoña Uriarte, Karl-Hermann Mrongovius, Klavier); Peter Jona Korn: Sonate, op. 6 (Jan Polasek, Violoncello; Barbara Korn, Klavier)

21:00 bis 22:00 | NDR Kultur
neue musik: Komponieren – was heißt das eigentlich – heute?

Von Margarete Zander. Wir befragen bekannte und  bekannte Komponistinnen und Komponisten aus dem Bereich der Klassischen Musik, was für sie das Komponieren bedeutet. Gibt es noch Regeln, die einzuhalten sind oder ist einfach alles möglich? Wo sind die Door-Opener fürs internationale Konzertleben oder ist jeder seines Glückes Schmied? Wie findet man sein Publikum? Ein nicht repräsentativer, aber spannender Einblick in die aktuelle Entwicklung der Neuen Musik.

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Electronica zwischen Krachapparatur, Theremin, Mixturtrautonium und Micromodularsynthesizer

Mein Sohn, 20, „legt auf“. In einer Disco. „Electro“ legt er auf, sagt er. Electro. Nein, nicht „Electro“ mit c – sondern „Elektro“ mit k. Ich spiele ihm Oskar Sala vor, Lew Therem, Karlheinz Stockhausen, Pierre Schaeffer, Pierre Henry. Nein, das alles habe nichts mit „Elektro“ zu tun, werde ich belehrt. Womit aber dann? Musique Concrète? Neue Elektronische Musik, zeitgenössische, moderne Musik? Rolf Sudmann aus Bielefeld hat sich ein Theremin und ein Trautonium gebaut, nach persönlichen Konsultationen bei Oskar Sala und dessen Ur-Bauplänen für das sogenannte „Mixturtrautonium“. Thomas Lehn aus Köln spielt und modifiziert alte „Vintage“-Analog-Moog Synthesizer und Georg Janker hat das F.I.M.M.O, das „First international Improvising Micro Modular Orchestra“, initiiert, das digitale Micro Modular Synthesizeristen in Wien, Barcelona, Zürich und München miteinander verbindet. Wo steht die elektronische Musik augenblicklich? Was gibt es Neues? Und überhaupt: Was ist eigentlich „Neue elektronische Musik“? Ein Versuch von Roland HH Biswurm

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 ars acustica: Ovalaroma – Ein Hörspiel-Szenario von Markus Popp

Komposition und Realisation: Markus Popp (Produktion: SWR 2018). Musik und Parfum haben viele strukturelle und atmosphärische Gemeinsamkeiten. Beide werden aufwendig konstruiert, aber sinnlich erfahren. Sie sind ein komplexes Arbeitsfeld für versierte Spezialisten, ihre Ergebnisse sind jedoch hoch emotional und suggestiv. Beide nutzen neueste Technik und Verfahren, aber ihre Wirkung und Wahrnehmung sind extrem subjektiv. Ihr Zauber verflüchtigt sich rasch im Raum, aber sie beschäftigen und begleiten uns, manchmal für viele Jahre.

„Ovalaroma“ ist der Versuch der Fusion von Parfum und Musik in Form eines Hörspiels. Es extrahiert puren akustischen Duft aus dem Dreigestirn von Musik, Text und synästhetischer Chemie – ein vielschichtiges olfaktorisches Erlebnis aus Kopf-, Herz- und Basisnote.

23:03 | Ö1
Tel Aviv – Haifa – Jerusalem: Neue Musik aus Israel (Teil 3)

Gestaltung: Rainer Elstner. Auf unserem Streifzug durch die diversen spannungsgeladenen Szenen für neue und experimentelle israelische Musik besuchen wir Tel Aviv, Haifa und Jerusalem, die drei größten Städte dieses so facettenreichen Landes.

Heute möchten wir nach der dicht gepackten Reportage quer durch alle Genres gestern der Musik noch einmal ihren Raum geben und einige ausgesuchte Werke aus dem Bereich der zeitgenössischen Klassik präsentieren.


07.02.2018


00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten

Viera Janárceková: „Vier Tangomutanten“ (Bianca Breitfeld, Violoncello; Stefanie Schumacher, Akkordeon); Christoph Weinhart: „Ariel songs“ (Stephanie Marin, Singstimme; Ana Maria Lungu, Violine; Christoph Weinhart, Klavier; Dirk Semmler, Schlagzeug); Toni Völker: „Traumgesang“ (Felix Drake, Violoncello); Eberhard Klemmstein: Fantasie über ein Thema von Paganini (Michael Goldammer, Oboe; Christian Dollfuss, Klarinette; Thomas Eberhardt, Fagott; Robert Langbein, Horn; Holger Grohs, Alexander Klemmstein, Violine; Steffi Grohs, Viola; Tilmann Stiehler, Violoncello; Martin Knauer, Kontrabass); Andras Hámary: Five Magic Pieces (István Koppányi, Klavier); Klaus Hinrich Stahmer: „Feng Yu“ (Wolfgang Wendel, Dizi); Horst Lohse: „Sisyphos“, Symphonisches Fragment für Orchester – in memoriam Albert Camus (Bamberger Symphoniker: Horst Stein)

20:04 bis 21:00 |hr2-kultur
Kaisers Klänge: Weine, weine, Katalonien – Musik aus einer autonomen Region

Ob Jordi Savall und Enrique (eigentlich: Enric) Granados, ob José (Josep) Carreras und Pablo (Pau) Casals: Sie alle waren oder sind katalanische Musiker und Verfechter einer katalanischen Autonomie.

Musikalisch ist Katalonien längst unabhängig von Spanien und verfügt über ganz eigene Traditionen: von der Rumba Catalan bis zu den Mönchsgesängen im Kloster Montserrat; vom katalanischen Nationaltanz, der Sardana, bis zum Nova Cançó Catalana, der in den 1970er Jahren ein Wiedererwachen des katalanischen Selbstbewusstseins mit auslöste.

21:02 bis 22:00 | NDR Kultur
Chormusik: Cantate dominum canticum novum

Werke von Ugis Praulins, Vic Nees, Hans Schanderl, Vytautas Miskinis und anderen. Anna-Maria Hefele, Obertonsängerin. Kammerchor I Vocalisti. Ltg.: Hans-Joachim Lustig

21:04 bis 22:00 | kulturradio vom rbb
Musik der Gegenwart: Ultraschall Berlin – Festival für neue Musik 2018

Mit Eckhard Weber. Bei seinem Festival-Gastspiel kombinierte das GrauSchumacher Piano Duo die beiden Werke für zwei Klaviere von Bernd Alois Zimmermann anlässlich des 100. Geburtstags des Komponisten mit aktuellen Kompositionen für diese Besetzung von Brigitta Muntendorf und Piotr Peszat, die die Klänge der beiden Klaviere mit Live-Elektronik, Zuspielung, Sampler und Audio-Playback kombinieren. Aufnahme vom 18. Januar 2018 im Heimathafen Neukölln.

23:03 bis 00:00 | SWR 2
SWR2 JetztMusik: Donaueschinger Musiktage 2017

  • Øyvind Torvund: Archaic Jam für Orchester mit Elektronik (Uraufführung)
  • Francesca Verunelli: Man Sitting at a Piano für Flöte und MIDI-Klavier (Uraufführung)
  • Martin Schüttler: „My mother was a piano teacher […]“ für Fernensemble und Moderatorinnen (Uraufführung)

Drei ungewöhnliche Werk-Konstellationen zeugen von der Experimentierlust junger Komponisten. Øyvind Torvund lässt die Orchestermusiker mit den Lippen pfeifen und verwegene Gitarrenfeedbacks imitieren. Francesca Verunelli konfrontiert einen Musiker aus Fleisch und Blut mit einem mechanisch-virtuosen Instrument. Martin Schüttler wiederum sperrt die Musiker seines Ensembles in Container, um sie nur per Video im Konzertsaal zuzuschalten. Einblicke in das Labor der Donaueschinger Musiktage.

23:03 | Ö1
Die „Sportler“ der zeitgenössischen Musik. Zeit-Ton Porträt. Ensemble Nikel

Gestaltung: Stefan Höfel. Als „Die Sportler“ bezeichnet beispielsweise Komponist Enno Poppe dieses Quartett. Unglaublich viel Energie und Leidenschaft für Neue Musik vereinen Yaron Deutsch (E-Gitarre), Patrick Stadler (Saxofon), Brian Archinal (Perkussion) und Antoine Françoise (Klavier). Vor knapp zehn Jahren wurde das Ensemble Nikel in Israel gegründet, heute ist es eines der gefragtesten der Welt im Bereich der zeitgenössischen Musik. Auf einer 5-CD-Box haben die vier Musiker auf diese erste Dekade zurückgeblickt. „Nikel – A Decade“ heißt diese Veröffentlichung, auf der Werke von Clemens Gadenstätter, Oliver Thurly oder Chaya Czernowin zu hören sind.


08.02.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Neue Musik: Donaueschinger Musiktage

  • Hanna Eimermacher: „CUT“ für neun Performer (Uraufführung)
  • Francesca Verunelli: „Man sitting at the piano“ für Flöte und Player Piano (Uraufführung)
  • Márton Illés: „Ez-tér“ (Es-Raum) für Orchester (Uraufführung)

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Bayerische Komponisten

Peter Sadlo: „Brown Tequilla“ (Viviane Vassileva, Marimba); Isabel Mundry: „Non-Places“ (Nicolas Hodges, Klavier; Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks: Emilio Pomarico); Gerd Baumann: „Apollo Replay“ (ensemble oktopus für musik der moderne); Rudi Spring: Kammersinfonie Nr. 2 (Münchener Kammerorchester: Jobst Liebrecht); Jörg Widmann: Fünf Bruchstücke (Jörg Widmann, Klarinette; Silke Avenhaus, Klavier); Gloria Coates: Symphonie Nr. 7 (Stuttgarter Philharmoniker: Georg Schmöhe); Elena Tarabanova: „Illusions“ (ensemble oktopus für musik der moderne)

20:04 bis 22:30 | SR2 KulturRadio
Mouvement: Konzert aus der Luxemburger Philharmonie – Alleluia und Ragas

  • Duncan Ward: Fumes
  • Olivier Messiaen: L'Ascension
  • Ravi Shankar: 2. Sitarkonzert („Raga Mala“)

21:30 bis 22:30 | hr2-kultur
Absurde Märchen | Die Musik des Ernő Király

Eine Sendung von Michael Kunkel. Um seine „absurden Märchen“ zu erzählen, entwickelte der serbo-ungarische Musiker Ernő Király (1919-2007) ein eigenes Klangalphabet, baute neue Musikinstrumente und verband Volksmusik mit Maschinenklängen. Eine Sendung über einen vielfältig intermedialen Musikkosmos im toten Winkel der Musikgeschichte.

Der serbo-ungarische Musikethnologe, Komponist, Improvisator, Dichter, Zeitungs- und Radiomann Ernő Király brachte als „Ahnvater der Noise-Ästhetik“ (Zsolt Sőrés) Volksmusik und Maschinenklänge zusammen, erfand neue Instrumente wie das Citrafon oder das Tablofon, die ihm den Ruf eines jugoslawischen Harry Partch einbrachten. Der Musikpionier entwickelte zusammen mit seiner Frau, der Dichterin Katalin Ladik, neue klangpoetische Formen und offene intermediale Konzepte. In der Abgeschiedenheit der Wojwodina lebend und wirkend, blieben seine „Absurden Märchen“ außerhalb der nordserbischen Vielvölkerprovinz bis heute fast unerhört.

22:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Hörspiel-Studio: Das Dienen geht weiter – Klangspuren zur Weiberfastnacht

Die SWR2 Badische Suite im hotelharakiri.de. Herausgegeben von Stefan Veith und Peter Fey. Musik: Peter Fey, Jad Fair u. a. – Konzept und Realisierung: Stefan Veith und Peter Fey. (Produktion: Die Autoren für SWR 2017). CD-Edition Orkestrion Schallfolien

SWR2 feiert als Release-Party „Das Dienen geht weiter. Die SWR2 Badische Suite“. Die CD entspricht der Ursendefassung von 73 Minuten; nun gibt es die Kurzfassung von 54 Minuten. Zum Feiertag beschenkt das Team Veith/Fey den SWR mit Bonusgaben wie z. B. neuen Videos aus dem fruchtbaren und kulinarisch reichhaltigen Badischen sowie einer aktualisierten Spotify-Hitparade mit Qualitätssongs aus der Music World. Wo: Auf SWR2.de und auf der Website des virtuellen „hotelharakiri.de“. Anlässlich der Ursendung schrieb der Medienkritiker Stefan Fischer in der Süddeutschen Zeitung: „Bei Veith und Fey feiert das Badische Urstande – und wird zugleich unentwegt karikiert. Provinz kann progressiv sein, und sie darf Spaß machen. Songs, Kalauer, Dada und ernsthafte Überlegungen zur kulturellen Verwurzelung gehen eine fruchtbare, unterhaltsame Verbindung ein. Das Hörspiel selbst wuchert über den Sendeplatz im UKW-Programm hinaus, es fläzt sich auf die wohnliche Website hotelharakiri.de, wo es durch Videos sowie die Nachbarschaft zu weiteren 'falschen Männern in falschen Etagen' bereichert wird. Anarchie schließt Gemütlichkeit nicht aus.“

22:05 bis 23:00 | BR-KLASSIK
Horizonte: Studio für Musik

Wilhelm Killmayer: „Eichendorff-Lieder“; „Hölderlin-Lieder“ (Markus Schäfer, Tenor; Siegfried Mauser, Klavier)

23:03 | Ö1
Tel Aviv – Haifa – Jerusalem. Neue Musik aus Israel (Teil 4)

Gestaltung: Susanna Niedermayr. Auf unserem Streifzug durch die diversen spannungsgeladenen Szenen für neue und experimentelle israelische Musik besuchen wir die drei größten Städte dieses so facettenreichen Landes, – Tel Aviv, Haifa und Jerusalem. Auch heute möchten wir nach der dicht gepackten Reportage quer durch alle Genres am vergangenen Montag der Musik noch einmal ihren Raum geben und einige ausgesuchte Werke aus den Bereichen der improvisierten Musik, der experimentellen Elektronik und der Klangkunst präsentieren.


09.02.2018


00:05 bis 01:00 | Deutschlandfunk Kultur
Klangkunst: Der Tod des Anthropozäns – Von Julian Bonequi

Komposition und Realisation: Julian Bonequi. Produktion: Deutschlandradio Kultur / CTM-Festival in Zusammenarbeit mit Goethe-Institut, SoCCoS, ORF musikprotokoll im steirischen herbst und Ö1 Kunstradio 2017

Außerirdische prophezeien den Weltuntergang. Es ist so weit: Die Welt geht unter. Während die letzten verbliebenen Menschen rasch noch ein paar Katastrophenvideos ins Internet laden, besuchen Außerirdische den Planeten. Sie erklären den Bewohnern, was ihnen bevorsteht und wie sie es hätten verhindern können. Science-Fiction wird Geschichte.

„Der Tod des Anthropozäns“ gewann einen der beiden Produktionspreise beim CTM Radio Lab 2017.

Julian Bonequi, geboren 1974 in Mexico, ist Musiker und 3D-Animationskünstler. Er betreibt die Medienkunstplattform Audition Records.

00:12 bis 02:00 | Bayern 2
Concerto bavarese: Fränkische Komponisten – Zum 90. Geburtstag des Schlagzeugers und Komponisten Siegfried Fink

Siegfried Fink: Concertino (Peter Sadlo, Vibraphon; Münchener Kammerorchester: Gilbert Varga); Klaus Hashagen: Toccata III mit Choral (Werner Jacob, Orgel; Siegfried Fink, Schlagzeug; Klaus Hashagen, Elektronik); Siegfried Fink: „Rondell 1“ (Siegfried Fink, Percussion); Bertold Hummel: „Fresken“ (Percussionsensemble des Bayerischen Staatskonservatoriums Würzburg: Siegfried Fink); Siegfried Fink: Konzert für Percussion und Streichorchester (Dmitriy Nedelev, Perkussion; Thüringer Symphoniker Saalfeld-Rudolstadt: Oliver Weder); Werner Heider: Konferenz zwischen Streich- und Saxophonquartett (Hans Deinzer, Richard Weber, Gustav Scheuerer, Willi Ullrich, Saxophon; Oliver Colbentson, Werner Jahns, Violine; Friedrich Behne, Viola; Jascha Silberstein, Violoncello; Hans-Joachim Probst, Kontrabass; Heinz Maiwald, Schlagzeug); Heinrich Hartl: Songs nach Texten von Fitzgerald Kusz, op. 46 (Andrea Fleissner, Sopran; Heinrich Hartl, Klavier; Markus Riessbeck, Saxophon; Jogo Pausch, Schlagzeug); Hubert Hoche: „Natural Forces“ (Mathias von Brenndorff, Flöte; Martina Beck, Klarinette; Wolfgang Heinrich, Posaune; Diana Drechsler, Violine; Marta Klimasara, Perkussion); Philipp Haag: „Umhpa!“ (Bundesakkordeonorchester: Stefan Hippe)

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Walküre 4.0 Oder: Was nach der „Götterdämmerung“ wirklich geschah

Von Sylvia Schreiber. In Richard Wagners „Götterdämmerung“ reitet Brünnhilde ins Flammenmeer – und ward nie wieder gesehen. „Logisch“, meint dazu Feuergott Loge. Aber der irrt sich. Brünnhilde ist schließlich eine waghalsige Heldin und kein Waschlappen. Das „unhappy end“ von Wagner lässt sie nicht auf sich sitzen. Gemeinsam mit Walküre Waltraute beginnt sie ein neues Leben und eröffnet im Landkreis Regensburg eine Sing-und Kampfschule. Der Laden läuft gut, „Hojotoho“ erlebt ein Revival, Brünnhilde tauscht Klepper Grane gegen den Aston Martin „Valkyrie“ ein. Die Tochter Wotans führt also ein gutbürgerliches Leben: Abends mit Freunden Kinoklassiker anschauen wie „Apocalypse now“. Auf dem Sofa sitzend verfolgt Brünnhilde jeden Sommer die Live-Übertragung des „Ring“ aus Bayreuth und staunt darüber, wie viele Details aus ihrer Vergangenheit die Sängerinnen und Sänger kennen.

Alles im Lot, bis plötzlich Verwandtschaft vor der Türe steht … Brünnhilde: Wonder-woman und Walküre. Das Musikfeature zu Fasching auf BR-Klassik.

21:05 bis 22:30 | Bayern 2
hör!spiel!art.mix: Lizzie Doron: Who the fuck is Kafka?

Aus dem Hebräischen von Mirjam Pressler. Mit Corinna Kirchoff, Felix Knopp, Oda Thormeyer, Michael Weber, Alicia Aumüller, Victoria Trauttmansdorff und anderen. Komposition: Sabine Worthmann. Bearbeitung und Regie: Andrea Getto. NDR 2016

22:01 | Ö1
Spielräume – Nachtausgabe. A magical substance . Eine Spielräume-Nacht zur musikalischen Vielfalt in Israel und Palästina.

Maria Reininger lädt Marwan Abado und Timna Brauer ein. Die palästinensisch-israelische Regisseurin Jumana Manna ist den Musikkulturen des Nahen Ostens nachgegangen. Ausgehend von den Forschungen des Musikethnologen und Radiomachers Robert Lachmann in den 1930ern hat sie nachgefragt, wie bestimmte Lieder heute bei Jüdinnen und Juden, bei Palästinensern, Samaritanern und Beduinen klingen.

Das Ergebnis ist ihr eigenwilliger Dokumentarfilm „A magical substance flows into me“, der auf der Viennale 2016 gezeigt wurde. Und dieser Film, der die Definitionen jüdisch und arabisch unterläuft, ist Ausgangspunkt für die Spielräumenacht. Der Musiker Marwan Abado und die Sängerin Timna Brauer erzählen von Musiktraditionen und ethnienübergreifenden Musikprojekten.

Neue musikethnologische Erkenntnisse aus der Welt der Chassidim und der Sufis gibt's, und einiges über jemenitische Traditionen in Israel. Die Einwanderer aus dem Jemen prägen nämlich den Pop in Israel, an dem es in der – künstliche Ethnogrenzen ignorierenden – Sendung auch nicht mangeln wird.


10.02.2018


14:05 bis 15:00 | BR-KLASSIK
Das Musik-Feature: Walküre 4.0 Oder: Was nach der „Götterdämmerung“ wirklich geschah

22.04 – 00.00 Uhr | WDR 3
Week-End Fest 2017 (2)

Juana Molina und O Terno zeigen bei der siebten Ausgabe des Kölner Week-End Fests, dass der Tropicalia-Sound auch heute noch relevant ist. Aufnahmen aus der Stadthalle Köln-Mülheim vom 27. und 28. Oktober 2017

22:05 bis 22:50 | Deutschlandfunk
Atelier neuer Musik: REVISITED: Forum neuer Musik 2006 – Three Haikei and More

  • Yatsuhashi Kengyȏ: Rokudan no Shirabe
  • Erwin Koch-Raphael: Composition No. 60
  • Annette Schlünz: Light from the One
  • Misato Mochizuki: Toccata

Jeremias Schwarzer, Blockflöte, Makiko Goto, Koto. Aufnahme vom 18.3.2006 aus dem Deutschlandfunk Kammermusiksaal.

Am Mikrofon: Frank Kämpfer. Für die europäischen Musikerinnen begann sich im Zuge der Arbeit das Japanische ebenso zu relativieren wie für die asiatischen Künstler der Mythos des Westens. Keinesfalls ging es darum, Meisterschaft zu erwerben auf dem Instrumentarium des anderen – eher galt es, Vorurteile abzubauen, das Fremde aufzunehmen in eigenes Tun. Hinter ‚Three Haikei and Moore' verbirgt sich ein Projekt, das weder westlich noch östlich sein wollte, sondern vielmehr Ausdruck der Möglichkeit künstlerischer Zusammenarbeit in der Ära der Globalisierung. Das von Jeremias Schwarzer und Makiko Goto initiierte und von beiden im Deutschlandfunk uraufgeführte Programm wurde mit einem Förderpreis der Siemens Musikstiftung 2006 gefördert und ist beim Label NEOS auf CD dokumentiert.

23:00 bis 00:00 | hr2-kultur
The Artist's Corner: Harald Muenz | Duck well alles gut

Das Sprechstück „Duck well alles gut“ des Kölner Komponisten und Performers Harald Muenz (*1965) ist eine Kreuzfahrt durch ein Zwischenreich von Musik und Sprache, in dem textliches Material und musikalisches Komponieren gemeinsame Hybridformen hervorbringen.

„Der auf musikalische Art kreierte Text hebt das literarische Vorrecht der Semantik und das Privileg des Musikers zu Tönen und Rhythmen in wortklanglicher Einheit auf. Im Geist von Gertrude Stein entspringt innere Logik aus nahezu instrumentalen Fort-Bewegungen der Artikulationsorgane, wie 'a thing made by being made'. Weil Phonetik ohne Bedeutung nicht zu denken ist, will auch Textkomposition Semantik nicht vermeiden, wird der Musiker-Dichter nicht sprachlos sein, doch musiklos nicht minder.“ [Muenz]

11.02.2018

17:04 bis 18:00 | hr2-kultur
Kaisers Klänge: Ein Holländer im Kurpark – Lach mal mit Hindemith

Paul Hindemith galt als Schöpfer respektlos neuartiger Klänge, gleichzeitig war er ein Verfechter von schlichter „Gebrauchsmusik“.

So unterschiedlich seine Werke auch sein mögen, eine Kategorie ist ihnen fast allen gemein: der musikalische Humor. Von der verschlafenen Kurkapelle, die die „Holländer“-Ouvertüre verhunzt, bis zur lustvollen Wiederbelebung des Küchenlieds; von den Geigen, die als Mistfinken wie Piccoloflöten tirilieren, bis zum „wohltemperierten“ Ragtime: Das Hindemith'sche Humorpotential ist vielfältig.. Moderation: Niels Kaiser

22:00 bis 22:30 | Deutschlandfunk Kultur
Musikfeuilleton: Der Klang der Wolga – Die Musikstadt Kasan

Von Julia Smilga. Ein musikalischer Rundgang durch die traditionsreiche Millionenstadt. Kasan an der Wolga ist die Hauptstadt der autonomen Republik Tatarstan innerhalb der Russischen Föderation und liegt eine gute Flugstunde östlich von Moskau. Heute gilt Kasan als ein Musterbeispiel des friedlichen Nebeneinanders von Christen und Muslimen. Die Kulturpolitik fährt bewusst zweigleisig und fördert sowohl die westliche, akademisch genannte, Kultur als auch die tatarische Tradition. Das Nationale Sinfonieorchester Tatarstan wirkt außergewöhnlich jung besetzt, der Frauenanteil ist enorm hoch. Sein weicher, samtiger Klang begeistert die Kritiker. Was macht den musikalischen Geist der Stadt aus?

22:08 | Ö1
Tel Aviv – Haifa – Jerusalem: Neue Musik aus Israel (Teil 5)

Gestaltung: Susanna Niedermayr. Auf unserem Streifzug durch die diversen spannungsgeladenen Szenen für neue und experimentelle israelische Musik besuchen wir die drei größten Städte dieses so facettenreichen Landes, – Tel Aviv, Haifa und Jerusalem. Am Ende des Ö1 Schwerpunktes über Israel tauchen wir noch einmal in die reiche Musikgeschichte hinab.

23:00 | Ö1
Ö1 Kunstsonntag: Radiokunst – Kunstradio. Radiologische Lesung 5 – Absichtslose Zusammenkunft von .aufzeichnensysteme und Konrad Behr

mit Janine Müller, Armin Andraschko, Sabine Maier, Michael Mastrototaro, Jörg Piringer, Renate Pittroff, Christoph Theiler, Günter Vallaster u.a.

Die sprachliche Zusammenführung von Strahlenheilkunde und Funkwellenbereich signalisiert Durchleuchtungsabsichten, in diesem Fall gängiger Formate und Narrative. Durch wechselseitige Verwicklung in ihre umfangreichen akustischen Archive generieren die räumlich getrennten Probanden .aufzeichnensysteme / Wien und Konrad Behr / Bauhaus FM Weimar seit Anfang 2016 ihre Radiologische Lesung, ein dynamisches radiofones Format mit stets unabsehbarem Ausgang. In den Fokus der akustischen Zwiebelschalen aus intermedialen Exkursionen, extrovertierten Konversationen, improvisierten Stunts und Montagen gerät diesmal u.a. eine Absichtslose Zusammenkunft in Wien. (.aufzeichnensysteme, 2017)

23:04 bis 00:00 | WDR 3
WDR 3 Studio Neue Musik: Dimensionen der Zeit

  • Gérard Pesson: Rescousse, Marginalia für Ensemble; Ensemble Modern, Leitung: Brad Lubman
  • Bernd Alois Zimmermann: Tempus loquendi, Pezzi ellitici für Flöte solo; Michael Faust
  • Hans Zender: Zeitströme für Orchester; WDR Sinfonieorchester, Leitung: Hans Zender