Neue Musik und Urheberrecht


(nmz) -
Damit hier nicht nur über Neue Musik im Allgemeinen debattiert wird, möchte ich mal eine konkrete Sache ansprechen. Hat es eigentlich je den Fall eines Plagiatsprozesses in der Neuen Musik gegeben? Wahrscheinlich nicht. Nicht, dass nicht abgeschrieben würde - das passiert andauernd bzw. immer mehr, denn langsam gehen die neuen Spieltechniken aus, und so kommt es zwangsläufig zu mehr Ähnlichkeiten. Aber vor den Kadi geht wohl keiner, weil sich finanziell nichts holen lässt - eine Folge des Nischendaseins der Neuen Musik. Ganz so rechtefrei geht es aber doch nicht zu. Denn es gibt die GEMA.
05.08.2008 - Von Mirko Meier

Die Werkanmeldung bei der GEMA erfordert die Angabe fremder Anteile, und gegebenenfalls die Lizenz des fremden Urhebers. Was ist aber ein fremder Werkanteil? Das ist nicht nur ein juristisches Problem, sondern schlechthin ein ästhetisches, spätestens seit der Postmoderne. Und auf der anderen Seite ist durch die Möglichkeiten des Internet-Downloads und den Bearbeitungsmöglichkeiten am Computer alle Musik Material geworden. Dem steht ein veraltetes Urheberrecht gegenüber.

Es gilt nachzudenken, ob das gegenwärtige Urheberrecht den Technologien und der Ästhetik nach noch tragbar ist. Kopiert wird überall und ist (notwendiger) Teil der Kultur. Was bringt es, ein Werk zu schützen? Verliert ein Komponist (der Neuen Musik, wohlgemerkt) dadurch nennenswert Geld? Sind seine eigenen Partituren völlig rein von fremden Ideen? Ich bin zu diesem Thema angeregt worden durch eine "Musiktheater"-Aktion des Komponisten Johannes Kreidler, der demnächst bei der GEMA ein Elektronisches Werk mit 70200 (!) Zitaten anmelden wird, und dazu tatsächlich 70200 Formulare mit den notwendigen Nachweisen bei der GEMA hineintragen lässt. Das finde ich eine gelungene Sache, einen konkreten ästhetischen und politischen Aspekt wieder als Kunst zu thematisieren.

Ein heisses Eisen: Wie

Ein heisses Eisen: Wie prohibitiv ist der geltende Urheberrechtsschutz für die Verbreitung neuer Musik? Als Webseiten-Betreiber kommt man mit Audio- und Videofiles, grade auch mit selbstproduzierten, rasch ins Gesetzes-Gestrüpp. Was unser Stream-Portal nmzmedia betrifft, konnten wir mit der GEMA einen noch ertäglichen (wir verdienen mit dem Angebot keinen Cent, ok: wir “investieren”) Pauschalvertrag bekommen. Wollen wir eine DVD produzieren, müssen wir uns entweder mit den Komponisten direkt einigen oder über die GEMA anmelden. Die ihrerseits wieder die Komponisten anfrägt, ob sie in freier Verhandlung ihre Rechte selbst wahrnehmen wollen - oder sich durch die GEMA - gegen geringe :)) Gebühr vertreten lassen wollen. Solchen Bürokratie- Juristerei- und sonstigen Orga-Aufwand können sich eigentlich nur Big-Player leisten - und deren Hauptinteresse gilt - nachweislich - nicht der zeitgenössischen Musik. Völlig unberührt davon sind dann noch die Verhandlungen mit der GVL. Also verwende ich als Musik-Unterleger am besten ein Mozart-Midi-File, da bin ich auf der sicheren Seite … All das ist total kontraproduktiv und absurd. Wir verhandeln grade darüber, gute Musikfeatures von Rundfunkanstalten, die dort im digitalen Keller demagnetisieren - zu podcasten: Wegen der Rechtebeschaffung ein praktisch aussichtsloses Unterfangen. Total schade, schädlich, zerstörerisch.


Die von Dir, Mirko,

Die von Dir, Mirko, beschriebene Aktion von Johannes Kreidler finde ich auch ziemlich klasse - wo kann man Infos darüber finden?

Natürlich war die Musik der Klassik auch nicht frei von hunderten von gewollten wie unbewussten Zitaten, auch gibt es ja das Selbstzitat (kommt zum Beispiel bei Wolfgang Rihm sehr häufig vor!) , das man rein theoretisch auch anmelden müsste, wenn die Rechte des alten Stücks bei anderen Vertragspartnern liegen als bei dem aktuellen Stück.
Nichtsdestotrotz ist das Urheberrecht gleichzeitig Fluch wie Stütze des Kulturbetriebs, seine komplette Abschaffung würde aber nichts verbessern, sondern nur verschlechtern. Wie aber mit der Möglichkeit zum Mikrozitat, die es heute ja elektronisch auf bisher noch nicht dagewesene Weise gibt, umgehen? Ich weiß da keine schnelle Antwort.

Es gab übrigens mal tatsächlich einen Plagiatsprozess in der Neuen Musik, leider fallen mir die beteiligten Komponistennamen nicht mehr ein, da hatte einer eine Partitur eines anderen lebenden Komponisten bei einem Wettbewerb eingereicht und damit sogar gewonnen, natürlich ohne um Einverständnis zu fragen.
Fällt jemandem was dazu ein?


Über die Aktion von

Über die Aktion von Johannes Kreidler kann man hier einiges erfahren:
http://www.kreidler-net.de/productp…

Moritz, ich gebe Dir Recht, der Kulturbetrieb lebt auch von Tantiemen.
Ich denke, dass an dem AUFFÜHRUNGSmodus alles wie gehabt bleibt, aber beim Thema VERVIELFÄLTIGUNG muss sich etwas ändern - die Technologie ist unbarmherzig. Ich halte derzeit den Gedanken der Kulturflatrate für den Besten - mit allem Hickhack, den sie mit sich bringen würde.


...um Tantiemen wollen wir

…um Tantiemen wollen wir uns auch garnicht drücken - ganz im Gegenteil. Allerdings übersteigt derzeit der organisatorische Aufwand für die Rechtebeschaffung rein materiell betrachtet den Cash, der bei den Kreativen dann ankommt sicherlich um ein mehrhundertfaches. Ein Anachronismus, der die Unbeweglichkeit und die Erstarrung der Verwertungsgesellschaften traurig dokumentiert. Jetzt müssen wir schon im Schäuble-Totalüberwachungsstaat leben - und GEMA-GVL-VG-Wort bekommen keine einfache Online-Lizenzierung zustande…

Auf den Künstlerkrieg, der bei Einführung einer Kultur-Flatrate ausbräche, bin ich gespannt. Selten hab ich so viele hyänenähnliche Wesen geballt getroffen wie bei einer GEMA-Generalversammlung…


...bei einigen Bands

…bei einigen Bands funktionierts die teilweise sogar kostenlos Vervielfältigung und Verbreitung von Alben doch auch. Die Entscheidungsgewalt für solch eine Praxis sollte aber beim Urheber liegen, nicht bei der Verwertungsgesellschaft. Dafür käme aber auch ein gerüttelt Maß an Verantwortung hinzu: Wenn ich selbst deklariere, dass mein Streichtrio gemeinfrei ist, muss ich auch damit leben, dass RTL2 das für seine nächste Show unterlegt, Hans-Henning Kopierschwein das als “sein” Werk deklariert und ich dafür nie wieder einen Pfennig sehe geschweige denn meinen Namen unter der Aufführung. Richtig: das hat immer zwei (oder oft noch mehr) Seiten. Und um diese auch noch für die üseligste Missbrauchsnische abzudecken, schlagen wir uns mit einer Bürokratie rum, für deren Darstellung “Brazil” nochmal neu verfilmt werden müsste…


Die technologische

Die technologische Situation, die ja auch das gesellschaftliche Bewusstsein prägt, erzwingt einfach Reformen, und zwar zügig. Bei der GEMA werden sie ziemlich dumm aus der Wäsche schauen, wenn Kreidler mit Zigtausenden Formularen für ein Musikstück auftaucht - aber diese Quantitäten sind eben heute möglich. Und möglich ist eine große Verteilung von Kulturgütern, und da ist’s an der Zeit abzuwägen, ob an den Gütern die Monetarisierung oder die Verbreitung wichtiger ist.
Eine nicht unmögliche Option, beides zu zusammenzukriegen aber wäre wohl die Kulturflatrate. Die Herausforderung wird dabei sein, dass jetzt Musik endlich qualitativ bewertet werden muss; denn auf Downloadzahlen kann sich niemand stützen. Das gibt in der Tat Krieg - aber einen, der ohnehin fällig ist und die Widersprüche von Kunst, Technologie und Kapitalismus offenlegt. Immerhin: Schaden kann die Neue Musik dabei eigentlich nicht erleiden, oder? Sie ist sowieso so wenig ästhetisch mißbrauch- wie wirtschaftlich ausbeutbar.

Das zur Verbreitung von Kulturgütern. Das Andere ist ihre kreative Nutzung. Man stelle sich vor, für jedes Bartok-Pizzicato müsste man die Bartok-Erben um Erlaubnis fragen. Künstler müssen ihre Ideen weitergeben, das darf nicht durch Vorrang „geistigen Eigentums“ geblockt werden. Legalize it!


Nein danke, so bitte auch

Nein danke, so bitte auch nicht. Ich sollte als Künstler zumindest noch selbst entscheiden dürfen, wer wie warum (+ weitere w-wörter) meine Werke fleddern darf und wer nicht. Die Aushebelung des Urheberrechts dürft ihr im U-Bereich gern weiter mit solchen Revoluzzer-Attitüden weiterbetreiben, für E ist sowas denkbar ungeeignet. “Verbreitung” und “Mißbrauch” liegen denkbar nahe beeinander und man sollte schon sauber vor allem in Richtung zukünftiger Nutzung Regelungen schaffen, die Künstler nicht übergehen, Interesse der Rezipienten berücksichtigt (aber “alles für umme” kanns ja wohl auch nicht sein…) und unliebsame Bereicherung von Personen oder Institutionen, die zwischen beiden stehen, ausschließt. Dass eine übertriebene Blockung künstlerischen Eigentums ebenfalls negativ zu bewerten ist, ist ja richtig. Das Bartok-Pizz ist natürlich übertrieben, aber wenn ich da an einige Komponisten-Erben denke, die z. T. sogar Rezipieren und musikwissenschaftlich bedeutsame Arbeit völlig unmöglich machen, ist der Hinweis durchaus angebracht.


Das ist gut. Man sollte

Das ist gut. Man sollte einfach technische Spielweisen vielleicht patentieren lassen wie das Bartok-Pizz, das es schon bei Mahler gab und mit Sicherheit bei Haydn ;-)

Meines Erachtens gibt es nicht viele Wege heraus. Aber einen Missbrauch zu verhindern, das scheint mir ohnehin gar nicht möglich. (Siehe Liszt und Webern!)

Oder: Ist der Stockhausen in Zimmermanns Musique pour les soupers du Roi Ubu, Marche du décervellage gut Ding oder eher weniger.

Und vielleicht noch ein Gedanke: Was ist das für ein Zustand, in dem der Urheberrechtsschutz angeblich so hoch gefahren werden muss wie der vor Terroranschlägen seitens des Innenministers.


Johannes Kreidler komponiert

Johannes Kreidler komponiert ein halbminütiges Stück mit über 70.000 Zitaten, meldet es bei der GEMA an und protestiert damit gegen den gegenwärtigen Status Quo des Urheberrechts. Klingt nach guter, lustiger Idee. Aber gabs das nicht schon mal?

Sagt euch der Name John Oswald noch was? Das ist der kanadische Komponist und Medienkünstler, der 1988 eine Platte unter den Titel “Plunderphonics” herausbrachte, die ausschließlich aus montierten Zitaten aus der Rock- und Popmusik bestand. Diese Platte wurde von Oswald nicht verkauft, sondern verschenkt - unter anderem, um gegen den Status Quo des Urheberrechts zu protestieren (es ging ihm beispielsweise darum, dass Zitate fremder Musik frei sein sollten, genau wie bei Kreidler). Einige große Unternehmen der Musikindustrie sorgten per Gericht sehr rasch dafür, dass Oswald seine Platte einstampfen musste.
Oswald hat seine Position in vielen Aufsätzen und Vorträgen seit etwa 1985 veröffentlicht, das meiste ist auch im Netz zu finden.
Auf der zweiten Plunderphonics-Platte, die Oswald unter dem Titel “Plexure” 1993 herausbrachte, wieder ausschließlich aus Zitaten der Pop/Rockmusik (diesmal musste sie nicht eingestampft werden, warum auch immer, vielleicht, weil sie diesmal nicht verschenkt, sondern normal verkauft wurde; jedenfalls habe ich ein Exemplar davon im Regal) gibt es übrigens einen verblüffenden Vorläufer von Kreidlers Komposition: das Stück “Rip” am Anfang der Platte montiert in gut 30 Sekunden ca. 600 Zitate nach- und übereinander. Quantitativ ist das zwar nur ein Bruchteil von Kreidlers 70.000, aber qualitativ ist der Unterschied wohl nicht so groß - in beiden Fällen hört man nur noch ein rasendes Geprassel von Klangpunkten.

Was sagt uns das? Ich glaube, es wäre albern, zu behaupten, dass Kreidler Oswald plagiiert. (Obwohl das natürlich gerade in diesem Zusammenhang besonders schön wäre, eine geradezu ideale postmoderne Selbstreferenz). Eher trifft wohl zu, dass manche Gedanken eben nochmal realisiert werden müssen, wenn sie beim ersten Mal nicht überall angekommen sind.

Wiliam Gaddis (auch ein großer Kenner des Urheberrechts) lässt in seinem letzten Roman seinen todkranken Ich-Erzähler, der noch rechtzeitig vor dem Sterben sein großes Buch schreiben will, aber feststellen muss, dass alles, was er schreiben will, schon bei Thomas Bernhard vorkommt, folgendes sagen:
“Es ist nämlich meine erste Seite, mein Buch, er, Thomas Bernhard hat es plagiiert, noch bevor ich überhaupt eine Zeile davon zu Papier bringen konnte! Und es ist auch nicht das erste Mal. Er hat es davor auch schon getan. Oder danach? Na egal, jedenfalls Wort für Wort, der Beweis liegt hier irgendwo in dem Stapel. So gesehen ist der Diebstahl geistigen Eigentums eine Art Entropie des schöpferischen Prozesses (…)”
Und etwas später: “Hier schon wieder! Ist dir aufgefallen, dass dieser Bernhard mich dauernd zitiert?(…) Sogar die Vorstellung, dass jemand die Gedanken eines anderen denken könnte: meine Idee! (…) Ich bin seinen Gedanken gefolgt, wo immer sie auch hinführten, sodass meine Gedanken immer dort, wo seine Gedanken ihn hingeführt hatten, waren, das waren meine, nein, waren seine Worte (…)”

Zitiert nach: William Gaddis, Das mechanische Klavier, aus dem Amerikanischen von Marcus Ingendaay, München 2003.


Ich habe gerade erst

Ich habe gerade erst erfahren, dass hier meine Aktion beschrieben wurde und möchte gerne Herrn Bechert antworten. Sie haben ganz Recht! John Oswald (dessen Werke ich kenne) hat nicht ausgereicht. Im Gegenteil, es ist noch schlimmer geworden. Mittlerweile ist es möglich, Tausende Zitate zu verwenden, technisch einerseits und ästhetisch andererseits (z.B. als Erfahrung der ubiquitären Informationsmassen), und immer noch gibt es ein Urheberrecht, das Kulturgut zu “geistigem Eigentum” verbarrikadiert, wo gerade in der Neuen Musik mit ihrem Vermittlungsproblem das Gegenteil nötig wäre.

Aber zumindest ermöglichen die jetzigen technischen Quantitäten, das Problem noch besser inszenierbar zu machen. Ich muss mein Stück ja in dieser Form, mit den tausenden Formularen, anmelden, und diese Papierberge werden tatsächlich bei der GEMA ins Haus getragen werden. Das wird also ganz materiell existieren und muss abgearbeitet werden.

(Womöglich mache ich mich dadurch nicht nur bei der GEMA unbeliebt, sondern auch noch bei Umweltschützern, wegen des Papierverbrauchs und bei allen Komponisten, die danach Werke anmelden wollen, weil die GEMA-Verwaltung erst mal ein paar Monate nur mit meinem 33-Sekünder beschäftigt sein wird..)


Schön, wer alles hier nun

Schön, wer alles hier nun sich zu Wort meldet.

Ich finde die Aktion von Kreidler vollkommen richtig, unabhängig davon, ob Oswald ähnliches gemacht hat oder nicht. In seiner Plunderphonics-Platte “Plexure”, die er in rasantestem Schnitt gegen Ende alles sich überschlägt. (Anderer Ausschnitt).

Ich denke, Kreidler macht den Irrsinn mit so einer Aktion eben deutlich. Und zwar nur diesen, jetzt. Andere wären auch noch auf eine ebenso kreative Weise zu erfinden.

Denn, meine Frage, welche lebenserhaltende Funktion spielt denn die GEMA überhaupt für die sog. Kreativen - neben den Topstars der Branche.


Ich möchte hier anmerken,

Ich möchte hier anmerken, dass dass 33-sekündige Stück von Johannes, das man ja auf seiner Website anhören kann, dazu noch wirklich gut und musikalisch interessant ist (wie Oswald übrigens auch)- ist ja auch nicht ganz unwichtig, denn das macht die Aktion noch besser. Grosses Lob!

Ich bin übrigens sehr gespannt, wie die GEMA-internen Reaktionen aus der Chefetage sein werden, die ich ja über diverse Kanäle mitbekommen werde, ich werde das hier gerne berichten. Ich kann mir ehrlich gesagt nicht vorstellen, dass die das alles abarbeiten werden, irgendeinen Grund werden sie finden.

Wir sind uns einig: ohne Urheberschutz geht es nicht, mit Urheberschutz im “klassischen” Sinne aber auch nicht. Ich denke auch, dass es im Internet ziemlich bald auf Allgemeinabgaben ähnlich wie beim Kopieren hinauslaufen wird, anders können Erflogsseiten wie “youtube” gar nicht mehr aufrechterhalten werden (inzwischen gibt es übrigens die Weiterentwicklung “revver”, da kann man dann über Werbeeinnahmen sogar als User kassieren).
Ich fürchte nur, dass davon vor allem die grossen Konzerne mit einem grossen Stall von Rechten profitieren werden, der einzelne Urheber wird da ziemlich leer ausgehen.

Die GEMA ist weit davon entfernt, Lösungen für diese Probleme zu erarbeiten. Ich hatte neulich eine interessante Diskussion mit einem der GEMA-Juristen über das Problem, dass ARD und ZDF zunehmend nur noch buyout-Musik (rechtefrei) verwenden, wenn es um live-streaming von Fernsehsendungen geht, einfach deswegen weil die GEMA so komplexe Abrechnungsforderungen stellt und die Rechtslage vollkommen wirr ist. Dabei wurde klar, dass dieser Herr nicht die geringste Ahnung von neuen Medien hatte - er hielt zum Beispiel podcasts für ein vollkommen unwichtiges “privates” Medium.
Dabei sind gerade podcasts ein Beispiel für eine Medienveränderung, die von der GEMA gefährlich unterschätzt wird.
Inzwischen hört die ipod-Generation eindeutig mehr podcasts als normales Radio, das ist jedem klar. Auch jedem klar ist, dass das klassische Radio und Fernsehen bald ausgedient haben werden, die amerikanische Filmindustrie bereitet sich übrigens schon jetzt auf das Internetfernsehen vor, darum ja zum Beispiel vor kurzem der Drehbuchautorenstreik und wahrscheinlich bald der Schauspielerstreik - Entwicklungen, die wir in Europa schlicht und einfach verpennen.
Die Rechtelage für die Verwendung von geschützter Musik bei podcasts in D ist so komplex, dass es zum Beispiel buchstäblich unmöglich für einen Privatpodcasterzeuger wäre, einen podcast über Neue Musik zu machen, in dem auch Werke von uns vorkommen, er müsste unzählige Formulare ausfüllen und auch Unsummen zahlen, selbst wenn er nur 500 Hörer hat. Das macht natürlich keiner, insofern läuft in podcasts ausschliesslich rechtefreie Musik von irgendwelchen buyout-Konzernen, die dies als Werbung für ihre promoteten Künstler benutzen.
Die Chance für einen jüngeren Menschen von heute in einem Hörmedium Neuer Musik zu begegnen, nimmt also viel drastischer ab, als es allen bewusst ist, sie tendiert nämlich inzwischen gen Null. Also überhaupt nicht mehr!

Wir schützen also einerseits uns Urheber, aber Gewinner sind am Ende doch die grossen Konzerne, denen diese ganzen Kapriolen um Urheberrechte überhaupt keinen Schaden zufügen können, tatsächlich können sie NOCH mehr von ihrer Kommerzscheisse an den Mann bringen als vorher, weil wir uns nicht einig sind, wie man ein simples System für Vergütungen bei podcasts einführen kann, dass es ermöglicht bei Sendungen auch anspruchsvolle Musik zu verwenden.

Da das Durchschnittsalter bei GEMA-Hauptversammlungen ca. 70 Jahre beträgt, wird es auch noch ein Weilchen dauern, bis der Großteil der Kollegen diese Probleme auch nur im Ansatz begreift, nur ist es dann natürlich schon zu spät.


Schön, daß die Beiträge

Schön, daß die Beiträge nun immer interessanter und endlich wieder konstruktiv werden. Ich halte die Idee von Kreidler auch für gut. Ob sie etwas bewirken wird? Man wird sehen. (Ich verstehe schon, daß daran wohl viele zweifeln werden - alleine wegen der institutionellen Lage: die GEMA ist momentan überfordert und zu schlecht informiert bzw. zu unflexibel und wir Künstler können gleichzeitig nicht alle juristischen Dinge verstehen; man redet also schön aneinander vorbei, derweil uns andere zu überholen drohen; ich erinnere mich an ein Treffen mit einem alten Juristen vor etwa zehn Jahren, der mir - als ich kurz vor Beginn meines Musikwissenschaftsstudiums stand - riet, gleichzeitig auch noch Jura zu studieren. Der Bedarf an Leuten, die ästhetische und juristische Fragen unter einen Hut zu bringen und zu bewerten wüssten, würde in ein paar Jahren sehr steigen… Wie recht der Mann hatte! Ich bin aber trotzdem froh, daß ich kein Jurist geworden bin ;-).
Aber auch, was die künstlerische Seite der Aktion angeht, bin ich pro Kreidler - und übrigens live vor Ort dabei (im Blaumann… ich darf die vielen Kisten mit den Anträgen, die - Gerüchten zufolge - schon Kreidlers Wohnung verbauen, in das GEMA-Gebäude tragen…).


Lieber Moritz, danke für

Lieber Moritz, danke für die lobenden Worte!

Mit dem Podcasten helfe ich mir so, dass meine Musik von einem Server in San Francisco aus auf meiner Website abgespielt wird. Ob ich damit gänzlich aus dem Schneider bin weiß ich nicht (ob es überhaupt jemand weiß?), aber den Tag, an dem Podcasten rechtlich in Deutschland geklärt wird warte ich jedenfalls nicht ab.

Der beschriebene Generationenkonflikt ist das Eine, hinzu kommt die Einkommensdifferenz. Wolfgang Rihm ist eine Autorität, aber sicher auch Spitzenverdiener und darum nicht überraschend Unterzeichner des Briefs an die Kanzlerin mit der Bitte um Schutz des geistigen Eigentums. Das darin behauptete Eintreten für die “Jungen” ist jedenfalls so falsch wie noch andere Behauptungen darin (siehe den nmz-Artikel dazu von Martin Hufner in der Ausgabe 06/2008). Also selbst unter den Komponisten Neuer Musik wird kein Konsens entstehen, wenn auch die Rihm-Fraktion, so vermute ich, in der Minderheit ist. Da bin ich froh, dass die Technik erst mal schneller ist und Entscheidungen erzwingt, und die werden anders sein als das bisherige Urheberrecht, die die GEMA-Rentnerschaft gewöhnt ist.

Ich möchte aber noch mal klar sagen: Es muss Möglichkeiten geben, Kreativität monetär zu belohnen. Ich plädiere vor allem für ein solideres Auftragswesen, das bestenfalls die Tantiemen ganz ersetzt. Die Gelder hierfür können ja vielleicht (auch) aus einer allgemeinen Abgabe auf Medien, allen voran das Internet bezogen werden. Ähnlich dient für uns Komponisten ja auch die GEZ, wenn wir vom Rundfunk beauftragt werden. Dass eine zweite GEZ natürlich auf massive Aversion treffen und die Verteilung der Gelder riesige Kämpfe heraufziehen wird kann man sich ausmalen, aber es ist unvermeidbar und man muss sich einfach dafür rüsten (außerdem findet das für viele Leermedien schon seit Jahren funktionierend statt).

Ich finde schön, dass die Position der Neuen Musik da eigentlich “Avantgarde” ist, hier müsste, von den GEMA-Granden abgesehen, die größte Bereitschaft zu erwarten sein, eben weil die Neue Musik ohnehin nicht wirtschaftlich ist / sein will und darum der abgewirtschafteten Musikindustrie auch bestimmt nicht Gefolge leisten will.
(Umso peinlicher, dass in dem “Brief” Rihm, Reimann und Eötvös neben DJ Ötzi, Scooter, Klaus&Klaus etc. stehen.)


Eine Minderheit kann aber

Eine Minderheit kann aber dennoch die stärkere Lobby sein. Man kann jedenfalls turbulenten Zeiten entgegensehen.

Ich finde prima, dass Kreidler seine Aktion “Musiktheater” nennt, das hat ja auch etwas Witziges. Ich werde kommen und dem Theater zuschauen!


Ein kleiner Nachtrag zur

Ein kleiner Nachtrag zur Adorno-Diskussion:
Alban Nikolai Herbst:
“Adorno für uns alle!”

http://www.die-dschungel.de/ANH/txt…


[…] nicht der erste, der solche Dinge thematisiert. Im Neue-Musik-Blog der NMZ, auf dem sich ein sehr lesenwerte Diskussion zum Thema entwickelt hat, meint ein Ernst Bechert: Sagt euch der Name John Oswald noch was? Das ist der […]


[…] zum Thema ist auch bei nerdcorre zu finden und bei Szene Neue Musik gibts eine ausführliche […]


[…] sehr interessanter Beitrag dazu auch von “Szene neue Musik“. No Comments “neue musik”, gema, kreidler, protest, urheberrecht […]


@mehrlicht: Es geht NICHT

@mehrlicht: Es geht NICHT darum, dass künstlerisches Engagement, insbesondere das kreative, auch monetär entgütet wird.
Es geht darum, dass das derzeitige Urheberrecht, teilweise manifestiert in einer Institution namens GEMA und derren Bedinungen, Reglementierungen, Formularen, Bedingungen, Verboten etc., UNBRAUCHBAR ist.
Johannes Kreidler spricht in seinem Beitrag beispielsweise eine Kulturflaterate an.
So wie es bisher gegeregelt ist, wird das derzeitige Urheberrecht jedenfalls derzeitigen und künftigen Anforderungen nicht gerecht. Beweis: Die vielen, vielen Diskussionen, und insbesondere die, die Johannes Kreidler mit seiner Aktion angeregt bzw. proviziert hat.


Die Aktion ist ok, die

Die Aktion ist ok, die Argumente sind es nicht. “Derzeitige und künftige Anforderungen” lassen sich nicht mit einer Bierdeckellösung vom Tisch wischen, daran sind schon ganz andere gescheitert… Viele vergessen auch, dass die neuen Medien in stetiger Entwicklung begriffen sind, das Internet ist keine Schallplatte, deren urheberrechtliche “Vita” viel leichter zu (er)klären ist. Wenn die Aktion auf Haudrauflösungen abzielt, lehne ich sie ab. Diskussionen sind auch müßig, weil keiner von uns (Kreidler und Konsorten - also mich ebenfalls *g* - würde ich gerne einbeziehen, ansonsten säßen wir ja wohl in entsprechenden Gremien der GEMA, oder?) soviel Weitsicht und Kompetenz besitzt, dass er a) die bestehende Situation in allen Facetten richtig und vor allem sachlich (also exklusive Lobbydenken, egal in welcher Richtung) wiedergeben und b) angesichts der komplexen Organisation und Rechtslage in ebensolcher Kompetenz eine Lösung anbieten kann. Da ist also Personal INNERHALB der GEMA gefragt, das im Metier drinsteckt, dieser Generationenwechsel hat sich leider nicht vollzogen - die neuen Medien haben in dieser Beziehung ein nicht zu unterschätzendes Eigentempo.


...warum sitzt Ihr nicht in

…warum sitzt Ihr nicht in diesen Gema-Gremien? Dort fühlt sich teilgemafinanziert ein teils derart schräges Völkchen zuhause, das dann immer auch noch einen GV-Vertreter wählen darf (zum Beispiel: Ole Seelenmeyer, Deutscher Rockmusiker-Verband). Nix gegen Rock - aber nicht mal damit hat die “Seele” viel zu tun. Beim Zustand der GEMA hat jede korrektive Intelligenz eine Chance.Also los…


Ich sehe das im Bereich der

Ich sehe das im Bereich der E-Musik vor allem als Aufgabe der ordentlichen Mitglieder, sich dort zu engagieren. Korrektive Intelligenzen machen aber schon die über Jahrzehnte aufgeblähten Strukturen zunichte, als Einzelperson und lediglich außerordentliches Mitglied habe ich dort etwa den Status einer Amöbe. Und wer hat schon Lust auf eine Karriere im größten Kleingärtnerverein Deutschlands!?


Theo Geißler hat Recht.

Theo Geißler hat Recht. Mehrlicht auch. Die GEMA muß sich natürlich auch personell verändern. Anders wird der Anschluß an die aktuellen Entwicklungen nicht funktionieren.
Allerdings besteht schon ein Interesse, für die GEMA zu arbeiten. Es gibt und gab immer auch mal Initiativen (u. a. von Moritz Eggert, der neben seinem Komponieren es auch noch schafft, als Volljurist durchzugehen, weil er wirklich bescheid weiß… :-), die auf mich den Eindruck machten, daß sich dort Personen äußerten, die sehr wohl bei der GEMA arbeiten könnten (es aber bestimmt nur teilweise wollen).
Aber auch darauf könnte ja die Kreidler-Aktion - wenn sie gelingt - aufmerksam machen: daß die GEMA sich in mehrfacher Hinsicht modernisieren muß…


Das ist zuviel des Lobes,

Das ist zuviel des Lobes, Arno, ich bin nun wirklich kein Jurist, weil ich mal versucht habe die GEMA-Anträge zu verstehen und zu erklären - wer bei dem Paragraphenwust bei der GEMA durchschauen will, braucht eine unglaubliche Stamina und Einarbeitungswilligkeit wie zum Beispiel Jörg Evers (Präsident DKV, der schleppt immer mehrere Aktenordner zu jeder Sitzung mit), aber selbst der ist machmal überfordert, obwohl er sich immer bemüht, alles zu verstehen. Das ist es leider, um etwas zu ändern, muß man sich unglaublich reinhängen, und wenn man versucht ernsthaft künstlerisch zu arbeiten wie die meisten von uns, ist das nicht leicht zu vereinen.
Andererseits ist die komplette Unkenntnis, die die meisten der Thematik entgegenbringen, schon erschreckend, und das gilt auch für die GEMA selber, wenn es um neue Technologien geht.
Natürlich ist es vollkommen richtig, dass diese sich im Moment sehr schnell und massiv verändern und das Schnellschüsse auch nichts bringen, ich wundere mich aber immer wieder, dass die GEMA nicht eine spezielle Abteilung unterhält, die mit jüngeren Leuten besetzt ist, die sich in der Thematik wirklich auskennen und Trends einschätzen können.
Nichts gegen die Kollegen im Aufsichtsrat etc., aber als Experten für Medientechnologie würde ich da keinen bezeichnen, vielen ist die Brisanz der Thematik noch nicht mal in Ansätzen bewusst, weil sie zuhause höchstens mal eine CD auflegen und gar nicht realisieren, was und wie man im Internet Sachen herunterladen kann. Ich glaube die GEMA könnte auch viele Sympathien erringen, wenn sie zum Beispiel bewusst den Kontakt zur Online-Community sucht (das geschieht schon, müsste aber mehr geschehen).

Aufgrund meiner Musik möchte ich wirklich nicht bei der GEMA “arbeiten” und habe mich ja auch im letzten Jahr aus vielen Verpflichtungen und Gremien dort herausgezogen. Aber ich nutze natürlich jede Gelegenheit, bei den Kollegen dort auf diese Problematik aufmerksam zu machen, und ich werde auch über die Kreidler-Aktion sprechen.


vollste Zustimmung, genau so

vollste Zustimmung, genau so meinte ich es auch.


Das Modell GEMA hat

Das Modell GEMA hat funktioniert solange die Distribution und Vervielfältigung der Werke noch von einer handhabbaren Anzahl von Institutionen bewerkstelligt wurde und solange die Vertriebsstellen inklusive Veranstaltungen und Kneipen mit Musik noch kontrolliert werden konnten.

Was hat sich nun mit den neuen Medien und dem Internet geändert? Es ist die Anzahl der Vervielfältiger und Vertriebler und es sind deren wirtschaftliche Absichten. Die überwiegende Anzahl der neuen Teilnehmer handelt ohne gewerblichen Hintergrund. Die Geschäftsmöglichkeiten werden erst durch gesetzliche Verbote geschaffen, die die Interessierten in kostenpflichtige Usenet-, Ftp-, P2P- oder sonstige Hosting-Dienste treiben. Ansonsten ist es so, dass die technische Entwicklung, die vor rund hundert Jahren Geschäftsmodelle durch Schallplatten oder Rundfunk ermöglichte, die Geschäftsmodelle nun Stück für Stück wieder einkassiert.

Natürlich ist das schade für die, die sich’s in der Verwertungskette kuschelig eingerichtet haben, und die wehren sich auch mit Zähnen und Krallen. Aber hey, das ist der Fortschritt. Wenn es im Internet unmöglich wird zu tauschen, dann werden die MP3s eben auf DVD gebrannt und auf der grünen Wiese getauscht. Und wenn das unmöglich wird, dann haben wir ein schlimmeres Problem als “Musik-Piraterie”.

Wie auch immer, ich selbst komme aus der Country- und Cajun-Ecke, und habe festgestellt, dass sich Selbstgebrannte im Truck nicht besonders gut halten. Nach dreimal Frust, weil der Player nicht mal mehr Mama Rosin erkennen wollte, besorg’ ich mir wieder die industriell gedengelte Ware und die Plattenfirmen meiner Lieblinge werden mindestens noch so lange gut verdienen, bis ich mir ein Radio mit Anschluss für den MP3-Player besorgt habe.

Zur Flatrate kann ich nur sagen: Wenn Flatrate für Künstler, dann auch bitte Flatrate für alle Autofahrer mit Kutschen ab 2000 ccm. Die Spritpreise können einem echt jeden Spaß am Cruisen verderben :)

Für “gerechtere Modelle” wende man den Blick nach Nord-Westen (?), England ist gemeint. Dort beginnt man den Internetverkehr mittels Deep-Paket-Inspection zu überwachen, um festzustellen, wer möglicherweise urheberrechtlich relevanten Inhalt runter- oder raufläd. Werden die Leute bei Illegalem erwischt, ist das für die Ertappten der Eintritt in die Drei-Schuss-Execution ihres Internetanschlusses. Eine Horrorvorstellung für jeden, der so was wie Briefgeheimnis für eine zivilisatorische Errungenschaft hält. Aber wer die Theorie des geistigen Eigentums in einer Welt, in der Lernen ein Überlebensgrundprinzip darstellt, in die gelebte Realität umsetzen will, der kann es sich nicht erlauben, zimperlich zu sein oder vor spezifischen oder allgemeinen Freiheitsrechten zurückzuschrecken. Und zuletzt gilt doch immer noch: Die Gedanken sind frei. Zumindest bis heute.

Nun ja, wir werden sehen was kommt. Möglich wäre auch, dass der Privatbesitz an Kulturgütern ganz abgeschafft (meint verboten) wird und die Wiedergabegeräte direkt jede Konsumption - noch bessere Rezeption - mit einem Konto verrechnen. Einfach mal eine kapitalistische Kulturenteignung, die sicherstellt, dass die bisherigen Geschäftsmodelle weiterhin funktionieren und der Staat über die Steuern auch weiterhin direkt partizipieren kann. Wie’s der neuen Musik helfen würde, weiß ich jetzt aber auch nicht.


Die Gema wird angeblich in

Die Gema wird angeblich in den nächsten Tagen auf Kreidlers Aktion reagieren:

Eine Sprecherin erklärte, die GEMA werde in den nächsten Tagen eine Stellungnahme zu Kreidlers Aktion veröffentlichen. Vorerst sehe man keinen Grund, den Künstler in der Ausübung seines Schaffens zu behindern.” (heise online)


[…] Ablehnung: Moritz Eggert (10), Komponist der Oper “Die Schnecke”, lobte im Forum Szene Neue Musik (11) nicht nur das Stück selbst als “musikalisch interessant”, sondern bekundete auch […]


[...] Zeitung-Interview //

[…] Zeitung-Interview // Telepolis // Sueddeutsche Zeitung // DIE ZEIT // Piratenpartei-Interview // NMZ-Diskussion // Heise-Diskussion // freie Radios // BR3 // DeutschlandRadio // Nerdcore-Diskussion // Ni siuiera […]


Das könnte Sie auch interessieren: