Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Aix-en-Provence«

Uraufführungen beim Festival in Aix-en-Provence: Kaija Saariaho und Samir Odeh-Tamimi

05.07.21 (Joachim Lange) -
Das gibt es bei diesem Festival normalerweise nicht. Aber Corona hat es möglich gemacht, dass in diesem Sommer nicht nur zwei Regisseure mit gleich je zwei gewichtigen Produktionen auf der Agenda der Festspiele in Aix-en-Provence stehen, sondern obendrein sogar zwei Uraufführungen (Kaija Saariahos Oper „Innocence“ und Samir Odeh-Tamimis „L’Apocalypse Arabe“).

Gemischte Gefühle: Die Festspiele in Aix-en-Provence mit „Le nozze di Figaro“ und „Falstaff“

03.07.21 (Joachim Lange) -
Im vorigen Jahr mussten die Festspiele in Aix-en-Provence ins Internet ausweichen. Jetzt sind sie live zurück. Die charmante Stadt wirkt im zweiten Coronasommer deutlich weniger überfüllt als sonst in dieser Jahreszeit. Beim Betreten des Théâtre de l’Archevêché gibt es neben den üblichen Sicherheits-, zusätzliche Kontrollen der Impf- oder Testnachweise.

Die höheren Künste des Recyclings – Das Festival in Aix-en-Provence 2019

08.07.19 (Frieder Reininghaus) -
Die erste Stunde gehörte einem seltenen Gast im sommerlichen Aix-en-Provence: Madame La Pluie ließ die Veranstalter und die vor den Absperrgittern wartenden zahlenden Gäste lange im Ungewissen. Doch dann wurden die Barockgeigen des Orchesters Pygmalion aus Bordeaux ausgepackt. Sie und die vielen prächtigen Kostüme, die unter kundiger Assistenz von Elisabeth de Sauverzac geschneidert worden waren, setzten sich dem Witterungs-Restrisiko aus. Gegen 23 Uhr begann eine Solostimme den zum Auditorium umgewidmeten Hof der Arvchevêché zu erfüllen. Sie intonierte, bald unterstützt vom Chor, ein mittelalterliches Graduale – als Einstimmung auf das Requiem von Wolfgang A. Mozart.

Oper als Therapie für’s Leben – Die 69. Musikfestspiele von Aix-en-Provence

11.07.17 (Joachim Lange) -
Eigentlich umweht die Oper ja immer ein Hauch von Ersatz-Therapie. Bei all dem, was da so passiert auf der Bühne. Beim Versuch ein Mensch zu werden, eine Beziehung zu retten, die Seele zu verkaufen, um reich zu werden oder mit den verführten Frauen ins Guinnessbuch zu kommen oder das Spiel von Intrige und Verwechslung am Ende unbeschadet zu überstehen. Auf der Bühne den Traum oder Alptraum des Lebens zu erleben, macht den Reiz des Genres aus.

Wahrheitserkundungen – La 68ème édition du Festival d’Aix-en-Provence

06.07.16 (Frieder Reininghaus) -
Im vergangenen Jahr gab es beim Festival d’Aix-en-Provence Ärger und Zensureingriffe wegen vier Köpfen und Osmins Rache-Orgie „erst geköpft und dann gehangen“. Martin Kušejs Inszenierung der „Entführung aus dem Serail“ wollte zeigen, dass von religiösen Fanatikern auch 2015 enthauptet wird. Um Wiederholungsfälle weiträumig zu vermeiden, schien Festivaldirektor Bernard Foccroulle heuer auf Nummer sicher gehen zu wollen.

Festival streicht Terrorszenen aus Mozart-Inszenierung

06.07.15 (dpa) -
Aix-en-Provence - Weder enthauptete Köpfe noch Fahnen mit Symbolen der Terrororganisation IS: Das Festival von Aix-en-Provence hat Anspielungen auf den islamistischen Terror aus der Inszenierung der Mozart-Oper «Die Entführung aus dem Serail» gestrichen. Regisseur Martin Kušej reagierte empört, das Publikum war dennoch angetan.

Das belagerte Festival – Auftakt zum traditionsreichen Opern- und Musik-Festival in Aix-en-Provence unter erschwerten Bedingungen

09.07.14 (Joachim Lange) -
Der erste Erfolg des 66. Festivaljahrgangs im südfranzösischen Aix-en-Provence war, dass er überhaupt eröffnet werden konnte. Derzeit rollt eine entschlossene Welle der Empörung durchs Land – und da sind die sogenannten Intermittents du spectacle, die Teilzeitkräfte im Kulturbereich ganz vorn mit dabei. Sie kämpfen um den Erhalt ihrer sozialen Absicherung und haben dann die größte Resonanz, wenn sie den französischen Festspielsommer in Frage stellen können. 2003 war so schon einmal das komplette Festival ausgefallen. So wie jetzt etliche kleinere Festivals, aber auch die Eröffnung des Theaterfestivals in Avignon.

Gedämpfter Schrecken in sensibler Klanghülle

04.09.13 (Frieder Reininghaus) -
Das Festival d’Aix-en-Provence ist zwar kleiner dimensioniert als die Salzburger Festspiele, doch anders als diese oder die Wagner-Festspiele in Bayreuth prägt es derzeit das Musiktheater in Europa nachhaltig und in erstaunlichem Umfang. Gerade auch mit den neuen Arbeiten, die regelmäßig präsentiert werden. George Benjamins auf dem Razo eines Troubadours des 13. Jahrhunderts basierende Oper „Written on Skin“, die Katie Mitchell im vergangenen Sommer in Aix, zwischen Hochmittelalter und Gegenwart changierend, fulminant inszenierte, wurde bereits in der vergangenen Saison von der Staatsoper in München und von dem Theater an der Wien übernommen; die Original-Produktion des von einer kannibalischen Pointe gekrönten Stücks kommt im November auch an die Opéra Comique in Paris. Die Oper Bonn bringt im September Magdolna Parditkas Neuinszenierung heraus. Der weitere Erfolgsweg dieser Beschwörung eines schönen und schaurigen Mittelalters mit effektsicherer moderat-moderner Musik scheint vorprogrammiert.

Konservative Pilotfunktion für die Opern-Durchreiche-Bruderschaft: ein Resümee zum Festival 2013 in Aix-en-Provence

11.07.13 (Frieder Reininghaus) -
Die der Oper und dem Konzert gewidmeten Sommerfestspiele in Aix-en-Provence erweisen sich derzeit als nach nachhaltigste Festival in der Luxus-Kategorie. Aix mag östlich des Rheins – aber dies ist wenig verwunderlich – nicht so viel mediale Aufmerksamkeit genießen wie Salzburg, das im deutschsprachigen Raum nach wie vor erste Adresse ist, oder gar wie Bayreuth, das zwar nun schon im zweiten Jahrzehnt in Folge kaum mehr durch künstlerische Leistungen hervorsticht, sondern nurmehr durchs Drumrum – durch Kinderprogramme sowie durch politische Gesinnungsbekundungen und erheiternde Unprofessionalität von Mitwirkenden.

Der Herzog, Gilda und Rigoletto in Carsen‘s Sommerfrische: Der Auftakt des Festivals in Aix-en-Provence

07.07.13 (Frieder Reininghaus) -
Im „Verdi-Jahr“ hat sich bislang kaum etwas ereignet, das nachhaltig in Erinnerung zu bleiben verspricht. Jens-Daniel Herzogs „Don Carlo“ am Nationaltheater Mannheim zum Beispiel, versetzt in die ziemlich operettenhafte Welt eines „geliebten Führers“ des 20. Jahrhunderts, blieb schon konzeptionell hinter den Erwartungen zurück.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: