Der Principal Conductor der Basel Sinfonietta ist der Mann für komplizierte Partitur-Fälle, der wohl gefragteste Dirigent unserer Tage für die moderne Oper(ninszenierung) und unermüdlicher Gestalter unaufführbar scheinender Ensemblenovitäten. Der geborene Zürcher beweist zudem in seinen Konzertprogrammen eine Repertoire- und Stilistik-Bandbreite wie kaum ein Zweiter. Engel studierte Musikwissenschaften und Philosophie in Zürich und Berlin sowie Dirigieren in Dresden. 2025 erhielt er den Schweizer Musikpreis. Ab der Saison 2026/27 wird er als Conductor in Residence an der Deutschen Oper Berlin das Profil des Hauses mitgestalten.
Titus Engel. Foto: Kauko Kipas
11 Fragen an Titus Engel
Welche Musik macht Sie stark?
John Adams’ Harmonielehre, Bruckners 7. Symphonie, Epitaph von Charles Mingus.
Bei welcher Musik werden Sie schwach?
Beim Klaviertrio Nr. 1 von Felix Mendelssohn d-Moll und bei Mozarts Symphonie Nr. 40 in g-Moll.
Bei welcher Musik stellen Sie sofort das Radio ab?
Country, Schlager, Deutsch-Rock.
Mit welcher Melodie sollte Ihr Handy klingeln?
Mit der Superformel von Karlheinz Stockhausens LICHT-Zyklus oder mit „Better Git It In Your Soul“ von Charles Mingus.
Wenn Sie „König von Deutschland“ wären, was würden Sie als Erstes tun?
Effektive, strenge Maßnahmen zum Klimaschutz verordnen, Antidiskriminierungsgesetze verschärfen, Vermögenssteuer einführen, Kulturbudgets auf 1% des BIP in die Verfassung schreiben, ein Musikinstrument für alle einführen.
Welches Talent würde man Ihnen nicht zutrauen?
Segeln.
Wie hieß Ihre erste Schallplatte?
De la Soul – „3 Feet High and Rising“.
Auf wen oder was können Sie am ehesten verzichten?
Markus Söders Foodblog.
Welches Musikstück erinnert Sie an das erste Rendezvous?
Das Klaviertrio Nr. 1 von Felix Mendelssohn d-Moll.
Woran starb Mozart?
Durch inneres Ausbrennen von soviel Schaffenskraft und Talent.
Welche Musik soll zu Ihrer Beerdigung erklingen?
Der 2. Satz von Johannes Brahms’ Sextett op. 18. Tieftraurig und zugleich tröstend. Und danach Bernsteins Ouvertüre zu Candide, um das Feiern nicht zu vergessen.
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