Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Titus Engel«

Gelungene Grenzüberschreitungen. Zum „Match Cut Festival“ an der Berliner Volksbühne

06.10.19 (Stefan Drees) -
Seit nunmehr zehn Jahren bemüht sich das Zafraan Ensemble mit unterschiedlichsten Projekten darum, die hermetische Abgeschlossenheit der Neue-Musik-Szene aufzubrechen. Die Überzeugung, man müsse lediglich die passenden Formate finden, um die Annäherung an zeitgenössische Musik zu erleichtern und ein neues Publikum zu erschließen, prägte auch den zweiten Teil des „Match Cut Festivals“, der am 3. Oktober 2019 in Gebäude der Berliner Volksbühne stattfand. Ein Erfahrungsbericht von Stefan Drees.

Theaterzauber: „Einstein on the Beach“ von Philip Glass in Genf

13.09.19 (Georg Rudiger) -
Menschen fliegen durch die Luft, ein Pferd zieht langsam seine Kreise. Die endlosen Dauerschleifen der Musik heben das Zeitgefühl auf, die formidablen Tänzer und Schauspieler der Compagnia Finzi Pasca die Schwerkraft. Nach knapp vier Stunden Sitzen kann man im Genfer Opernhaus zwar seine Beine kaum mehr bewegen, aber man möchte nicht eine Minute dieses Theaterzaubers missen.

Herausfordernder Musiktheaterabend – Michael Wertmüllers „Diodati. Unendlich“ am Theater Basel uraufgeführt

22.02.19 (Georg Rudiger) -
„Die Pausen sind kurz, die Reizdichte ist hoch, alles passiert gleichzeitig!“ sagt unser Kritiker Georg Rudiger. Er hat die Uraufführung von Michael Wertmüllers neuem Musiktheaterwerk „Diodati. Unendlich“ miterlebt. Das Ensemble hat ganze Arbeit geleistet, so zum Beispiel die bis in stratosphärische Höhen glasklare Sara Hershkowitz. „Eine Verbindung zwischen all den Elementen, die wie im Teilchenbeschleuniger umherschießen, gelingt an diesem Abend nicht. Aber vielleicht ist das auch zu konservativ gedacht für diesen herausfordernden Musiktheaterabend.“

Hans Op de Beeck entführt in Stuttgart das Publikum an den See der Tränen in Béla Bartóks „Herzog Blaubarts Burg“

04.11.18 (Joachim Lange) -
Diesmal hat die Burg weder Mauern noch Türen. Den Raum begrenzen auch im wortwörtlichen Sinne nur Planen. Die Zuschauer sind allesamt in der imaginären Kammer mit dem See aus Tränen gelandet. Hinter der Tür mit dem vielleicht beklemmendsten, traurigsten Raum in Blaubarts Burg. Zumindest in einem Alptraum, dicht in dessen Nähe. Diesmal fließt zwar nirgends das Blut, von dem Judith redet und das sie hinter all den geheimnisvollen Türen in Blaubarts düsterer Behausung wahrnimmt. Aber wir können es mit den Ohren sehen, mit dem Herzen fühlen. Sind eingestimmt auf die Dunkelkammern der Seele, ahnen, dass die Begegnung dieses Mannes und dieser Frau, ihr Versuch, sich einander zu nähren, ihr Drängen, sein Abwehren nur die Oberfläche sind.

Oper zum Umherwandern – Emmanuel Nunes’ „La Douce“ in der Werkstatt der Berliner Staatsoper

20.11.16 (Peter P. Pachl) -
Der 2012 verstorbene portugiesische Komponist Emmanuel Nunes, der in diesem Jahr seinen 75. Geburtstag hätte begehen können, hat es sich und seinen Zuschauern nie leicht gemacht, insbesondere wenn es um das Kunstwerk Oper geht. Seine bislang nur in Lissabon aufgeführte, über 30 Jahre hin entwickelte Goethe-Oper „Das Märchen“ hatte aufgrund der Dauer nicht nur die Zuschauer, sondern in ihren Ausmaßen auch die gigantischen Möglichkeiten des Teatro Nacional de São Carlos überfordert.

Donaueschinger Musiktage 2016 – Samstag: „Words and Voices“

Der filmische Querschnitt durch den zweiten Festivaltag in Donaueschingen stellt unter anderem Rebecca Saunders’ Werk „Skin“ für Sopran und 13 Instrumente vor. Neben Texten von Beckett und Joyce verwendet die Komponistin in diesem Stück zum ersten Mal auch selbst verfasste Textpassagen.

Auf die Erde gestellt – Karlheinz Stockhausen „Donnerstag“ aus „Licht“ am Theater Basel

26.06.16 (Georg Rudiger) -
In der linken Hand ein Glas Whiskey, in der rechten eine Zigarette. Die Band im Foyer des Basler Theaters hat noch Pause und wird erst nach und nach vom Dirigenten im roten Anzug zusammengetrommelt. Man trägt Schlaghosen und Langhaarperücke. Und gibt sich auch noch betont relaxt, als die sechsstündige Oper „Donnerstag“ von Karlheinz Stockhausen mit scharfen, gestanzten Akkorden im Blech beginnt.

Uraufführungsfragment – Offenbachs „Fantasio“ an der Komischen Oper Berlin

15.02.16 (Peter P. Pachl) -
Beim Begriff Valentinstag denken Bayern in erster Linie nicht an Sankt V., sondern an Karl Valentin, den geistreichen Münchner Querkopf – und eine in München spielende Opernhandlung über einen selbsterwählten Hofnarren aus dem Volk, der sich in eine Prinzessin verliebt hat, ist Offenbachs „Fantasio“, dessen Urfassung am Vorabend des Valentinstages in der Komischen Oper Berlin erstmals erklang.

Wo ist Kugel? – Die Oper Magdeburg eröffnet die Spielzeit mit Richard Wagners „Lohengrin“

19.09.14 (Joachim Lange) -
Wagners „Lohengrin“. Ein Schmuckstück! Ziemlich romantisch. Wann kommt schon mal der Ritter in der Not genau zum richtigen Zeitpunkt? Und das nicht nur als der Retter, sondern gleich noch als Mann für eine Liebesheirat, bei der das ganze Land aus dem Häuschen ist? Bei der brabantischen Prinzessin Elsa und dem Ritter, der mit dem Schwanenboot aus dem Nichts kommt, ist das so. Einziger Haken: er will inkognito bleiben.

„Extraschicht“ für das WDR Rundfunkorchester - Die Stummfilmmusik zu Karl Grunes Drama „Schlagende Wetter“

26.05.10 (Jens-Uwe Völmecke) -
Im vergangenen Februar wurde der stumme Kriminalreißer „Der Bettler vom Kölner Dom“ von 1927 im ausverkauften Klaus von Bismarck Saal des WDR erfolgreich öffentlich aufgeführt. Dieser Live-Aufführung waren im Januar 2010 bereits zwei TV Ausstrahlungen durch ZDF/ARTE mit der vom WDR in Auftrag gegebenen neuen Begleitmusik von Pierre Oser vorausgegangen. Schon am 18. und 19. Juni wird das Projekt „Stummfilmmusik“ nun fortgesetzt, und dies zu einem besonderen Anlass und in einer ganz besonderen Location.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: