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So viele Preise wie noch nie beim ARD-Musikwettbewerb +++ Europäischer Kurzfilm-Förderpreis geht an Werk aus Schweden
So viele Preise wie noch nie beim ARD-Musikwettbewerb
München (ddp-bay). Beim renommierten Internationalen ARD-Musikwettbewerb hat es in diesem Jahr so viele Preise gegeben wie noch nie. Insgesamt seien 16 Haupt- und 20 Sonderpreise vergeben worden, sagte der künstlerische Leiter des Wettbewerbs, Christoph Poppen, am Montag in München. Das Niveau sei «an allen Fronten ungeheuer hoch» gewesen.
Für die Ausscheidungen des 52. Wettbewerbs in den Fächern Gesang, Kontrabass, Trompete und Klarinette waren 467 Bewerbungen aus 51 Ländern eingegangen. 208 Kandidaten aus 39 Ländern wurden nach München eingeladen und stellten sich den insgesamt 48 Juroren. Es wurden Preisgelder in einer Gesamthöhe von 115 000 Euro ausgereicht.
Außer im Fach Klarinette wurden in allen Fächern erste Preise vergeben. Im Fach Gesang wurden die Mezzosopranistin Marina Prudenskaja (Russland) und der Bariton Kim Gérard (Korea) mit der höchsten Preisstufe ausgezeichnet. Einen ersten Preis erhielten auch der Kontrabassist Nabil Shehata (Deutschland) und der Trompeter David Guerrier (Frankreich).
Zweite Preise gingen an Andrea Lauren Brown (Sopran, USA), Measha Brüggergosman (Sopran, Kanada), Roman Patkolo (Kontrabass, Slowakei), Giuliano Sommerhalder (Trompete, Deutschland) und Oliver Patey (Klarinette, Frankreich).
Mit dritten Preisen geehrt wurden die Sängerinnen Julia Sukmanova (Russland), Günter Papendell (Deutschland) und Tyler Duncan (Kanada), der Kontrabassist Ödön Radz (Ungarn), die Trompeter Guillaume Couloumy (Frankreich) und Gabor Richter (Ungarn) sowie der Klarinettist Florent Pujuila (Frankreich).
In diesem Jahr wurden auch wieder mehrere Publikumspreise vergeben, über die die Zuhörer des jeweiligen Finales selbst abstimmen können. Sie gingen im Fach Kontrabass an Nabil Shehata, im Fach Gesang an Measha Brüggergosman, im Fach Trompete zu gleichen Teilen an Giuliano Sommerhalder und Guillaume Couloumy sowie im Fach Klarinette an Oliver Patey.
Der jährlich veranstaltete Internationale Musikwettbewerb der ARD zählt zu den angesehensten und bestdotierten Wettbewerben seiner Art in der Welt. Für viele heute weltberühmte Künstler war München ein Sprungbrett für ihre Karriere, so unter anderem für die Sängerin Jessye Norman, den Sänger Thomas Quasthoff, den Geiger Christian Tetzlaff oder den Schlagzeuger Peter Sadlo.
Die Preisverleihungen finden am 19. September nachmittags im Rahmen eines Festaktes im Münchner Prinzregententheater statt. Zu diesem Termin sowie bei zwei Preisträgerkonzerten am 18. September (Kammerkonzert, Prinzregententheater) und 19. September (Orchesterkonzert, Herkulessaal) stellen sich die jungen Künstler der Öffentlichkeit vor.
http://www.ard-musikwettbewerb.de
Europäischer Kurzfilm-Förderpreis geht an Werk aus Schweden
Ludwigsburg (ddp-bwb). Der schwedische Regisseur Mârten Klingberg ist Sieger des Wettbewerbs beim Europäischen Kurzfilmfestival in Ludwigsburg. Der Filmemacher erhält für seinen Kurzfilm «Viktor and his brothers» (Viktor und seine Brüder) den Europäischen Kurzfilm-Förderpreis der Wüstenrot Stiftung in Höhe von 15 000 Euro. Der ebenfalls auf 15 000 Euro dotierte Deutsche Kurzfilm-Förderpreis geht an den Film «Tag 26» von Andreas Samland, wie die Veranstalter am Montag mitteilten.
In Klingbergs Werk geht es um einen Familienkonflikt aus der Perspektive eines kleinen Jungen. Die fünfköpfige Jury begründete ihre Auswahl mit der konsequenten Erzählweise, den eindringlichen Bildern und den herausragenden Darstellern. Der deutsche Film «Tag 26» befasst sich mit dem Ende der Menschheit nach einer Katastrophe und überzeugte die Jury durch seine «handwerkliche Sorgfalt».
Mit weiteren Förderpreisen in Höhe von jeweils 7500 Euro werden die britische Produktion «Lift» von Marc Isaacs und der deutsche Kurzfilm «Ich und das Universum» von Hajo Schomerus ausgezeichnet. Ferner werden Preise für besondere Leistungen in den Bereichen Drehbuch, Kamera und Filmmusik vergeben.
Zu dem sechstägigen Festival mit dem höchst dotierten Kurzfilm-Wettbewerb Deutschlands strömten in diesem Jahr nach Veranstalterangaben insgesamt rund 7500 Gäste - 1500 mehr als 2001. Insgesamt wurden 210 Kurzfilme gezeigt, rund 60 im Rahmen des Wettbewerbs. Das Festival war nach dem Spielfilm-Auftakt im Juli zweiter Teil des Europäischen Filmfests Stuttgart/Ludwigsburg, das alle zwei Jahre stattfindet.