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Foto: Bauhaus Dessau

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Bauhaus-Manifest und Dessauer Erklärung

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Neue Bündnisse für die Freiheit von Kunst
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Die AfD in Sachsen-Anhalt nimmt in ihrem Wahlprogramm die historische Kunstschule Bauhaus ins Visier. Das weckt Widerspruch – von Kulturschaffenden, Verbänden, Kirchen. Kulturstaatsminister Weimer hat sie aktiviert.

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Wenige Wochen vor der Wahl in Sachsen-Anhalt machen sich Kulturschaffende, Handwerk, Architekten und Kirchen in einem „Bauhaus-Manifest“ für die Freiheit der Kunst und eine weltoffene Gesellschaft stark. Initiator ist Kulturstaatsminister Wolfram Weimer. „Gemeinsam machen wir deutlich“.

Der parteilose Politiker wird von der Deutschen Presse-Agentur wie folgt zitiert, „dass wir das Bauhaus und seine Prinzipien stärken und gegen jede Art von demokratiefeindlichen Angriffen verteidigen wollen.“

Das „Bauhaus-Manifest 2026“ unterstützen unter anderen die Akademie der Künste, der Deutsche Kulturrat, der Deutsche Designtag, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Museumsbund, der Zentralverband des Deutschen Handwerks sowie die Deutsche Bischofskonferenz und die Evangelische Kirche in Deutschland. Das Papier erinnert an die Anfeindung des Bauhauses durch das Nazi-Regime und mahnt zur Erinnerungskultur.

Auch wenn die AfD in dem „Bauhaus-Manifest 2026“ nicht erwähnt wird, liest sich das Papier als Gegenentwurf zu den Zielen der Partei, die in Sachsen-Anhalt eine Alleinregierung anstrebt. Sie will nach eigenen Angaben eine „patriotische Kulturpolitik“ und vorwiegend Kunst fördern, die „einen Beitrag zu deutscher Identitätsfindung leistet“.

Unterdessen hat die Kulturministerkonferenz eine sogenannte Dessauer Erklärung beschlossen. Die Länder erneuerten damit ihr Bekenntnis aus dem Jahr 2019 zu kultureller Vielfalt in einer freien, offenen und demokratischen Gesellschaft, wie die Staatskanzlei in Magdeburg mitteilte. Grundlegende Voraussetzung dafür sei die Freiheit der Kunst und der Meinungsäußerung in allen deutschen Ländern, frei von politischen Vorgaben und ohne Angst vor Sanktionen oder Zensur.

Am Rand eines Festakts im Bauhaus Dessau erklärte Sachsen-Anhalts Staatsminister und Minister für Kultur, Rainer Robra (CDU): „Das Bauhaus wurde einst aus politischen Gründen aus Weimar vertrieben. Dieses Kapitel unserer Geschichte mahnt uns, die Freiheit der Kunst niemals als selbstverständlich hinzunehmen. Mit der Dessauer Erklärung setzen die Länder erneut ein Zeichen: Kunst und Kultur müssen sich frei von politischer Einflussnahme und ohne Angst vor Sanktionen oder Zensur entfalten können.“

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