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Alle Artikel kategorisiert unter »Dessau«

Für Viola! Masterclass-Konzerte des IMPULS-Festivals 2020

21.10.20 (Roland H. Dippel) -
Neben Kooperationen nach außen wie beim Konzert am letzten Mittwoch im Steintor-Varieté Halle mit der Festival Alliance of Contemporary Music in Europe (F.A.C.E.) betreibt das IMPULS-Festival 2020 auch interne Synergien. Erstmals wurden die seit einigen Jahren intensivierten Nachwuchsprogramme für Komponisten und Instrumentalsolisten zusammengeführt. Werke entstanden für Interpreten aus den Meisterklassen und wurden in gemeinsamen Probenprozessen entwickelt. Seit Mai arbeitete man im Composer-Workshop mit der Komponistin Annette Schlünz an Verfeinerungen der kreative Initialzündungen. Zu hören waren die Ergebnisse bei einem Schulkonzert in Magdeburg (15. Oktober), im Grassi-Museum Leipzig (16. Oktober) und im Bauhaus-Museum Dessau (18. Oktober).

Ausbreitung des Coronavirus: Kurt Weill Fest vorzeitig beendet

12.03.20 (dpa) -
Das 28. Dessauer Kurt Weill Fest ist wegen der Ausbreitung des Coronavirus vorzeitig beendet worden. Laut einer Verfügung des Gesundheitsamtes der Stadt seien sämtliche öffentliche Veranstaltungen bis auf weiteres untersagt, davon sei auch das Musikfest betroffen, teilten die Veranstalter am Donnerstag mit.

Wechsel der Intendanz des Weill-Festes Dessau

23.02.20 (dpa) -
Dessau-Roßlau - Kulturmanager Jan Henric Bogen zieht sich von seinem Posten als Intendant des Kurt-Weill-Festes Dessau zurück. «Er hat um die vorzeitige Auflösung seines Vertrages gebeten», sagte der Präsident der Kurt-Weill-Gesellschaft, Thomas Markworth, am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Zuvor hatte MDR Kultur berichtet. Bogen hatte erst mit Beginn dieses Jahres die Leitung übernommen, sein Vertrag war bis 2022 geschlossen worden.

„Die Sache Makropulos“ in Dessau: Triumph für Iordanka Derilova

04.02.20 (Roland H. Dippel) -
Es besagt viel über gegenseitiges Vertrauen, wenn sich ein Haus mit Gastspielbetrieb wie das Theater Schweinfurt aus dem Angebot eines langjährigen Partners, des Anhaltischen Theaters Dessau, gezielt Leoš Janáčeks intensive, aber vom breiten Publikum ungeliebte Oper „Die Sache Makropulos“ heraussucht: Dieses Vertrauen in Qualität, Leistung, Überzeugungskraft und Publikumsbindung ist vollauf berechtigt. Die zweite Vorstellung der Neuproduktion im sträflich leeren Dessauer Theater am Friedensplatz wurde zu einem Triumph des Ensembles des Anhaltischen Theaters und vor allem der Sopranistin Iordanka Derilova.

Musikalische Glanzleistung: Dvořáks „Katja und der Teufel“ in Dessau

03.06.19 (Roland H. Dippel) -
Antonín Dvořák wollte in seinen letzten Lebensjahren nur noch für die Bühne komponieren. Vor „Rusalka“ vollendete er eine andere Märchenoper, die seit ihrer Uraufführung im Prager Nationaltheater 1899 in Tschechien zum Standardrepertoire gehört, sich aber im deutschen Sprachraum nach der Erstaufführung 1909 in Bremen nicht behaupten konnte. Ein kaum entschuldbares Versäumnis. Das Anhaltische Theater Dessau macht mit dem hierzulande unterschätzten Werk bekannt. Man feierte „Katja und der Teufel“ („Čert a Kača“) auch nach der zweiten Vorstellung mit langem Jubel. Eine Empfehlung von Roland H. Dippel.

Mut zur Erneuerung und Rolle rückwärts

08.05.19 (Andreas Hauff) -
„Mut zur Erneuerung“ verkündet das Motto des 27. Kurt-Weill-Festes in Dessau-Roßlau. Gemeint ist damit in erster Linie die Rückbesinnung auf den Geist der Jahre 1925 bis 1932, als das Bauhaus seinen Sitz in Dessau hatte. Dessen Erbe wird in der Stadt an der Mulde inzwischen sehr bewusst gepflegt. Als Höhepunkt der Jubiläumsveranstaltungen zum 100-jährigen Bestehen des 1919 in Weimar begründeten Instituts sieht man der Eröffnung des neuen Bauhaus-Museums im September entgegen. „Mut zur Erneuerung“ lässt sich aber auch auf die Gegenwart beziehen.

Luxus im Wohncontainer – Giacomo Puccinis „Manon Lescaut“ am Anhaltischen Theater in Dessau

08.04.19 (Joachim Lange) -
Die junge Manon steht zwischen zwei Männern. Auf der einen Seite der leidenschaftliche, aber arme Student Des Grieux. Auf der anderen der reicher Steuerpächter Geronte. Sie entscheidet sich erst mal für’s Luxusleben. Als der Student wieder auftaucht, will sie aber doch mit ihm fliehen. Der Alte verhindert das, sie landet im Knast, wird nach Nordamerika verbannt. Er folgt ihr freiwillig. Aus Liebe. Kann sie aber nicht vorm Verdursten in der Wüste bewahren. Puccini trat mit seiner „Manon Lescaut“ 1893 bewusst gegen Massenets damals schon erfolgreicher Version des Stoffes an. Auch wenn er dafür keine Wunschkonzertnummern komponierte, die mit denen aus Bohème, Tosca oder Butterfly mithalten können, so schwingt er allemal den großen emotionalen Orchesterpinsel. Das alles gelingt in Dessau vorzüglich, meint unser Kritiker Joachim Lange.

Nach dem Schuss ist vor dem Schuss – Ballettabend am Theater Dessau

23.01.19 (Joachim Lange) -
Tomasz Kajdański macht aus der Carmen-Suite von Rodion Schtschedrin nach Bizets Oper und Manuel de Fallas „Der Dreispitz“ am Anhaltischen Theater Dessau einen packend unterhaltsamen Ballettabend.

Der Fisch und sein Kopf

12.11.18 (Burkhard Baltzer) -
Fast sah es so aus, als wollte das Bauhaus in Dessau mal selber in den politischen Ring steigen, um sich – befeuert von Zurufen sachsen-anhaltinischer Landes- und Parteienvertretern – eigenhändig eine Niederlage zuzufügen. Wochenlangen negativen Schlagzeilen über eine Konzert-Absage folgte zwar eine Entschuldigung, doch man blieb bei der Absage. Die antifaschistische Punk-Band „Feine Sahne Fischfilet“ darf nun im Anhaltinischen Theater auftreten, das zwischenzeitlich auch schon einmal abgesagt hatte.

Das Schaf im Wolfspelz – Im Anhaltischen Theater Dessau gibt es Carl Maria von Webers „Freischütz“ als romantisches Märchen

28.10.18 (Joachim Lange) -
Carl Maria von Webers „Freischütz“ hat sein Päckchen zu tragen. Dass der Wurf von 1821 gar als deutsche Nationaloper apostrophiert wird und das Stück ist, in dem heute besonders gerne nach der deutschen Seele und vor allem nach den kollektiven Traumata im individuellen Schicksal gesucht wird – ist das eine. Dass er beim Publikum anhaltend beliebt ist, das andere. Trotz der viel mehr als die Musik von Weber deutlich vernehmbar gealterten, obendrein auch noch zum Teil gesprochenen Texte von Friedrich Kind. Aber welche Oper hat schon eine ganze Handvoll von wiedererkennbaren und (wenn man es könnte) sogar mitsingbaren Hits? Angeführt von Jungfernkranz, Jägerchor und Wolfsschlucht-Spektakel.
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