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Alle Artikel kategorisiert unter »Kulturpolitik«

Kulturpolitiker Hilmar Hoffmann gestorben: «Ein begnadeter Bettler»

04.06.18 (dpa, Sandra Trauner) -
Frankfurt/Main - «Das himmlische Konto scheint weit überzogen», sagte Hilmar Hoffmann kurz vor seinem 90. Geburtstag. Da saß er noch immer täglich am Schreibtisch, von 10 bis 13 und von 15 bis 18 Uhr. Der Wahlfrankfurter war weit mehr als einer der bekanntesten Kulturpolitiker Deutschlands. Er war ein Begeisterer und Überzeuger, ein Kämpfer und Visionär. Am Freitagabend brach er auf dem Weg ins Krankenhaus tot zusammen. Er wurde 92 Jahre alt.
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Hilfreicher Baustein einer europäischen Kulturpolitik

30.05.18 (Andreas Kolb) -
Am 21. März 2018 stellte der Europäische Musikrat (EMC) die European Agenda for Music vor. Die Initiatoren waren der Europäische Musikrat, die International Association of Music Information Centres und der Zusammenschluss der europäischen Musik-Export-Büros. Die ersten Vorüberlegungen für eine Europäische Musikagenda gehen bereits auf das Jahr 2013 zurück. Andreas Kolb unterhielt sich mit der Generalsekretärin des EMC, Ruth Jakobi, über die Agenda.

Edel und gut sind Stifter

03.05.18 (Olaf Zimmermann) -
Die erste rot-grüne Bundesregierung trat vor fast zwanzig Jahren mit dem Versprechen an, das Stiftungsrecht zu reformieren. Obwohl die Reform des Stiftungssteuer- und des -privatrechts sich keineswegs allein auf Kulturstiftungen bezogen, sondern selbstverständlich alle Stiftungen im Blick hatte, ist sie im Zusammenhang des kulturpolitischen Aufbruchs des Bundes zu sehen. Schon im Wahlkampf 1998 wurde eine erforderliche Reform des Stiftungsrechts als Argument für eine sichtbarere Kulturpolitik des Bundes angeführt. Nach der Regierungsbildung im Oktober 1998 wurde das Vorhaben in Angriff genommen und zuerst das Stiftungssteuerrecht, im Anschluss daran das Stiftungsprivatrecht reformiert.

Rechts zwo drei

01.04.18 (Theo Geißler) -
Es ist schon bitter. Da wird nachträglich als späte zarte Nachgabe zu seinem zehnten Geburtstag in Sachsen-Anhalt ein Musikfestival ausgehungert. Sein Name, ausgerechnet: „Impuls“ – ein Gestaltungsfaktor, den sehr viele andere Bundesländer nötig hätten. Den Landeszuschuss senkt Kulturminister Rainer Robra (CDU) eben mal um 50.000 Euro auf nur noch 100.000 mit dem Argument, Impuls böte „zu wenig Uraufführungen und zu wenig zeitgenössische Musik“. Unter das Festival-Publikum kann sich der Herr Minister nicht oft gemischt haben.

Leipziger Buchmesse 2018 – Franz Sodann im Gespräch

Mit Franz Sodann, dem kulturpolitischen Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Sächsischen Landtag, sprach nmz-Chefradakteur Andreas Kolb auf der Leipziger Buchmesse am Stand der nmz über die oftmals prekären Arbeitsbedingungen im Kulturbetrieb.

#unsalle

01.03.18 (Sven Ferchow) -
Meine letzte musikalische Verwirrung war eigentlich keine. Ordentlich angelötet vom örtlichen Maibaumfest nach Hause wankend (#summerof93, #bierzeltbombe) und am Maßkrug festklammernd (#affenliebe), schrammte ich daheim angekommen den elend langen Flur entlang (#blutamrauputz, #restblutimalkohol), trat statt der eigenen Zimmertür die des elterlichen Schlafzimmers auf (#willmannichtgesehenhaben) und schmetterte ein beherztes „Sierra Madre“ (#mussmansichmaltrauen), bevor mich ein versehentlicher, weil im Dunkeln gesetzter familiärer Fausthieb (#nasenbluten) ruhigstellte (#gewaltistkeinlösungsolangemannurdrüberspricht).

Spricht die Seele …

01.03.18 (Bojan Budisavljevic) -
Kulturmanagement und -beratung sind hip und in aller Munde einschließlich der dazugehörigen Köpfe. Sie sind, wenn noch nicht die Leitkultur der Kultur, so doch ihre immer härteren und enger gesteckten Leitplanken. Abermals aufklärerisch dabei diese Zeitung, lux in tenebris, mit ihrem entsprechenden Dossier (nmz 12/2017-01/2018), welches die Beratung und Management von Außen erfordernden Entwicklungen bei Theatern und Orchestern anhand der Beispiele aus Mecklenburg-Vorpommern und Rheinland-Pfalz minutiös aufdröselte.

Kurz-Schluss – Wie ich einmal aus gegebenem Anlass versuchte, einen halbwegs seriösen Beitrag für Politik & Kultur zu verfassen

21.02.18 (Theo Geiẞler) -
So: Es folgt an dieser Stelle ein teils ungewohnt sachlicher, nahezu informativer Text, offen gestanden nicht ohne die üblichen schrägen Quengeleien. Seit Monaten herrscht hierzulande gar grausig Gejaule über die politische Wackelpudding-Situation nach der Bundestagswahl. Angesichts zunehmend bräunlicher Färbung unserer moralischen Unterwäsche teils auch verständlich. Sorgen sollten wir uns auch über gewisse dynamisch-sozialpolitische Jusos machen, die versuchen, eine immerhin noch demokratisch getroffene Wahlentscheidung, die eine klare Regierungsmehrheit ermöglicht, durch ein Stürmchen in einem mittlerweile auf 16 Volumenprozent geschrumpften Partei-Flacon Marke SPD zu kippen. Ein interessantes Demokratieverständnis, sollten solche Grundrechen-Kunststücke künftig den demokratischen Zustand unseres Landes definieren. [Vorabdruck aus Politik & Kultur 2018/02]

Bayerischer Rockpreis wird der GEMA aberkannt

16.02.18 (PM - VPBy) -
Der neue GEMA‐Tarif für Jugendzentren verhindert seit 1. Januar 2018 viele Konzerte von Nachwuchsbands, so der Verband für Popkultur in Bayern e.V. (VPBy). Deswegen wird der GEMA der 2004 vom Bayerischen Kunstminister Thomas Goppel überreichte „Bayerische Rockpreis PICK UP“ als Novum in der Geschichte wieder aberkannt. „Die GEMA hat die damaligen Verleihungsgrundlagen leider nach 13 Jahren selbst abgeschafft“, so der Bernd Schweinar vom VPBy.
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