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Alle Artikel kategorisiert unter »Kulturpolitik«

Link-Tipps 2017/02

12.02.17 (Martin Hufner) -
Auch wenn viele von ihnen in den letzten Jahren verschwunden sind und die neuen häufig durch Professionalisierung etwas spröde wirken, sie sind nicht tot, die Blogs. Ein paar Kurzempfehlungen.

Grundrechte versus Ökonomisierung

03.02.17 (Dörte Schmidt) -
Auch wenn die Proteste gegen TTIP, TISA und CETA mit Recht den Bereich der Kultur und der Musik auf den Plan gerufen haben, sind die Debatten doch bisher vor allem über Symptome geführt worden. Die grundlegende, auch staatsrechtlich nicht triviale Bedeutung der dahinter verborgenen Ökonomisierung des Gemeinwesens und damit auch der kulturellen Infrastruktur ist dagegen kaum zur Sprache gekommen: Alle Träger kultureller Einrichtungen scheinen alternativlos zu Teilnehmern an einem globalen Markt zu werden – andere Möglichkeiten, Kultur und Gesellschaft global zu denken, treten dahinter zurück. Nicht selten geraten sie überdies in Gefahr, den populistischen Plädoyers für ökonomische wie kulturelle Abgrenzung das Wort zu reden – Konzepte wie Heimat oder Identität haben in ihrer Tendenz zum Essenziellen heutzutage etwas Janusköpfiges. Gerade vor diesem Hintergrund muss man offensiv die Frage stellen nach den verfassungsmäßig verankerten Verhandlungsräumen, die einer sich wandelnden Gesellschaft die Aushandlung der kulturellen Grundlagen ihres Staatswesens unter den Bedingungen einer globalen Welt erlauben – denn hier wird nicht „einfach nur“ über Kultur verhandelt, sondern am Ende über die Legitimation dieses Staatswesens als eines demokratischen.

Deutscher Bühnenverein: Theater und Orchester erfüllen wichtige demokratische Funktion

Neuer Geschäftsführender Direktor des Bühnenvereins Marc Grandmontagne setzt sich für Stärkung des politischen Diskurses ein – Theater und Orchester erfüllen wichtige demokratische Funktion in Zeiten gesellschaftlicher Spannungen

„Politik identifiziert sich weniger mit Kultur“

28.12.16 (Dorothea Hülsmeier) -
Intendant Wilfried Schulz im Gespräch. Was passiert, wenn ein Theater kein Haus hat? Es wird zur Wanderbühne. In Düsseldorf kämpft Intendant Wilfried Schulz für den Erhalt und die Bedeutung des Schauspielhauses.

Cellistin darf nicht bei Weihnachtskonzert in Teheran auftreten

27.12.16 (dpa) -
Der iranisch-armenischen Cellistin Melanie Awanessian ist der Auftritt bei einem Weihnachtskonzert in Teheran verboten worden. Der populäre iranische Popsänger Benjamin, in dessen Band die Christin Cello spielt, hatte am ersten Weihnachtstag ein Konzert in der Musikhalle des Milad-Turms in Teheran geplant. Obwohl das Kultusministerium alle notwendigen Erlaubnisse erteilt habe, sei der Band wenige Minuten vor dem Auftritt mitgeteilt worden, dass Awanessian nicht mit auf die Bühne dürfe. Alle Proteste hätten nichts genützt und der Platz der Cellistin sei bis zum Ende des Konzerts freigeblieben, berichtete die Nachrichtenagentur ILNA am Montag.

Kein Intendant müsste man sein

22.12.16 (Martin Hufner) -
Vor kurzem hat man in Dresden Serge Dorny als designierten Intendanten der Semperoper zuerst engagiert, dann abserviert und schließlich nach einer juristischen Odyssee abfinden müssen. Jetzt könnte sich in Berlin das gleiche ereignen. Auch der Castorf-Nachfolger an der Berliner Volksbühne, Chris Dercon, soll demnach sein Amt ab 2017 nicht antreten. Man munkelt so etwas in den Fluren der Berliner Gerüchteküchen. Fachleute mutmaßen, dass es am Ende um irgendwas zwischen drei und acht Millionen Euro geht, die man dafür aufwenden müsste, damit jemand nicht arbeitet.

Kolumne

Im Herbst wird der bayerische Landtag über den Haushalt 2017/18 entscheiden – und damit auch über die vom Tonkünstlerverband Bayern erbetene Erhöhung der Förderung für freiberufliche Musikpädagogen und Private Musikinstitute. Dabei handelt es sich um einen jährlichen Mehrbetrag von einer Million. Das erscheint zunächst viel.

Deutscher Musikrat: Post-Fuck-Tisch

09.12.16 (Theo Geißler) -
Es ist das sogenannte Wort des Jahres: „POSTFAKTISCH“. Bedeutet, das Irreale, das Nicht-Feststellbare hat einen vorzüglichen gesellschaftlichen Wert bekommen. Wir befinden uns also im fröhlichen Aufbruch der Gegenaufklärung. Trump, Petri, die Bertelsmann-Stiftung, Gabriel, die Deutsche Bank und ähnliche Silberfische schwimmen in diesem Teich. Jetzt auch der Deutsche Musikrat? Das jedenfalls lässt eine kürzlich veröffentliche „Pressemitteilung“ vermuten. Sie ist angeblich mit dem Präsidium (ca. 19 wichtige Persönlichkeiten des Musiklebens – siehe www.musikrat.de ) abgeschmeckt, in der Realität aber wohl in einem kleinen Gremium, wobei man – wie mir Präsident Martin Maria Krüger übermittelte – die sogenannte „Generalversammlung“ bewusst aussparte - für gut befunden w0rden. Es folgt der „Text“:

In welcher Kulturwelt wollen wir leben?

01.12.16 (Holger Kurtz) -
Das WLAN-Passwort ließ es bereits vermuten. Der Name des Intervalls, welches lange Zeit als dissonant galt, heute jedoch von den meisten als konsonanter Klang wahrgenommen wird, verband die Teilnehmer/-innen der Konferenz „SyncTank“ mit dem Internet. Verbundenheit bildete auch deren ständiges Nebenziel, denn vom 21. bis 23. Oktober 2016 kamen Studierende, überwiegend aus dem Bereich des Kulturmanagements, zusammen, um über die großen Fragen des Kulturmanagements zu diskutieren und sich über ihre Erfahrungen auszutauschen.

Insgesamt 8,2 Millionen Euro sind im Topf

01.12.16 (Martin Hufner) -
Das Parlament des Deutschen Bundestages zeigt sich zum Ende der Legislaturperiode spendabel. In seinen Beratungen zum Bundeshaushalt 2017 stellt man in kommenden Jahren zusätzliche 660 Millionen Euro für die Kulturförderung zur Verfügung. Um die Rock-, Pop- und Jazzmusik in Deutschland zu stärken, hat der Bundestag beschlossen, die bestehenden relevanten Strukturprojekte auszubauen, inhaltlich zusammenzuführen und durch weitere zu ergänzen. Insgesamt 8,2 Millionen Euro stehen 2017 für dieses Vorhaben zur Verfügung.
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