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Theater Plauen-Zwickau: Sparpläne vor nächster Spielzeit

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Finanzielle Engpässe sorgen am Theater Plauen-Zwickau für wachsende Unsicherheit. Welche Konsequenzen das für die kommende Spielzeit hat.

Das Theater steht erheblich unter finanziellem Druck. «Die Kosten steigen seit Jahren deutlich schneller als unsere Einnahmen», erläutert Geschäftsführerin Sandra Kaiser. Für das laufende Jahr wird ein Fehlbetrag von rund 1,3 Millionen Euro erwartet. Das hat Auswirkungen auf die Planung der nächsten Spielzeit. Das Programm dafür wird an diesem Dienstag (7. April) offiziell vorgestellt.

Um dem Negativ-Trend entgegenzuwirken, streicht das Theater drei große Produktionen pro Spielzeit - je eine in Schauspiel, Musiktheater und Ballett. Dies sei schon in der aktuellen Spielzeit umgesetzt worden, so Kaiser. Gleichzeitig würden das Gästebudget und das Inszenierungsbudget reduziert und Stellen nicht besetzt. Kaiser: «Weitere Strukturmaßnahmen befinden sich derzeit in der Vorbereitung.»

«Wir brauchen dringend eine auskömmliche Finanzierung»

Trotzdem geht die Theaterleitung nicht davon aus, das Defizit allein bewältigen zu können: «Wir brauchen dringend eine auskömmliche Finanzierung - dazu gehören dynamisierte Zuschüsse, ein reformiertes Kulturraumgesetz und endlich Planungssicherheit.» Der jährliche Anstieg des Defizits dürfte bei 500.000 Euro liegen. «Die Rücklagen sind aufgebraucht und im nächsten Jahr reicht die Liquidität nicht mehr aus, um alle Verbindlichkeiten zu bedienen», so Sandra Kaiser weiter.

Als Hauptursache der Finanzmisere gelten vor allem steigende Personalkosten, die mehr als 80 Prozent der Gesamtausgaben ausmachen. Tarifsteigerungen wirkten sich daher besonders stark aus. Gleichzeitig seien die öffentlichen Zuschüsse bislang nicht dynamisiert worden, während auch die kommunalen Haushalte unter Druck stünden.

 

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