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UNISONO fordert eine nachhaltige Lösung für die Oper Leipzig

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 Die mit rund 13.000 Mitgliedern bundesweit größte Interessenvertretung professioneller Musikerinnen und Musiker hat sich in einem offenen Brief an Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung gewandt. Der Verband fordert eine langfristig tragfähige und nachhaltige Lösung für die sich zuspitzende Finanzlage der Oper Leipzig. Ziel müsse es sein, die künstlerische Leistungsfähigkeit des Hauses zu sichern, einen Qualitätsverlust im Spielbetrieb abzuwenden und stabile Arbeitsbedingungen für die Beschäftigten zu gewährleisten.

„Publikum und Beschäftigte brauchen Sicherheit. Ein international renommiertes Opernhaus kann seine Aufgabe nur erfüllen, wenn es verlässlich planen kann – finanziell wie personell“, erklärt Geschäftsführerin Julia Hofmann. Trotz in der Vergangenheit gestiegener städtischer Zuweisungen sei die Oper Leipzig aufgrund der Rahmenbedingungen zunehmend in einer Situation, in der eigenverantwortliches wirtschaftliches Handeln kaum möglich ist. Während Tarifsteigerungen übernommen und Zuweisungen für Personalkosten entsprechend angepasst würden, stiegen die Kosten in allen übrigen Bereichen in einem Ausmaß, das ein Kulturbetrieb nicht aus eigener Kraft kompensieren könne.

UNISONO warnt vor einer Abwärtsspirale: Wenn nicht zielgerichtet gegengesteuert werde, drohten Einschnitte bei Anzahl und Qualität der Aufführungen. Auch die Arbeitsbedingungen der Beschäftigten könnten spürbar unter Druck geraten. „Das Risiko ist real: Sparzwang im Betrieb führt schleichend zu weniger Kunst, schlechteren Bedingungen und langfristig zu einem Verlust an Strahlkraft – für ein Haus, das zu den kulturellen Leuchttürmen Leipzigs zählt“, so Hofmann.

Der offene Brief knüpft zudem an die von Oberbürgermeister Jung als Präsident des Deutschen Städtetags angestoßenen Debatten zur kommunalen Finanzlage an. „Wir begrüßen und unterstützen ausdrücklich die von Burkhard Jung formulierten Impulse für neue Wege aus der kommunalen Finanzkrise und die Forderung nach neuen Gesprächsformaten“ sagt Hofmann.

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