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Foto: Juan Martin Koch

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Nachrichten 2026/03

Untertitel
Bayerischer Chorwettbewerb / Musikautor:innenpreis / MaerzMusik / Musikalische Bildung im Ökosystem Musik
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Begegnung: Bayerischer Chorwettbewerb 2026 +++ Musikautor:innenpreis für „Tau mich auf“ +++ MaerzMusik 2026: Miteinander +++ Musikalische Bildung im Ökosystem Musik – Kongress des Deutschen Musikrates an der Universität der Künste Berlin

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Begegnung: Bayerischer Chorwettbewerb 2026

Der Bayerische Chorwettbewerb ist ein zentraler Treffpunkt der bayerischen Chorszene – ein Ort der Begegnung, des künstlerischen Austauschs und der gezielten Förderung von Chormusik in all ihrer Vielfalt. Chöre aller Gattungen, Besetzungen und Altersstufen sind eingeladen, ihr Können zu präsentieren, sich weiterzuentwickeln und wertvolle Impulse für ihre musikalische Arbeit mitzunehmen. Eine besonderes Merkmal des Wettbewerbs liegt in der gro­ßen Bandbreite seiner Kategorien: vom Kinder- und Jugendchor über Frauen-, Männer- und gemischte Chöre bis hin zu Vokalensembles und Ensembles unterschiedlicher Stilrichtungen – von klassischer und zeitgenössischer Chormusik bis zu populären Formaten. Diese Vielfalt bildet die lebendige und facettenreiche Chorkultur in Bayern ab und ermög­licht einen fairen, differenzierten Leis­tungsvergleich auf hohem künstlerischem Niveau. Der 12. Bayerische Chorwettbewerb findet vom 6. bis 8. November 2026 in der Konzerthalle Bamberg statt und dient zugleich als Qualifikationswettbewerb für den Deutschen Chorwettbewerb 2027.

Musikautor:innenpreis für „Tau mich auf“

Der Deutsche Musikautor:innenpreis 2026 geht an die fünf Verfasser des Hits „Tau mich auf“ von Zartmann. Neben Zartmann werden auch seine Co-Autoren David Bonk (DaJu), Moritz Dauner, Jonas Kraft (Cuffa) und Aaron Lovac (Drumla) ausgezeichnet. Das Team vereint Musiker unterschiedlicher Stilrichtungen – von Klassik bis Cloud-Rap. Der Song entwickelte sich im vergangenen Jahr zu einem der größten deutschsprachigen Erfolge: „Tau mich auf“ erreichte Platz eins der offiziellen deutschen Single-Charts, hielt sich 36 Wochen in den Top 10 – so lange wie kein anderer deutscher Titel – und verzeichnete 187 Millionen Streams. Damit gilt das Stück als „Erfolgreichstes Werk 2025“. Die Akademie bezeichnete Zartmann als prägende Stimme einer neuen Generation deutschsprachiger Künstler. Der Preis wird seit 2009 vergeben.

MaerzMusik 2026: Miteinander

Vom 20. bis 29. März findet die diesjährige MaerzMusik in Berlin statt. Das Festival heißt die Besucher:innen erneut in einem Raum willkommen, „in dem das Zuhören zu einer Form des Miteinanders werden soll“, so die Veranstalter. Eröffnet wird die Maerz­Musik durch das Klangforum Wien mit Georg Friedrich Haas’„11.000 Saiten“, in einem weiteren Konzert spielt das Ensemble ein neues Auftragswerk von Laure M. Hiendl sowie Kompositionen von Luxa M. Schüttler und Gerhard Stäbler. Im Radialsys­tem präsentiert Jan St. Werner gemeinsam mit Erwan Keravec, Dirk Rothbrust und Louis Chude-Sokei „Music for Commons Sensed++“, die amerikanische Composer-Performerin Ellen Fullman ist mit ihrem „Long String Instrument“präsent, das in der St. Elisabeth-Kirche auf die Musiker:innen des JACK Quartet trifft.

Musikalische Bildung im Ökosystem Musik – Kongress des Deutschen Musikrates an der Universität der Künste Berlin

Am 25. und 26. März veranstaltet der Deutsche Musikrat (DMR) an der Universität der Künste Berlin den Kongress „Musikalische Bildung im Ökosystem Musik“. Damit will der DMR sich dafür einsetzen, „das Bewusstsein für die Musikalische Bildung zu stärken und deren Potenziale für Zusammenhalt, Inklusion, Integration, Demokratie, Transformation und persönliche Entfaltung zu würdigen“, wie es in der Ankündigung heißt. Im Fokus stünden dabei sowohl die Bedeutung Musikalischer Bildung für Public Health, transkulturelle und diversitätsorientierte Entwicklungen als auch ihre Relevanz für Wirtschaft und Sozialraum.

In sechs Podiumsgesprächen sowie mit Workshops und Präsentationen soll die gesamtgesellschaftliche Wirkung Musikalischer Bildung umfassend beleuchtet werden. Vertreten sind unter anderem Staatsminister Dr. Wolfram Weimer (Beauftragter der Bundesregierung für Kultur und Medien) und Prof. Dr. Markus Hilgert (Präsident der Universität der Künste Berlin) als Gastgeber. DMR-Präsidentin Prof. Lydia Grün bewertet abschließend die Ergebnisse, die in die weitere Arbeit des Deutschen Musikrats einfließen werden. Federführend moderiert von DMR-Generalsekretärin Antje Valentin werden über 40 Mitwirkende erwartet, darunter Prof. Dr. Dirk Brockmann (Center Synergy of Systems, TU Dresden), Prof. Dr. Claudia Männel (Neuropsychologin an der Charité), Jürgen Dusel (Beauftragter der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen), Dr. Motte (Rave the Planet gGmbH), Prof. Dr. Juliane Gerland (Universität Münster), Cymin Samawatie (künstlerische Leiterin des Trickster Orchestra) oder Dr. Michaela Stoffels (Referentin für Kultur und Bildung Deutscher Städtetag).

Für einen anregenden Austausch in Vernetzungsformaten sollen zudem vielfältige Impulse aus bundesweiten Projekten der Musikalischen Bildung sorgen – von Ensembles, Orchestern, Musikschulen, Konzerthäusern, Studiengängen, Kompetenzzentren und Zukunftslaboren.

Themen der Präsentationen und Diskussionen sind unter anderem der Stand der Musikalischen Bildung, der Nachwuchsmangel in der Musikpädagogik, inklusive Arbeit in der Musikalischen Bildung, neue Hauptfächer zwischen Innovation und Herausforderung für musikpädagogische Studiengänge, transkulturelle und diversitätsorientierte Entwicklungen in der Musikalischen Bildung, Musikalische Bildung und Public Health oder die Frage „Warum ist Musikalische Bildung wichtig für die Wirtschaft?“

Tages- und Zweitagestickets gibt es zum Preis von 10,- bis 44,- Euro (inkl. Tagungsverpflegung). Informationen dazu und zur Anmeldung sowie das komplette Tagungsprogramm sind auf der Webseite des DMR verfügbar: www.musikrat.de

Im Vorfeld des Kongresses gehen Online-Formate auf spezifische musikpädagogische Themen in einer Kombination von Impulsvortrag, Podiumsgespräch und Austausch mit den Gästen ein. Hier sollen Erfahrungsberichte und Impulse für den Kongress gesammelt werden. Dadurch soll die Vernetzung zwischen verschiedenen Bereichen der Musikalischen Bildung intensiviert werden, um hiervon ausgehend im Kongress die Verbindung Musikalischer Bildung in andere Sektoren zu untersuchen.

Die Teilnahme an den Pre-Events ist kostenlos möglich. Drei Online Pre-Events haben bereits stattgefunden und stehen als Aufzeichnung auf der Webseite des DMR zur Verfügung. Ein weiteres findet am 10. März von 18.00 bis 19.30 Uhr statt – Thema: „Die allgemeinbildende Schule als Ort Musikalischer Bildung?!“ Anmeldung und Infos unter www.musikrat.de


 

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