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Alle Artikel kategorisiert unter »MaerzMusik«

Die Stimme als sinnlicher Schlüssel zur Versenkung

17.04.17 (Franziska Buhre) -
So muss sich Carl Orff den Urwald erträumt haben: Es schnarrt und klappert, quietscht und rasselt aus vielen Richtungen, mit allem, was der gut sortierte Musikalienfachhandel an Perkussionsinstrumenten bereithält. Und das wohlgesittet nach Noten, die Wildnis hat im Konzertsaal schließlich bezähmt zu erklingen. Die Trommeldompteure sind Mitglieder des Ensemble Modern, die zu Beginn des Konzertabends „Re-inventing Smetak“ im Rahmen des Fes­tivals MaerzMusik im Zuschauerraum des Hauses der Berliner Festspiele zum durchorganisierten „…tak-tak…tak…“, so der Titel des neuen Werks von Arthur Kampela, ansetzen.

Walter Smetak und sein esoterisches Klanguniversum bei der MaerzMusik Berlin

30.03.17 (Dirk Wieschollek) -
Bereits 1982 war er Gast des DAAD und nahm am Festival der Weltkulturen „Horizonte 82“ teil, dann verschwand er wieder für Jahrzehnte von der Bildfläche Europas: Walter Smetak, der 1937 aus der Schweiz nach Brasilien ausgewanderte Universalmusikerkünstlerforschertheoretiker-esoterikerinstrumentenerfinder, der seine kompositorischen und klang-akustischen Experimente weitab der europäischen Nachkriegsavantgarde vorantrieb.

Musikalische Andacht bei Maerzmusik 2017: Eindrücke von „The Long Now“ im Berliner Kraftwerk Mitte

28.03.17 (Martin Hufner) -
Vor einem Jahr hat die 29-stündige Performance unter dem Titel „The Long Now“ eine Punktlandung hingelegt. Es war ein musikalisches Mysterium bei dem vor allem das Number-Piece „58“ von John Cage. Und damals schrieb ich: Hier fühle sich jede Musik wohl. Ein Jahr später ist das etwas zu revidieren.

MaerzMusik 2017: MUSIC FUND. Musikinstrumente für Geflüchtete

16.03.17 (PM) -
Die Berliner Festspiele starten mit MaerzMusik – Festival für Zeitfragen einen Aufruf zu Spenden von Musikinstrumenten, die dem Projekt Music Fund sowie Berliner Initiativen zugutekommen. Music Fund ist ein humanitäres Projekt, das seit 2005 Musiker*innen und Musikschulen in Krisengebieten und Schwellenländern unterstützt. Music Fund sammelt und restauriert Instrumente und stellt sie Projekten vor allem in Afrika, in Nahost und in Zentralamerika zur Verfügung. Im Rahmen von MaerzMusik gespendete Instrumente kommen unseren Partnerprojekten Al-Farabi Musikakademie und MitMachMusik – ein Weg zur Integration von Flüchtlingskindern e.V. in Berlin zugute.

MaerzMusik 2017: Festival beginnt mit Wieder-Entdeckungen von Catherine Christer Hennix und Julius Eastman

15.03.17 (PM) -
Mit Performances von Hassan Khan und Jace Clayton zur Eröffnung der Ausstellung „Let Sonorities Ring – Julius Eastman“ in SAVVY Contemporary und mit „The Electric Harpsichord“ von Catherine Christer Hennix im silent green beginnt am 16. März das Festival MaerzMusik 2017. Am 17. März findet im Haus der Berliner Festspiele das Eröffnungskonzert statt. Aufgeführt werden drei Werke für vier Klaviere von Eastman und eine Performance nach Frantz Fanon von Uriel Barthélémi mit Texten von Hassan Khan.

Postfaktische Blasenwürfe

06.03.17 (Rainer Nonnenmann) -
Wenn neue Musik gesellschaftskritisch sein will, dann soll sie zunächst einmal mit der Selbstreflexion ihrer eigenen Bedingungen und Möglichkeiten beginnen. Zu befragen wären ihre Materialien, Medien, Institutionen, Grenzen und Reichweiten auf potentielle Entqualifizierung, Verengung, Erstarrung und betriebsamen Leerlauf. Leider bleiben Wirkungs- und Bedeutungsansprüche neuer Musik oft bloßes Wunschdenken, leere Behauptung oder marktschreierische Werbung. Besonders Vertreter der Generation der gegenwärtig dreißig- bis vierzigjährigen sogenannten „Digital Natives“ oder „Millennials“ pos­tulieren gerne soziale Relevanz und Brisanz. Doch tun sie dies bevorzugt theoretisch, weniger durch ihre praktisch geleistete künstlerische Arbeit. Der Umstand, dass sie sich nicht einfach als mündige Staatsbürger äußern, sondern ausdrücklich als Künstler, muss als Beleg dafür genügen, sie seien politische Künstler, die auch politische Kunst machen. So schnell so kurzschlüssig und harmlos. Zuweilen handelt es sich jedoch bloß um Maulheldentum.

Blabla-Schwäche

17.02.17 (Gordon Kampe) -
Praktikant zu Kurator so: „Der Pianist will Ives spielen.“ – „Passt nicht.“ – „Er könnte auch die Grenzen der Gattung ausloten!“ – „Top. Sag ihm, er soll Ives spielen!“ Funktioniert eigentlich so das „Komponieren“ von Konzerten? Was habe ich gelacht, als ich neulich eine Pressemitteilung der „MaerzMusik“ las. Die haben Mumm!

MaerzMusik – Festival für Zeitfragen 2017: Decolonizing Time

10.01.17 (PM) -
Vom 16. bis 26. März veranstalten die Berliner Festspiele in diesem Jahr MaerzMusik – Festival für Zeitfragen. In seiner dritten Ausgabe setzt der künstlerische Leiter Berno Odo Polzer in zehn komponierten Festivalabenden die Beschäftigung mit dem Phänomen Zeit fort. Bei MaerzMusik 2017 werden Arbeiten der Komponist*innen Catherine Christer Hennix, Julius Eastman, Eva Reiter, Jennifer Walshe, Alvin Lucier, Gérard Grisey, Georg Friedrich Haas, Arthur Kampela, Helmut Lachenmann, Liza Lim, Kara Lis-Coverdale, Daniel Moreira, Enno Poppe, Ana Maria Rodriguez, Chiyoko Szlavnics, Chris Watson u.v.a. präsentiert. Zentral sind dabei die Projekte der zum Festival geladenen Ensembles: Ictus Ensemble aus Belgien, Les Percussions de Strasbourg, Ensemble Modern, KNM Berlin sowie Arditti Quartett und Sonar Quartett.

Iron Man (musikalisch)

31.03.16 (Martin Hufner) -
Man muss schon etwas Besonderes bieten, heute, so als Veranstalter von Konzerten. Große Namen zum Beispiel. Aber die sind für gewöhnlich teuer oder ausgebucht; oder beides. Und man merkt die Absicht. Häufiger werden dagegen die Konzerte selbst zu Events als solchen. Besondere Aufführungsorte sucht man dann oder: besondere Werke oder Konzertkonzepte – hier mal in lang.

Wiegenlieder gegen eine hektische Welt

31.03.16 (Albrecht Dümling) -
Die Berliner MaerzMusik, bislang ein „Festival für aktuelle Musik“, hat sich im Vorjahr ein neues Format gegeben. Seitdem will es als „Festival für Zeitfragen“ dem Phänomen Zeit in seinen gesellschaftspolitischen, philosophischen und künstlerischen Dimensionen nachspüren. Wieder gab es eine Konferenz „Thinking Together“, die in diesem Jahr das digitale Universum als Geburtsort neuer Zeitformen präsentieren wollte.
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