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Kollektiv Unruhe. Foto: © André Fischer

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Klangwerkstatt Berlin - Festival für Neue Musik startet im November

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Vom 6. bis zum 15. November 2026 präsentiert die 36. Ausgabe der Klangwerkstatt Berlin – Festival für Neue Musik unter dem Titel RESONANZ 18 Konzerte, Performances, Familienkonzerte, Kinder- und Jugendensembles und Tafelmusiken mit Imbiss im Kunstquartier Bethanien und der St. Thomas-Kirche Kreuzberg. Zu Gast sind herausragende Berliner, nationale und internationale Ensembles und Künstler:innen aller Generationen mit zahlreichen Ur- und Erstaufführungen.

„Wenn die Beschleunigung das Problem ist, ist die Resonanz vielleicht die Lösung“, schreibt der Soziologe Hartmut Rosa im Vorwort von „Resonanz. Eine Soziologie der Weltbeziehung“. Dem entfremdeten, dem unersättlich nach Optimierung strebenden und zum kollektiven Burnout führenden modernen Leben stellt er die Idee der Resonanz entgegen. Er meint damit ein berührendes Weltverhältnis, das auf Wechselseitigkeit beruht.

Ausgehend von Hartmut Rosas Idee der Resonanz als lebendiger, wechselseitiger Weltbeziehung fragt die Klangwerkstatt Berlin 2026 danach, wie Hören Verbindung stiftet: zwischen Menschen, zwischen Kunst und Wissenschaft, Natur und Technik, Wahrnehmung und Erkenntnis. Musik erscheint dabei nicht als bloßes Objekt des Hörens, sondern als Raum gemeinsamer Erfahrung und Transformation.

Ensemble LUX:NM widmet sich mit „Von der Vermessung des Schlafes“ den Phänomenen von Traum und Schlaf. ensemble mosaik setzt seine musikalische Erforschung des Periodensystems fort. Der Konzertabend Low Frequencies mit der Kontrabassflötistin Beatrix Wagner, dem US-amerikanischen Bass Andrew Munn und BONECRUSHER, einem Ensemble von zwölf Posaunist:innen und zwei Schlagzeuger:innen macht die körperliche Wirkung tiefster Klänge erlebbar, während Uwe Raschs großformatiges Vokalwerk Joe/Hab et swa is ait en für 12 Vokalist:innen und Video mit dem Vokalensemble AuditivVokal Dresden die Geschichte digitaler Medien und die Konstruktion von Wirklichkeit reflektiert.

Weitere Höhepunkte sind Chiyoko Szlavnics’ raumgreifendes Oracles I–V (listening spaces) mit dem EnsembleKollektiv Berlin, eine Hommage an Matthias Kaul durch das Ensemble L’ART POUR L’ART, ein Latenightkonzert mit der diesjährigen DAAD-Stipendiatin Shasha Chen sowie Morton Feldmans vierstündiges For Philip Guston anlässlich seines 100. Geburtstags.

Kinder- und Jugendensembles, Familienkonzerte und Mittagskonzerte mit Imbiss laden darüber hinaus zum generationsübergreifenden Austausch ein. Die Klangwerkstatt Berlin schafft Resonanzräume – für neue Klänge, neue Begegnungen und neue Möglichkeiten, Welt gemeinsam zu erfahren.

Weitere Ensembles im Programm: Trio Abstrakt, Freie Jugendorchesterschule Berlin, Ensemble JungeMusik Berlin, Kammermusikklasse Gerhard Scherer & Feelharmonie Rheinsberg, Marike Rügert & Richard Putz, Raquel Alves Marquard & Katarina Vowinkel.

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