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Alle Artikel kategorisiert unter »Uraufführung«

Rihm-Ligeti-Vivier-Berio! Ein musica viva-Wochenende der Aufklärung und Uraufführung

04.04.17 (Wolf Loeckle) -
Während die Wiener immer noch – im Angesicht der Plakate mit den Inhalten und der gestalterischen Anmutung von 1817 – daran basteln, wien modern zu positionieren, machen die Berliner das in bekannt welt-spitzenmässiger Attitüde als vermeintliche Weltmarktführer. Die Münchner dagegen halten sich im Schatten der Elbphilharmonie, die von den Hamburger Controllern auf der Suche nach quantitativ ausreichend Publikum bald eine vierundzwanzigstündig durchgehende Bespielung anzustreben gezwungen sein könnte.

Mit oder ohne Gott? – Giorgio Battistellis Oper „Lot“ an der Niedersächsischen Staatsoper uraufgeführt

03.04.17 (Ute Schalz-Laurenze) -
Am Anfang ziehen Abraham und Sara über die Szene und werden vom Kindgott, der Pappmenschen bastelt, ebenso gemaßregelt wie ihnen die Geburt eines Sohnes prophezeit wird. Bei der Gelegenheit versucht der uralte Abraham, mit Gott die geplante Vernichtung von Sodom mit seinen sündigen Bewohnern zu verhandeln, denn sein „gerechter“ Neffe Lot lebt dort mit seiner Frau und zwei Töchtern. Die Vernichtung ist nicht aufzuhalten, aber Lots Familie soll gerettet werden.

Re-Formation

02.04.17 (Rainer Nonnenmann) -
Jahrhunderte lang gab die Kirche neue Musik in Auftrag und stellte dafür Räume, Chöre, Solisten und Instrumentalisten zur Verfügung. Das Schaffen von Dufay, Ockeghem, Lassus, de Rore, Gabrieli, Monteverdi, Schütz, Bach und vielen anderen ist anders nicht denkbar.

Sensation oder Sensibilisierung? Der Mainzer Bach-Experte Karl Böhmer stellt eine neue Rekonstruktionsfassung von Bachs verlorener Markus-Passion vor

29.03.17 (Andreas Hauff) -
Kein Musikstück sei so oft uraufgeführt worden wie Bachs Markus-Passion, sagt Felix Koch halb im Scherz, halb im Ernst, vor Beginn des Konzerts in der Frankfurter Heiliggeistkirche. Tatsächlich mangelt es nicht an Rekonstruktionsversuchen des verlorengegangenen Bach-Werkes. Braucht es da wiederum eine Neufassung, diesmal von dem Mainzer Musikwissenschaftler Karl Böhmer, immerhin einem anerkennten Experten für die Stilkunde des 18. Jahrhunderts? Oder, schärfer noch gefragt: Braucht man überhaupt dieses Bach-Fragment? Und sind die beiden Aufführungen in der Wiesbadener Christophoruskirche und der Frankfurter Heilggeistkirche durch den Mainzer Gutenberg-Kammerchor und das Neumeyer Consort wirklich die Sensation, die das Collegium Musicum der Universität Mainz als Träger des Chores verkündet?

Neues aus der Zukunft – „The New Prince“ von Mohammed Fairouz an Amsterdams Oper

29.03.17 (Joachim Lange) -
Die Idee hat durchaus ihren Reiz: historische Figuren wie Adolf Hitler und Mao Zedong, Bill und Hillary Clinton und Monika Lewinsky, Dick Cheney und Osama bin Laden, Mohammed Morsi und General Sissi, Henry Kissinger und Machiavelli in einer Oper auftreten zu lassen. Wobei der Florentiner Niccolò Machiavelli (1469-1527) aus seinem Kerker in das Jahr 2032 die weiteste Reise zurücklegen muss.

470. Spielzeit: Staatskapelle Dresden mit Mozart-Uraufführung

21.03.17 (dpa) -
Dresden - Neue Töne eines alten Meisters: Die Staatskapelle Dresden bringt in der kommenden Saison Musik von Wolfgang Amadeus Mozart zur Uraufführung. Die Sinfonia concertante für Violine, Viola und Cello vereint drei Fragmente von Sätzen, die Mozart für verschiedene Werke geschrieben hatte. 2016 vervollständigte sie der britische Komponist Jeffrey Ching und fasste sie zusammen.

Uraufführung des Werkes „Hoffnung“ von Wilfried Hiller in Würzburg

13.03.17 (PM) -
Würzburg - Im 25. Jahr seines Bestehens bringt der Monteverdichor Würzburg zusammen mit der international gefeierten Violinvirtuosin Arabella Steinbacher und Cantabile Regensburg das neueste Werk „Hoffnung“ des renommierten Münchener Komponisten Wilfried Hiller zur Uraufführung.

Die unbesungene Heldin singt – Münchens Gärtnerplatztheater ehrt „Frau Schindler“ mit einer Uraufführung

10.03.17 (Wolf-Dieter Peter) -
„Wir Frauen waren immer das Rückgrat und die Nachhut eines jeden gottverdammten Kriegs“ stärkt eine zweite starke Frau der Titelheldin der neuen Oper den Rücken – treffend, einen Abend nach dem Internationalen Frauentag und im historisch kritischen Blick auf die Ehefrau Oskar Schindlers. Dessen Rettung von 1200 Juden vor der NS-Vernichtungsmaschine wurde im Film „Schindlers Liste“ ein Denkmal gesetzt. In Steven Spielbergs tief beeindruckendem Meisterwerk kommt Ehefrau Emilie wenig mehr als vier Minuten vor – das will ein US-Team mit einer Oper ändern.

Liszt-Oper feiert nach 170 Jahren in England Premiere

07.03.17 (nmz/kiz) -
Cambridge/Weimar - Uraufführung nach 170 Jahren: Eine unvollendete Oper von Franz Liszt soll im Juni in Großbritannien erstmals auszugsweise aufgeführt werden. Das Manuskript für die Oper war vor mehr als zehn Jahren von David Trippett, einem Musikforscher der Universität Cambridge, in einem Archiv in Weimar gefunden worden.

Schwulenhetze als Musikdrama

07.03.17 (Peter P. Pachl) -
Ob die enge Männerfreundschaft zwischen dem historischen Edward und Gaveston zu Anfang des 14. Jahrhunderts tatsächlich sexueller Natur war, ist umstritten. Aber insbesondere der Kultfilm von Derek Jarman machte den mittelalterlichen englischen König Edward II. zu einer Ikone der Schwulenbewegung. Wie Jarmans Film, so basiert auch das Libretto von Thomas Jonigk auf Christopher Marlowes Drama, obendrein auf historischen Quellen des 14. und des späten 16. Jahrhunderts.
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