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Sabine Liebner. Foto: Rupert Karbacher

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Vom Raum zwischen Musik und bildender Kunst

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Morton Feldman 100: Ein Festival im Museum Brandhorst und im Schwere Reiter
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Die in München lebende Pianistin Sabine Liebner setzt sich seit vielen Jahren wie kaum ein anderer Musiker für das Werk Morton Feldmans (und überhaupt für die US-amerikanische Avantgarde) ein. Ihre Interpretationen haben in München beinahe Kultstatus. Zum 100. Geburtstag von Morton Feldman widmet Sabine Liebner dem amerikanischen Komponisten ein außergewöhnliches Konzertprojekt. In München ist an drei Abenden sein Klavierwerk zu erleben – ein Œuvre, das mit seinen extremen zeitlichen Dimensionen höchste Konzentration von Interpret:innen und Publikum verlangt. Nahezu sieben Stunden Musik umfasst Feldmans gesamtes Klavierschaffen; eine vergleichbare Gesamtaufführung fand bislang nur einmal, in den 1990er-Jahren bei Wien Modern, statt.

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Feldman, 1926 in New York geboren, gehört zu den prägenden Komponisten des 20. Jahrhunderts. Gemeinsam mit John Cage, Earle Brown und Christian Wolff wurde er der New York School zugerechnet. Ebenso wichtig waren seine Begegnungen mit bildenden Künstlern wie Philip Guston, Mark Rothko, Jackson Pollock und Cy Twombly. Von der Malerei angeregt, suchte Feldman nach einer Musik, in der Klang und Farbe, Zeit und Wahrnehmung unmittelbar miteinander verbunden sind. Seine oft aus kleinsten musikalischen Ges­ten entwickelten Stücke lassen Zeit nicht als linearen Ablauf erscheinen: Ein Ton kann zum Ereignis werden, sein Nachklang zum eigenen Klang­raum. Sabine Liebner gilt international als herausragende Interpretin der Musik von John Cage und Morton Feldman. Sie hat Feldmans Klavierwerke vollständig auf CD eingespielt und zahlreiche Auszeichnungen für ihre Interpretationen erhalten. Im Zentrum des Münchner Projekts steht am 23. Oktober im Museum Brandhorst „Triadic Memories“ (1981), ein mehr als zweistündiges Werk, das durch eine Begegnung Feldmans mit Cy Twomblys Malerei angeregt wurde. Das Konzert findet im Rosensaal statt und macht die Verbindung zwischen Feldmans Musik und der bildenden Kunst unmittelbar erfahrbar.

Am 6. und 7. November wird das Fes­tival im Schwere Reiter fortgesetzt. Der erste Abend beginnt mit einer Lecture des Musikwissenschaftlers Wolfgang Rathert von der LMU München, anschließend erklingt „For Bunita Marcus“ (1985). Am 7. November führt Achim Hochdörfer, Direktor des Museum Brandhorst, in den Abend ein. Auf dem Programm stehen Feldmans frühe „Piano Pieces“ von 1950 bis 1964 sowie „Piano“ (1977) und „Palais de Mari“ (1986). Im Anschluss an die Konzerte ist jeweils ein Publikumsgespräch vorgesehen.

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