Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Dietrich Henschel«

Ist’s ein Traum? – Im Théâtre de la Monnaie in Brüssel gibt es einen neuen Rosenkavalier

04.11.22 (Joachim Lange) -
Nicht nur die Zeit ist ‚ein sonderbar Ding‘, wie die Marschallin so melancholisch weise in ihrem berühmten Monolog sinniert. Der ganze „Rosenkavalier“ von Hugo von Hofmannsthal und Richard Strauss ist es auch. Wie ein opulent verziertes Kunstwerk aus feinstem Porzellan. Sicher verwahrt hinter einer Glasscheibe, damit man nichts beschädigt. Von Zeit zu Zeit herausholt, um es von allen Seiten zu betrachten und Gästen vorzuführen, die ihre Freude an so einer Zeitreise der besonderen Art haben.

Trostlos ist die Heide, kalt sind die Menschen – „Bählamms Fest“ von Olga Neuwirth bei der Ruhrtriennale

16.08.21 (Joachim Lange) -
Auch die Ruhrtriennale fiel im vorigen Jahr der Pandemie zum Opfer. Und wich – wie viele andere auch – mit vielen Retrospektiven ins Internet aus. Sie findet in diesem Jahr wieder statt. Diese besondere Kunstanstrengung ist ein kulturelles Erbstück von Gerard Mortier für eine Region, die ihre Stein gewordene Industrie-Geschichte für die Künste unter einer aller drei Jahre wechselnden Intendanz in die Gegenwart holt. Neben die Banalitäten des Alltags setzt. Und im besten Fall auf sie zurückwirkt.

Geräuschvolles Seelengemälde – Uraufführung von Chaya Czernowins „Heart Chamber“ an der Deutschen Oper Berlin

17.11.19 (Peter P. Pachl) -
Erfreulich, dass die Deutsche Oper Berlin alljährlich einen Kompositionsauftrag für eine neue Oper vergibt. Die Wahl fiel diesmal auf die besonders erfolgreiche, 1957 in Haifa geborene Komponistin Chaya Czernowin. Deren erste Oper war – ein seltener Fall bei Neuschöpfungen – wiederholt inszeniert worden, unter anderem auch von Claus Guth, der damit für die Uraufführung an der Deutschen Oper Berlin prädestiniert schien. Die extrem aufwändige Produktion wurde sehr positiv aufgenommen. Peter P. Pachl rezensiert.

Im Gegenwind der Barbarei – Peter Ruzickas neue Oper „Benjamin“ an der Staatsoper Hamburg uraufgeführt

11.06.18 (Joachim Lange) -
Als Komponist ist Peter Ruzicka (69) nicht der Mann für’s Leichte. Wenn er seinen Opern über Celan (2001 in Dresden) und Hölderlin (2008 in Berlin uraufgeführt) jetzt in Hamburg eine dritte über Walter Benjamin folgen lässt, dann darf man mit etwas Grundsätzlichem und musikalisch Schwergewichtigem rechnen. In der Art jenes Sturms, der uns vom Paradiese wegtreibt. In eine Zukunft, der wir in Wahrheit den Rücken zukehren. Mit dem Blick auf die Trümmer, die sich in der Vergangenheit immer höher vor uns auftürmen.
Inhalt abgleichen

Das könnte Sie auch interessieren: