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Alle Artikel kategorisiert unter »Donald Runnicles«

Ein Hohelied auf die Päderastie? – Benjamin Brittens „Billy Budd“ an der Deutschen Oper Berlin

23.05.14 (Peter P. Pachl) -
Exakt am 201. Geburtstag Richard Wagners feierte die Deutsche Oper Berlin erneut einen weiteren Jubilar des Vorjahres, des 1913 geborenen Benjamin Britten mit seiner 1951 uraufgeführten Oper „Billy Budd“. Die erste Frau, die am Premierenabend die Bühne betrat, war die Kostümbildnerin Constance Hoffman, denn was selbst Leos Janácek in „Aus einem Totenhaus“ nicht in derartiger Konsequenz geschafft hat, das gelang dem britischen Komponisten in seinem Bühnenwerk, der komplette Verzicht auf Frauenstimmen in einer Spielvorlage, die Regisseur David Alden als „schwule Oper“ bezeichnet.

Berlioz’ szenisches Konzert auf der Ring-Scheibe – „Fausts Verdammnis“ an der Deutschen Oper Berlin

24.02.14 (Peter P. Pachl) -
Im Jahre 1972 brachte eine Tourneeproduktion der Thalia-Theater AG Zürich Goethes „Faust I“ mit Darstellern des Wiener Burgtheaters in eine Reihe deutscher Städte. Die Inszenierung von Ernst Häusserman im Bühnenbild von Lois Egg siedelte – sechs Jahre nach dem Tod Wieland Wagners – „Faust“ wie dessen Sicht auf die „Ring“-Tetralogie auf einer Scheibe an. Jetzt erlebte dieser szenische Goethe-Umgang ein Remake mit Hector Berlioz „La Damnation de Faust“, in französischer Sprache, aber unter dem deutschen Titel, an der Deutschen Oper Berlin, auf quer gestellter Scheibe und partiell (fehl-)besetzt mit Bayreuther Wagner-Sängern.

Schon wieder „Casa Verdi“ – Christoph Loys „Falstaff“-Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin

18.11.13 (Peter P. Pachl) -
Im Verdi-Jahr richtet sich der Blick beim Spätwerk des Komponisten bevorzugt auf dessen „bestes Werk“, das Altersheim „Casa di riposo per musicisti“. Bereits Damiano Michieletto hatte „Falstaff“ bei den diesjährigen Salzburger Festspielen im Seniorenheim angesiedelt, auch Tanztheater-Altmeister und Provokateur Hans Kresnik hat in der Volksbühne eine „Villa Verdi“ dramatisiert und auch Dustin Hoffman ließ sich für sein Regie-Debüt „Quartett“ von der „Casa Verdi“ inspirieren. Christoph Loy kommt mit der Idee, wenn es denn seine eigene ist, zumindest arg spät.

Kein feuchter Traum des Steuermanns – Deutsche Oper Berlin spielt Wagners Ur-„Holländer“ in der Philharmonie

28.05.13 (Peter P. Pachl) -
In einem Doppelprojekt zum Wagner-Jahr zeigt die Deutsche Oper Berlin in konzertanter Form die Vorstufen von Wagners „Der fliegende Holländer“ auf. In acht Tagen wird im Berliner Konzerthaus die auf der Basis von Wagners in Paris verkauftem Prosaentwurf entstandene zweiaktige Opéra fantastique „Le Vaisseau fantôme, ou Le maudit des mers“ von Pierre-Louis-Philippe Dietsch konzertant zur Aufführung kommen. Dem voraus ging in der Philharmonie eine ebenfalls nur konzertante Version von Wagners Urfassung seiner Romantischen Oper – allerdings am Rande zum Etikettenschwindel.

Zu Besuch beim Ritterspiel: Philipp Stölzls „Parsifal“-Inszenierung an der Deutschen Oper Berlin

26.10.12 (Peter P. Pachl) -
Wagners Bühnenweihfestspiel hat an der Berliner Städtischen Oper eine lange Tradition. Der legal frühest möglichen Aufführung außerhalb des Bayreuther Festspielhauses, gleich nach Freiwerden dieser Partitur, am 1. Januar 1914, unter Eduard Möricke, folgten sechs weitere „Parsifal“-Inszenierungen. Die jüngste Produktion macht Dirigent Donald Runnicles zu einem musikalischen Ereignis, während der spannende Ansatz der Inszenierung von Philipp Stölzl, den Fanatismus hermetischer Religionsgemeinschaften auf einer Zeitreise zu untersuchen, weit weniger stimmig gerät als bei Stefan Herheim in Bayreuth.

Donald Runnicles bleibt bis 2018 an der Deutschen Oper Berlin

18.05.12 (Agentur - dapd) -
Berlin - Der britische Dirigent Donald Runnicles bleibt bis 2018 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin. Der Stiftungsrat der Stiftung Oper in Berlin stimmte einer von Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) vorgeschlagenen Vertragsverlängerung zu, wie die Senatskulturverwaltung am Freitag mitteilte.

Lohengrin kehrt nicht zum Gral zurück: Kasper Holtens zwiespältige Inszenierung von Wagners Romantischer Oper an der Deutschen Oper Berlin

16.04.12 (Peter P. Pachl) -
Der dänische Regisseur Kasper Holten hat sich mit seiner epochalen Kopenhagener Inszenierung „Der Ring des Nibelungen“, die im Jahre 2006 auf DVD erschien (Decca 0473264), als einer der innovativsten Wagner-Regisseure bewiesen. Sein jüngst ebenfalls auf DVD erschienener Kopenhagener „Tannhäuser“, konzeptionell in Haus Wahnfried angesiedelt, mit Wagner, Gattin Cosima, dem jungen Sohn Siegfried und der späten Geliebten Judith Gautier als Protagonisten, geht allerdings nur im Venusberg-Akt voll auf (Decca 074 33990). Holtens Berlin-Debüt mit „Lohengrin“ wurde mit besonderer Spannung erwartet, erwies sich aber als weder in der Konzeption, noch in der Personenführung als ein herausragendes Ereignis.

Viertelszenisch: Bernsteins „Candide“ mit Loriots Texten als Star-Event an der Deutschen Oper Berlin

16.03.12 (Peter P. Pachl) -
Die Geschichte, rund um die jüngste Opernproduktion an der Deutschen Oper Berlin ist fast so abenteuerlich, wie die Handlung von Leonard Bernsteins „Candide“ selbst: Alard von Rohr, Sohn des Stuttgarter Bassisten Otto von Rohr und einer der engsten Mitarbeiter von Götz Friedrich in der künstlerischen Administration der Deutschen Oper Berlin, wurde nach wenigen Monaten als Kulturstaatssekretär im Jahre 2000 in den Ruhestand versetzt und wirkt nun als Kaufmann- und Netrebko-Schrott-Verwerter im Konzertgeschäft von „Gipfeltreffen der Stars“. Mit der Firma „A-Pro Just Classics! GmbH“, die ihre Arbeit im Jahre 2003, mit einem Konzert zum 80. Geburtstag von Loriot“ aufgenommen hatte, mischte er nun das Programmangebot der Deutschen Oper Berlin auf.

In gigantischer, cleaner Gefängniszelle: Leoš Janáčeks „Jenufa“ an der Deutschen Oper Berlin

05.03.12 (Peter P. Pachl) -
Nähme man den ungebrochen heftigen Schlussapplaus als Maßstab für die Qualität der dritten der drei Janáček-Neuproduktionen an den drei Berliner Opernhäusern in dieser Saison, so gebührte der Neuinszenierung der „Jenufa“ an der Deutschen Oper die Siegespalme, – aber der Schein trügt. Christof Loy, ein Regisseur, der sein Handwerk versteht und andernorts auch mit diskussionswürdigen Neudeutungen hervorgetreten ist, hat sich offensichtlich dem Wunsch des derzeitigen Hausherren, des Generalmusikdirektors Donald Runnicles, angepasst und einen all zu gefälligen Weg des zu erwarteten geringsten Publikumswiderspruchs beschritten, fern jenes den Konservativen unter den Amerikanern als „German Trash“ verhassten Regietheaters.

Rätselspiel und Love Drug Injection: „Tristan und Isolde“ an der Deutschen Oper Berlin

14.03.11 (Peter P. Pachl) -
Christoph Marthalers Bayreuther „Tristan“-Inszenierung, die im kommenden Sommer erneut auf dem Spielplan des Grünen Hügels steht, hat für Wagners „Handlung in drei Aufzügen“ deutlich rezeptive Spuren hinterlassen. Auch in Graham Vicks Neuinszenierung an der Deutschen Oper Berlin marthalert es gewaltig:
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