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Alle Artikel kategorisiert unter »Donald Runnicles«

Schattenreich: Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ an der Deutschen Oper Berlin

27.01.20 (Peter P. Pachl) -
Mit der Shakespeare-Oper „A Midsummer Night’s Dream“ hat die Britten-Reihe an der Deutschen Oper Berlin einen besonderen Höhepunkt erreicht. Die Berliner Version der Koproduktion mit der Oper Montpellier erntete einen uneingeschränkten Premierenerfolg. Peter P. Pachl berichtet.

Uraufführung von Detlev Glanerts „Oceane“ an der Deutschen Oper Berlin

29.04.19 (Peter P. Pachl) -
Detlev Glanerts Veroperung eines Fragments des vor 200 Jahren geborenen Dichters Theodor Fontane wurde an der Deutschen Oper Berlin als ein einhelliger Erfolg gefeiert. Auf den 22 Seiten seines Novellen-Fragments „Oceane von Parceval“ hat Theodor Fontane den zahlreichen Undinen- und Melusinen-Geschichten, die auch auf der Opernbühne von E. T. A. Hoffmann bis Aribert Reimann vielfältige Verkörperungen gefunden haben, eine weitere Version hinzugefügt.

Ein Märchen mit Folgen – Zemlinskys „Der Zwerg“ an der Deutschen Oper Berlin

29.03.19 (Peter P. Pachl) -
Nun stehen also beide Opern der Tragödie eines hässlichen Mannes in Berlin auf dem Spielplan: „Die Gezeichneten“, deren Libretto Franz Schreker im Auftrag Alexander Zemlinskys für ihn geschrieben, aber selbst vertont hat, an der Komischen Oper und an der Deutschen Oper Berlin Zemlinskys dann auf ein Libretto von Georg C. Klaren als „Der Zwerg“ komponierte Version. Diese basiert auf Oscar Wildes Märchen „Der Geburtstag der Infantin“, das Schreker zuvor bereits als Pantomime komponiert und in Wien zur Aufführung gebracht hatte. Anders als die Umsetzung von Schrekers Bildwelt an der KOB im Januar des Vorjahres, wurde die stark autobiografische Sicht auf Zemlinskys Oper an der DOB widerspruchslos goutiert.

Mit norwegischem V-Effekt: Bergs „Wozzeck“ an der Deutschen Oper Berlin

06.10.18 (Peter P. Pachl) -
Man stelle sich vor: Verdis „Aida“ in Rom, von einem deutschen Regisseur inszeniert, und jeder Handlungsträger ist mit einem Deutschlandfähnchen in der Hand oder am Anzug bestückt, alle in bayerischer Tracht – der Skandal wäre nicht auszumachen. Anders in Berlin, wo 1925 Alban Bergs „Wozzeck“ an der Staatsoper herauskam und wo jetzt in der Deutschen Oper eine Neuinszenierung Büchners Handlung radikal nach Norwegen verlegt: keinerlei Widerspruch beim Publikum.

Rolando Villazón inszeniert an der Deutschen Oper Berlin „Die Fledermaus“

30.04.18 (Joachim Lange) -
Die „Fledermaus“ von Johann Strauß ist die Operette, die von den Opernhäusern und der Spitzengarde der Regisseure allemal wie eine Oper behandelt, also ernst genommen wird. Sie ist aber dennoch immer zugleich der silvestertaugliche Kassenfüller für jeden Spielplan. Die Komödie mit den Uralt-Witzen, die unter Artenschutz stehen, das Porträt der bürgerlichen Doppelmoral. Obendrein die Chance, den Frosch im dritten Akt so vom Leder ziehen zu lassen, dass Kultur- und Stadtpolitik das Lachen im Halse stecken bleibt.

Der allgegenwärtige Tod – Aribert Reimanns „L’ Invisible“ an der Deutschen Oper Berlin

09.10.17 (Peter P. Pachl) -
Die Dramen des belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck, angefangen von „Pelléas et Mélisande“ über „Ariane et Barbe-Bleu“ bis zu „Mona Vanna“, halten sich als Opern auf internationalen Bühnen kontinuierlicher als die originalen Dramen. Aus fünf frühen, ursprünglich fürs Marionettentheater bestimmten Stücken Maurice Maeterlincks hat Aribert Reimann drei ausgewählt um ein pausenloses, neunzigminütiges Musiktheater über den allgegenwärtigen Tod zu komponieren, und das in der Originalsprache des Dichters, einem flämisch akzentuierten Französisch.

Old-fashioned – Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ an der Deutschen Oper Berlin

08.05.17 (Peter P. Pachl) -
Nach zwei umstrittenen Premieren setzte die Deutsche Oper Berlin mit ihrer jüngsten Produktion auf ihre Wagner Tradition. Die Neuinszenierung „Der fliegende Holländer“ von Christian Spuck ist allerdings so old-fashioned geraten, dass er vielleicht vor 35 Jahren noch Diskussionen ausgelöst hätte. Gemessen an dieser Neuinszenierung war die letzte Inszenierung dieser Romantischen Oper durch Götz Friedrich ihrer Zeit immer noch weit voraus.

Benjamin Brittens „Death in Venice“ an der Deutschen Oper Berlin

20.03.17 (Peter P. Pachl) -
Während die Uraufführung „Edward II.“ gerade seitens schwuler Rezensenten und Besucher als ein fragwürdig anachronistisches Einrennen offener Türen rezipiert wurde, kann man diesen Vorwurf der jüngsten homophilen Produktion der Deutschen Oper Berlin nicht machen: denn während der Paragraph 175 aufgehoben wurde, ist Päderastie weiterhin ein internationales Strafdelikt. Die in mehreren Bühnenwerken Benjamin Brittens thematisierte Knabenliebe geht einher mit dem in Großbritanniens Künstlerkreisen offenen Geheimnis, dass Benjamin Britten und Peter Pears sich auf ihren Konzert-Tourneen häufig Knaben mit in ihr gemeinsames Hotelzimmer nahmen.

Deutsche Oper Berlin: Vertrag von Donald Runnicles bis 2022 verlängert

08.12.16 (dpa) -
Berlin - Donald Runnicles (62) bleibt bis zum Jahr 2022 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin. Die Vertragsverlängerung wurde am Mittwoch vom Vorsitzenden des Stiftungsrates der Stiftung Oper in Berlin, dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), unterzeichnet. «Ich freue mich sehr, dass Donald Runnicles seinen Vertrag verlängert hat und damit die gesamte Leitungsspitze der Deutschen Oper Berlin ihre bisherige erfolgreiche Arbeit bis 2022 fortsetzen kann», erklärte Müller.

Experimentieranordnung mit bekannten Größen – Mozarts „Così fan tutte“ an der Deutschen Oper Berlin

27.09.16 (Peter P. Pachl) -
Vor drei Jahren wurde die Deutsche Oper Berlin zum Experimentierzentrum für Mozarts „Così fan tutte“: Drei ungewöhnlich innovative Inszenierungen mit forciert performativen Einflüssen waren an drei aufeinanderfolgenden Abenden in der Tischlerei zu erleben. Offenbar wollte Intendant Dietmar Schwarz nunmehr auf der großen Bühne an diese Erfahrungen anknüpfen lassen. Doch da die vorangegangene Mozart-Inszenierung an diesem Haus,„Die Entführung aus dem Serail“, auf viel Publikumsunmut gestoßen war, sollte der junge Leipziger Regisseur Robert Borgmann in seiner ersten Operninszenierung Publikumsakzeptanz und Innovation als Quadratur des Kreises erbringen – ein Anspruch, der eigentlich nur schief gehen konnte.
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