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Alle Artikel kategorisiert unter »Donald Runnicles«

Noch unabgeschlossen – „Götterdämmerung“ an der Deutschen Oper Berlin

18.10.21 (Peter P. Pachl) -
Berlins neue „Götterdämmerung“ an der Deutschen Oper beginnt mit verblüffender Erzählweise. Nachdem die Besucher*innen ihre Plätze erreicht und ihre Mund-Nasen-Schutz-Masken abgenommen haben, werden sie beim Öffnen des Vorhangs mit jenem Parkett- Foyer konfrontiert, das sie eben erst verlassen haben: unter der kinetischen Metallstruktur von George Bakers sind die Opernbesucher im Foyer zu einem lebenden Bild eingefroren, bis sie sich dann doch gemeinsam in exzentrischen Bewegungen ergehen – bis auf einen Herrn, der sich daran nicht beteiligt und der sich später als Hagen herausstellt.

Wir spielen – Wagners „Das Rheingold“ in der Deutschen Oper Berlin

13.06.21 (Peter P. Pachl) -
Der neue „Ring“-Zyklus an der Deutschen Oper Berlin sollte sich ursprünglich kontinuierlich vom Vorabend bis zum dritten Tag des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ aufbauen. Situationsbedingt war die „Rheingold“-Premiere entfallen und wurde – ziemlich genau vor einem Jahr – durch eine, wie nun festzustellen, der Regiearbeit von Stefan Herheim nicht unverwandte, verkürzte Inszenierung von Neill Barry Moss auf dem Parkdeck der Deutschen Oper ersetzt.

Unübersehbar #37 – nmz-Streaming-Empfehlungen vom 29.1. bis zum 4.2.2021

28.01.21 (Dirk Wieschollek) -
Psychology of Perception – Psychologie der Wahrnehmung. Guter Name für eine experimentelle Improvisationscombo. Bevor wir uns deren „Avantgarde-Trance“ hingeben, können wir uns bei einer Runde von Ensemble Resonanz und ZKM diskursiv vorbereiten, den „Remix“ des Ensemble Modern verfolgen, eine gelungene Zemlinsky-Inszenierung begutachten oder einfach nur talentierten Nachwuchsmusiker*innen lauschen. Freie Wesen im Einklang? Hoffentlich! [jmk]

Deutsche Oper: Intendant Schwarz und Musikchef Runnicles bleiben

02.11.20 (dpa) -
Berlin - Die Spitze der Deutschen Oper Berlin mit Intendant Dietmar Schwarz, Generalmusikdirektor Donald Runnicles und Geschäftsführer Thomas Fehrle bleibt weiter im Amt. Die Stiftung Oper in Berlin habe den jeweiligen Vertragsverlängerungen zugestimmt, teilte die Kulturverwaltung am Montag mit.

Walküren-Hügel auf dem Walküren-Flügel – Wagners „Walküre“ an der Deutschen Oper Berlin

28.09.20 (Peter P. Pachl) -
Hauptproblem dieses Premierenabends sind kurioserweise weniger die freien Plätze zwischen den Besucher*innen mit Mund-Nasenschutz während der gesamten Aufführung, als die Tatsache, dass der neue „Ring“-Zyklus in der Inszenierung von Stefan Herheim in seiner Ikonographie der Tetralogie kontinuierlich aufbaut. Nachdem jedoch „Das Rheingold“ dem Lockdown zum Opfer gefallen war und stattdessen eine Ersatz-Inszenierung auf dem Parkdeck herauskam, fehlt den Betrachter*innen der „Walküre“ das erforderliche Vorwissen dieser spezifischen Lesart.

Agitprop mit symphonischer Begleitung – Uraufführung von „Baby Doll“ an der Deutschen Oper Berlin

06.09.20 (Peter P. Pachl) -
Der Deutschen Oper Berlin gebührt inmitten der drei Opernhäuser der Bundeshauptstadt aktuell der 1. Preis: mutig und erfolgreich war das Haus an der Bismarckstraße vorgeprescht mit Wagners „Rheingold“ auf dem Parkdeck (und stemmte nun, während die Proben zu Stefan Herheims Neuinszenierung der „Walküre“ begonnen haben, ihre erste Premiere im Großen Haus, gar eine Uraufführung. Die Arbeit der Pariser Regisseurin, Filmemacherin und Autorin Marie-Ève Signeyrole ist eine Übernahme aus Metz, wo „Baby Doll“ infolge des Lockdowns am 13. März 2020 nicht mehr herauskommen durfte. Über das Ergebnis mag man künstlerisch und inhaltlich geteilter Meinung sein.

Wagner ohne Mundschutz – „Das Rheingold“ an der Deutschen Oper Berlin

13.06.20 (Peter P. Pachl) -
Mit dem „Rheingold“ hätte dieser Tage der neue „Ring“-Zyklus der Deutschen Oper Berlin in der Inszenierung von Stefan Herheim eröffnet werden sollen, was durch den Shutdown der vergangenen Monate verhindert wurde. Mit nur zehn Tagen Vorlauf, wie Intendant Dietmar Schwarz betonte (zumal die Genehmigung dafür erst vor zehn Tagen erfolgt sei), wurde eine Open-Air-Produktion des Vorabends des Bühnenfestspiels „Der Ring des Nibelungen“ ins Programm genommen, nicht ersatzweise, sondern zusätzlich – und dies auf einer Fläche, die sich bereits 2014 für Iannis Xenakis’ „Oresteia“ als eine akustisch und dramaturgisch gut bespielbare Location erwiesen hatte: das obere Parkdeck inmitten des Gevierts von Bühne und Werkstätten der Deutschen Oper Berlin.

Schattenreich: Brittens „A Midsummer Night’s Dream“ an der Deutschen Oper Berlin

27.01.20 (Peter P. Pachl) -
Mit der Shakespeare-Oper „A Midsummer Night’s Dream“ hat die Britten-Reihe an der Deutschen Oper Berlin einen besonderen Höhepunkt erreicht. Die Berliner Version der Koproduktion mit der Oper Montpellier erntete einen uneingeschränkten Premierenerfolg. Peter P. Pachl berichtet.

Uraufführung von Detlev Glanerts „Oceane“ an der Deutschen Oper Berlin

29.04.19 (Peter P. Pachl) -
Detlev Glanerts Veroperung eines Fragments des vor 200 Jahren geborenen Dichters Theodor Fontane wurde an der Deutschen Oper Berlin als ein einhelliger Erfolg gefeiert. Auf den 22 Seiten seines Novellen-Fragments „Oceane von Parceval“ hat Theodor Fontane den zahlreichen Undinen- und Melusinen-Geschichten, die auch auf der Opernbühne von E. T. A. Hoffmann bis Aribert Reimann vielfältige Verkörperungen gefunden haben, eine weitere Version hinzugefügt.

Ein Märchen mit Folgen – Zemlinskys „Der Zwerg“ an der Deutschen Oper Berlin

29.03.19 (Peter P. Pachl) -
Nun stehen also beide Opern der Tragödie eines hässlichen Mannes in Berlin auf dem Spielplan: „Die Gezeichneten“, deren Libretto Franz Schreker im Auftrag Alexander Zemlinskys für ihn geschrieben, aber selbst vertont hat, an der Komischen Oper und an der Deutschen Oper Berlin Zemlinskys dann auf ein Libretto von Georg C. Klaren als „Der Zwerg“ komponierte Version. Diese basiert auf Oscar Wildes Märchen „Der Geburtstag der Infantin“, das Schreker zuvor bereits als Pantomime komponiert und in Wien zur Aufführung gebracht hatte. Anders als die Umsetzung von Schrekers Bildwelt an der KOB im Januar des Vorjahres, wurde die stark autobiografische Sicht auf Zemlinskys Oper an der DOB widerspruchslos goutiert.
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