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Alle Artikel kategorisiert unter »Donald Runnicles«

Rolando Villazón inszeniert an der Deutschen Oper Berlin „Die Fledermaus“

30.04.18 (Joachim Lange) -
Die „Fledermaus“ von Johann Strauß ist die Operette, die von den Opernhäusern und der Spitzengarde der Regisseure allemal wie eine Oper behandelt, also ernst genommen wird. Sie ist aber dennoch immer zugleich der silvestertaugliche Kassenfüller für jeden Spielplan. Die Komödie mit den Uralt-Witzen, die unter Artenschutz stehen, das Porträt der bürgerlichen Doppelmoral. Obendrein die Chance, den Frosch im dritten Akt so vom Leder ziehen zu lassen, dass Kultur- und Stadtpolitik das Lachen im Halse stecken bleibt.

Der allgegenwärtige Tod – Aribert Reimanns „L’ Invisible“ an der Deutschen Oper Berlin

09.10.17 (Peter P. Pachl) -
Die Dramen des belgischen Symbolisten Maurice Maeterlinck, angefangen von „Pelléas et Mélisande“ über „Ariane et Barbe-Bleu“ bis zu „Mona Vanna“, halten sich als Opern auf internationalen Bühnen kontinuierlicher als die originalen Dramen. Aus fünf frühen, ursprünglich fürs Marionettentheater bestimmten Stücken Maurice Maeterlincks hat Aribert Reimann drei ausgewählt um ein pausenloses, neunzigminütiges Musiktheater über den allgegenwärtigen Tod zu komponieren, und das in der Originalsprache des Dichters, einem flämisch akzentuierten Französisch.

Old-fashioned – Richard Wagners „Der fliegende Holländer“ an der Deutschen Oper Berlin

08.05.17 (Peter P. Pachl) -
Nach zwei umstrittenen Premieren setzte die Deutsche Oper Berlin mit ihrer jüngsten Produktion auf ihre Wagner Tradition. Die Neuinszenierung „Der fliegende Holländer“ von Christian Spuck ist allerdings so old-fashioned geraten, dass er vielleicht vor 35 Jahren noch Diskussionen ausgelöst hätte. Gemessen an dieser Neuinszenierung war die letzte Inszenierung dieser Romantischen Oper durch Götz Friedrich ihrer Zeit immer noch weit voraus.

Benjamin Brittens „Death in Venice“ an der Deutschen Oper Berlin

20.03.17 (Peter P. Pachl) -
Während die Uraufführung „Edward II.“ gerade seitens schwuler Rezensenten und Besucher als ein fragwürdig anachronistisches Einrennen offener Türen rezipiert wurde, kann man diesen Vorwurf der jüngsten homophilen Produktion der Deutschen Oper Berlin nicht machen: denn während der Paragraph 175 aufgehoben wurde, ist Päderastie weiterhin ein internationales Strafdelikt. Die in mehreren Bühnenwerken Benjamin Brittens thematisierte Knabenliebe geht einher mit dem in Großbritanniens Künstlerkreisen offenen Geheimnis, dass Benjamin Britten und Peter Pears sich auf ihren Konzert-Tourneen häufig Knaben mit in ihr gemeinsames Hotelzimmer nahmen.

Deutsche Oper Berlin: Vertrag von Donald Runnicles bis 2022 verlängert

08.12.16 (dpa) -
Berlin - Donald Runnicles (62) bleibt bis zum Jahr 2022 Generalmusikdirektor der Deutschen Oper Berlin. Die Vertragsverlängerung wurde am Mittwoch vom Vorsitzenden des Stiftungsrates der Stiftung Oper in Berlin, dem Regierenden Bürgermeister Michael Müller (SPD), unterzeichnet. «Ich freue mich sehr, dass Donald Runnicles seinen Vertrag verlängert hat und damit die gesamte Leitungsspitze der Deutschen Oper Berlin ihre bisherige erfolgreiche Arbeit bis 2022 fortsetzen kann», erklärte Müller.

Experimentieranordnung mit bekannten Größen – Mozarts „Così fan tutte“ an der Deutschen Oper Berlin

27.09.16 (Peter P. Pachl) -
Vor drei Jahren wurde die Deutsche Oper Berlin zum Experimentierzentrum für Mozarts „Così fan tutte“: Drei ungewöhnlich innovative Inszenierungen mit forciert performativen Einflüssen waren an drei aufeinanderfolgenden Abenden in der Tischlerei zu erleben. Offenbar wollte Intendant Dietmar Schwarz nunmehr auf der großen Bühne an diese Erfahrungen anknüpfen lassen. Doch da die vorangegangene Mozart-Inszenierung an diesem Haus,„Die Entführung aus dem Serail“, auf viel Publikumsunmut gestoßen war, sollte der junge Leipziger Regisseur Robert Borgmann in seiner ersten Operninszenierung Publikumsakzeptanz und Innovation als Quadratur des Kreises erbringen – ein Anspruch, der eigentlich nur schief gehen konnte.

Bassa Selim ist eine Lesbe – Mozarts „Die Entführung aus dem Serail“ erheitert und empört Besucher der Deutschen Oper Berlin

18.06.16 (Peter P. Pachl) -
An der Deutschen Oper Berlin scheint sich eine neue Dramaturgie der Bildersprache zu manifestiert zu haben: am Vorabend der Mozart-Premiere wartete die Erstaufführung „Underline“ mit eben jenen Versatzstücken auf, die auch in der Neuinszenierung von „Die Entführung aus dem Serail“ wieder anzutreffen sind, Ballspiel, kreisrunde Projektionen, Zuckerwatte und in der Luft verstreutes, weißes Pulver.

Die Rollen der E. M. im Wandel der Zeiten

21.02.16 (Peter P. Pachl) -
„gelebt doch nur … ein Bühnenleben“ Janáceks „Die Sache Makropulos“ an der Deutschen Oper Berlin. Peter P. Pachl sieht und hört unter anderem eine unerhörte Evelyn Herlitzius.

Besungene Balletthandlung mit kurzweiligen Tanztheater-Einsprengseln – Berlioz‘ „Roméo et Juliette“ an der Deutschen Oper Berlin

22.04.15 (Peter P. Pachl) -
Glück im Unglück: das den drei Opernhäusern gemeinsame Staatsballett streikt derzeit, aber an der Deutschen Oper Ballett konnte gleichwohl eine Ballett-Premiere stattfinden, denn für Regie und Choreographie zeichnete Sasha Waltz verantwortlich, und es tanzte die aus dem Hauptstadtkulturfonds und der Kulturverwaltung des Landes Berlin geförderte Kompanie Sasha Waltz & Guests.

Ins norwegische Fischfanggebiet verlegt – Schostakowitschs „Lady Macbeth von Mzensk“ an der Deutschen Oper Berlin

26.01.15 (Peter P. Pachl) -
Dmitrij Schostakowitschs vieraktige Skandaloper, 1934 in Leningrad uraufgeführt und dann ob ihrer Obszönität in der Musik verboten, erfreut sich in den letzten drei Dezennnien zusehends immer größerer Beliebtheit. Auch an der Deutschen Oper Berlin wurde die Urfassung „Lady Macbeth von Mzensk“ zu einem vollen Triumph für alle Beteiligten.
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