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Alle Artikel kategorisiert unter »Esther Dierkes«

Ganz nah am Text: Prokofiews „Die Liebe zu den drei Orangen“ in Stuttgart

05.12.18 (Georg Rudiger) -
Ein Prinz, der sich auf der Bühne übergeben muss, ein gestandener Bass als böse Köchin und ein Zauberer, dessen magische Kräfte vom Teufel angezweifelt werden: Sergej Prokofiews Oper „Die Liebe zu den drei Orangen“ hat viele groteske Momente. Dass nun aber die Prinzessin, in die sich der Prinz unsterblich verliebt, schwanger ist, steht nicht im Libretto, sondern ist nur an der Stuttgarter Staatsoper zu erleben. Da braucht es einen Regisseur wie Axel Ranisch, der die (echte) Schwangerschaft von Esther Dierkes als Ninetta parodistisch aufgreift und so selbstverständlich in die absurde Handlung integriert, als wäre es so ausgedacht.

„Erdbeben. Träume“ – Toshio Hosokawas Uraufführung an der Oper Stuttgart

03.07.18 (Wolf Loeckle) -
Musiktheater ist ein wundersames, ein gar wunderbares Ding. Die diesjährige Münchener Biennale für neues Musiktheater bot aktuell und bietet immerhin seit 1988 schon reichlich Gelegenheit, darüber nachzudenken. Die OPERSTUTTGART legt nun nach mit einer fulminanten Weltpremiere, der Uraufführung ERDBEBEN. TRÄUME von Japans Topkomponist Toshio Hosokawa.

Wenn Politik auf Oper trifft - oder: eine halbe Sache mit dem ganzen Herzen

23.10.17 (Joachim Lange) -
An der Oper Stuttgart führen bei Engelbert Humperdincks „Hänsel und Gretel“ diesmal andere Leute Regie, als die, die eigentlich dafür engagiert waren. Wenn Politik auf Oper trifft, dann macht es manchmal Bumm. Meistens gerät dann ein Teil des Publikums aus der Fassung und brüllt ein kräftiges Buh in Richtung Bühne. Oder verlässt den Saal und knallt mit den Türen. Hierzulande gehört das zum gutbürgerlichen Gefühlshaushalt. Es passiert immer dann, wenn auf der Bühne etwas verhandelt wird, was in Libretto und Partitur so nicht vorgesehen ist. Meist werden ja die gut abgehangenen Schinken präsentiert. Obwohl die sich, bei entsprechender Zubereitung, oft als vorzügliche Delikatessen und Anreger fürs Nachdenken über das Hier und Heute herausstellen. Oder bei Novitäten so fern der unmittelbaren Lebenserfahrung bleiben, dass der Konsens beim Publikum quasi ausgemachte Sache ist.
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