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Alle Artikel kategorisiert unter »Wolf Loeckle«

unüberhörbar 2018/02

15.02.18 (Andreas Kolb) -
Carl Schuricht dirigiert (Schumann, Delius, Grieg, Pfitzner u.a.). Urania Records (2 CDs) +++ Andreas Hammerschmidt: Chor-Music auf Madrigal-Manier. Ensemble Polyharmonique, Alexander Schneider. Querstand +++ Milica Djordjevíc: rocks – stars – metals – light. col legno +++ Boris Bergmann: Sonate 1, Sonate 3 „Hölderlin“ u.a.; Alexander Scriabin: 24 Préludes op. 11, Etüde Es-Dur op. 42 / Nr. 8, 5 Préludes op. 74. Boris Bergmann, Klavier. SAMM (2 CDs)

Von Seltenheitswert: Der Akkordeonist Stefan Hussong im Avantgarderausch

05.02.18 (Wolf Loeckle) -
Akkordeonisten aller Länder, vereinigt euch, in und zwischen den Schluchten von Manhattan, Madrid, Moskau, schluchzt euch das d-Moll rein der chromatischen Bach-Fantasie und lasst die zugehörige Fuge verebben zwischen Stickoxiden und Nebelschwaden. Setzt den Fandango drauf und dann den Tango, macht daraus den Fantango und therapiert euch samt uns allen den Weltschmerz weg mit eueren Sehnsuchtsorgien aller Straßenmusiker aller Völker. So könnte ein Akkordeonkonzert annonciert sein.

Jenseits der Routine – Die Nordic Voices und Nils Petter Molvaer in München

02.12.17 (Wolf Loeckle) -
Alle reden von der Hektik, von der Unruhe, von der Egozentriertheit dieser Tage, Wochen, Monate. Geschäftstüchtige Gschaftlhuber bieten Lehre an, um der inneren Leere entgegen zu wirken – an Bord von Traumschiffen, Traumjets, Dreamlinern. Religiöse Demagogen spielen sich auf. Politschwätzer rüsten sich. Dass das Hochgeistige, das Musikalische zumal, therapietechnisch gesehen hilfreich sein kann, wird immer wieder in die Debatte geworfen.

Neuer Zauber kehrt ins Staatstheater ein

31.10.17 (Wolf Loeckle) -
Berlin hat drei, München immerhin zwei Opernhäuser. Mit eindeutiger Arbeitsteilung da wie dort. Staatlich, politisch gewollt sind selbige ebenfalls da wie dort. Bezahlt immer letztlich vom Bürger – via Steuern. Das 152-jährige Münchner Gärtnerplatztheater – zuweilen als Münchens andere Oper tituliert – geht allerdings in Reinkultur auf den Willen aufgeklärter Bürger zurück – und direkt auf deren Geld.

Exchange 2 – Der Saisonauftakt des Neuen Kollektivs München im Ampere

17.10.17 (Wolf Loeckle) -
Hundert Jahre neue Musik – Was nun? Fragte süffisant und aus damals aktuellem Anlass Thema Musik Live, die diskursive Gesprächsreihe des Bayerischen Rundfunks in der Höhle des Löwen direkt vor Ort. In Donaueschingen also. Der Weltzentrale für die ästhetischen Auseinandersetzungen um das Neue in der neuen und neuesten Musik. Ohne dass dabei verbindlich-Ideologisches herauszudestillieren gewesen wäre. Das war 2008. Und die Frage stellt sich heute genau so aktuell.

unüberhörbar 2017/10

13.10.17 (Hanspeter Krellmann) -
Emil Tabakov: Symphonie No. 8; Fünf Bulgarische Tänze. Bulgarian National Radio Symphony Orchestra, Emil Tabakov. Toccata Classics +++ Valentin Silvestrov: Hieroglyphen der Nacht. Anja Lechner, Agnès Vesterman, Violoncello. ECM +++ Ludwig van Beethoven: Sinfonien 1–9; Gewandhaus-Orchester Leipzig, Herbert Blomstedt. Accentus

unüberhörbar 2017/07

18.07.17 (Hanspeter Krellmann) -
Bach & Sons 2: Sebastian Knauer (Daniel Hope, Philipp Jundt), Zürcher Kammerorchester. Berlin Classics +++ Chamber Works by Szymon Laks (Aus der Reihe Music in Exile). ARC Ensemble. Chandos +++ Philipp Scharwenka: Werke für Violine und Klavier – Sonaten opp. 110 h-Moll & 114 e-Moll, Suite op. 99. Natalia Prishepenko, Violine; Oliver Triendl, Klavier. TYXart

unüberhörbar 2017/05

19.05.17 (Hanspeter Krellmann) -
So höret meinen Gesang – Klopstock-Vertonungen von Georg Philipp Telemann und Johann Heinrich Rolle. Solisten, Leipziger Concert, Siegfried Pank. Raumklang +++ Ralph Vaughan Williams: Sinfonien­ 3 & 4. Royal Liverpool Philharmonic Orchestra, Andrew Manze. Onyx +++ Domenico Scarlatti: Sonatas. Angela Hewitt, Klavier. Hyperion

Am Pult: Mariss Jansons und Teodor Currentzis

01.05.17 (Wolf Loeckle) -
Im Vorfeld der österlichen Tiefenreflexionen ließ Mariss Jansons zusammen mit BR-Chor und-Symphonieorchester sowie den Sopranistinnen Mojca Erdmann und Anna Prohaska und Hanno Müller-Brachmann, Bariton, „Requiem-Strophen“ von Wolfgang Rihm zum ers­ten Mal öffentlich erklingen.

Rihm-Ligeti-Vivier-Berio! Ein musica viva-Wochenende der Aufklärung und Uraufführung

04.04.17 (Wolf Loeckle) -
Während die Wiener immer noch – im Angesicht der Plakate mit den Inhalten und der gestalterischen Anmutung von 1817 – daran basteln, wien modern zu positionieren, machen die Berliner das in bekannt welt-spitzenmässiger Attitüde als vermeintliche Weltmarktführer. Die Münchner dagegen halten sich im Schatten der Elbphilharmonie, die von den Hamburger Controllern auf der Suche nach quantitativ ausreichend Publikum bald eine vierundzwanzigstündig durchgehende Bespielung anzustreben gezwungen sein könnte.
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