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Alle Artikel kategorisiert unter »Festival Aix-en-Provence«

Die höheren Künste des Recyclings – Das Festival in Aix-en-Provence 2019

08.07.19 (Frieder Reininghaus) -
Die erste Stunde gehörte einem seltenen Gast im sommerlichen Aix-en-Provence: Madame La Pluie ließ die Veranstalter und die vor den Absperrgittern wartenden zahlenden Gäste lange im Ungewissen. Doch dann wurden die Barockgeigen des Orchesters Pygmalion aus Bordeaux ausgepackt. Sie und die vielen prächtigen Kostüme, die unter kundiger Assistenz von Elisabeth de Sauverzac geschneidert worden waren, setzten sich dem Witterungs-Restrisiko aus. Gegen 23 Uhr begann eine Solostimme den zum Auditorium umgewidmeten Hof der Arvchevêché zu erfüllen. Sie intonierte, bald unterstützt vom Chor, ein mittelalterliches Graduale – als Einstimmung auf das Requiem von Wolfgang A. Mozart.

Vielseitig und reichhaltig – eine Bilanz zum Festival lyrique d’Aix-en-Provence 2012

11.07.12 (Frieder Reininghaus) -
Mit der als Sensation gefeierten Uraufführung von George Benjamins „Written on Skin“ hat sich das Festival in Aix einen zeitgenössischen Schwerpunkt zugelegt (siehe nmz online vom 9.7.2012). Das Kontemporäre erhielt durch das Projekt „Une situation Huey P. Newton J.M. Bruyère“ an einem der „sozialen Brennpunkte“ ein paar Kilometer außerhalb des Stadtkerns einen weiteren Akzent: Da wurde von einer inhomogenen Künstlergruppe in einer Salle polyvalente und dem über eine Fußgängerbrücke erreichbaren Bürgerpark auf Probleme der heutigen Welt im Allgemeinen und das inzwischen auch schon wieder historische Anliegen der „Black Panther“ Bewegung lautstark und optisch grell aufmerksam gemacht.

Die Aura des schönen und grausamen Mittelalters: Zur Uraufführung der Oper „Written on Skin“ von Martin Crimp und George Benjamin in Aix-en-Provence

09.07.12 (Frieder Reininghaus) -
Mitte der 1990er-Jahre komponierten Alfred Schnittke (für die Wiener Staatsoper) und Franz Hummel (für das Pfalztheater Kaiserslautern) polystilistische Opern über das (weitgehend im geschichtlichen Dunkel liegende) Leben Gesualdos. Don Carlo Gesualdo, Fürst von Venosa, leistete als Lautenist und Komponist im späten 16. Jahrhundert einen Beitrag zur Musikgeschichte Neapels; lange nach seinem Tod wurde er verdächtigt, die Tötung seiner Frau und eines Gastes, den er für ihren Liebhaber hielt, in Auftrag gegeben zu haben.

Noch ein Vater-Sohn-Konflikt in der Provence: Uraufführung von Oscar Bianchis „Thanks to my eyes“ und das Opernfestival in Aix

12.07.11 (Frieder Reininghaus) -
Der einhelligen Resonanz nach zu schließen, hat es Bernard Foccroulle, der Direktor des Festivals d’Aix-en-Provence, den geladenen und auch den zahlenden Sommergästen auch in diesem Sommer recht gemacht. Dabei kann der Intendant von Glück sagen, dass die von Jean-François Savadier ohne opulente Kulisse, personenbezogen exakt und ganz im Hinblick auf den Vater-Sohn-Konflikt hin inszenierte „Traviata“ zu Beginn ebenso goutiert wurde wie die Uraufführung von Oscar Bianchis „Thanks to my Eyes“ als ‚Amuse gueule‘.
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