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Alle Artikel kategorisiert unter »Hans Neuenfels«

Ein «Bastard» von Format - Regisseur Hans Neuenfels legt Erinnerungen vor

Ein paar Buhrufe musste Hans Neuenfels auch in diesem Jahr nach der Wiederaufnahmepremiere seines «Lohengrin» bei den Bayreuther Festspielen einstecken. Er nahm sie, wie immer, mit einem Lächeln entgegen, er kennt das seit Jahrzehnten. Beim breiten Publikum ist die originelle «Rattenplage» aber längst zum absoluten Liebling avanciert. Gerade ist der große Meister des Regietheaters 70 geworden und an diesem Montag erscheint dazu passend sein humorvoll-ironischer Rückblick auf mehr als 40 turbulente Jahre Theater- und Opernschaffen.

„Man muss sich öffnen“: Public Viewing mit „Lohengrin“ in Bayreuth

14.08.11 (Tobias Hell) -
Es dürfte nur wenig Theater weltweit geben, bei denen das Verhältnis von Angebot und Nachfrage so weit auseinander klafft, wie in Bayreuth. Auch wenn es bei den Bestellungen von ehemals 10:1 inzwischen auf 6:1 gesunken ist, als Normalsterblicher ohne Promibonus wartet man in der Regel immer noch mindestens sieben Jahre, bis eine der ersehnten Karten im Briefkasten landet.

Sichtbarmachung der Psyche: Bejubelte „Lohengrin“-Premiere bei den Bayreuther Festspielen

28.07.11 (Peter P. Pachl) -
Hans Neuenfels hat die Proben und Umbesetzungen selbst vorgenommen, aber an seiner ungewöhnlichen Konzeption als Rattenmärchen kaum etwas verändert. Der Clou seiner Konzeption der untertänigen Ratten in einer Versuchsanordnung erschließt sich dem Zuschauer auch beim neuerlichen Betrachten nicht zur Gänze. Und die Frage, wer die stummen Bewacher in ihren blauen Schutzanzügen sind und in wessen Auftrag sie handeln, bleibt weiter offen.

Berühmt und berüchtigt - Regisseur Hans Neuenfels wird 70

Hans Neuenfels kennt es nicht anders: Wo immer er eine Opernpremiere auf die Bühne bringt, gibt es anschließend Buhrufe, heftige Debatten, aber auch Lobeshymen und Bewunderung. Seit seinem Debüt mit Giuseppe Verdis «Troubadour» 1974 hat er mehr als 20 Mal Regie geführt in den großen deutschen Opernhäusern, in Wien und in Basel und gilt bis heute als Exzentriker des Gegenwartstheaters, als heiß geliebter Revoluzzer und Anarchist.

Neuenfels für öffentliche Diskussion um „Lohengrin“-Inszenierung

27.07.10 (Agentur ddp) -
Opernregisseur Hans Neuenfels wünscht sich nach den vielen Buhs für seine «Lohengrin»-Inszenierung am Sonntag in Bayreuth eine öffentliche Diskussion mit dem Publikum. «Wenn mehr Leute die Inszenierung gesehen haben, werde ich der Festspielleitung vorschlagen, zu einer öffentlichen Diskussion einzuladen», sagte der 69-jährige Altmeister des Regietheaters am Dienstag in Bayreuth. Die vielen positiven Reaktionen auf seinen «Lohengrin» in den Feuilletons freuten ihn zwar sehr. «Das Entscheidende ist aber das Publikum», fügte er hinzu.

Lohengrin, ein Rattenmärchen: Hans Neuenfels’ Inszenierung eröffnete die Bayreuther Festspiele

26.07.10 (Peter P. Pachl) -
Viel Aufregung anlässlich der jüngsten, noch vom verstorbenen Festspielleiter Wolfgang Wagner intendierten Neuinszenierung des „Lohengrin“ durch den 69-jährigen Regie-Provokateur Hans Neuenfels, der 1974 mit seinem „Troubadour“ in Nürnberg die Welle des eigenwilligen Regietheaters für das Genre Oper ausgelöst hatte.

Hans Neuenfels hat kein Interesse am kompletten „Ring des Nibelungen“

25.07.10 (Agentur ddp) -
Opernregisseur Hans Neuenfels hat die Arbeit bei den Bayreuther Festspielen auch als Debütant mit 69 Jahren ausgesprochen gut gefallen. „Ich würde jederzeit wiederkommen“, sagte Neuenfels am Sonntag wenige Stunden vor der Premiere seiner ersten Operninszenierung auf dem Grünen Hügel. Er widersprach aber der Darstellung, er habe Interesse am kompletten „Ring des Nibelungen“ angemeldet. Da käme für ihn nur einer der insgesamt vier Teile in Frage, betonte er.

Lear ist Jedermann: Hans Neuenfels’ inszeniert Reimanns „Lear“ an der Komischen Oper

23.11.09 (Peter P. Pachl) -
Im Vorjahr hatte ein wissenschaftliches Symposion in Salzburg die Frage der Figur des Todes auf der Bühne untersucht und war zu dem verblüffenden Ergebnis gekommen, dass die Zahl des personifizierten Darstellungen auf der Opernbühne überschaubar gering ist. Nun hat Hans Neuenfels dieser Reihe eine weitere Verkörperung hinzugefügt. In der zu Recht bejubelten Neuinszenierung von Aribert Reimanns „Lear“ an der Komischen Oper Berlin macht der Regisseur aus der Sprechrolle des Narren den Tod, oder besser: die noch seltenere Verkörperung einer Tödin, denn dargestellt wird sie von Neuenfels’ Ehefrau Elisabeth Trissnenaar. Und in Konsequenz der Bildfindungen verwundert es Insider kaum, dass König Lear ein bekanntes Arbeitskostüm des Regisseurs trägt.

Lust der Qual: Wolfgang Rihms „Proserpina“ in Schwetzingen uraufgeführt

05.05.09 (Frieder Reininghaus) -
Am Anfang der Gattung Oper entdeckte Claudio Monteverdi die Figur der Persephone (lat.: Proserpina) für das Musiktheater: die Klage der von Hades (Pluto) geraubten, vergewaltigten und zur Königin der Unterwelt erhobenen jungen Frau. Doch die Partitur ist verloren gegangen. Siegmund Freiherr von Seckendorfs Musik für Johann Wolfgang Goethes Anverwandlung des mythischen Sujets in einer „dramatischen Grille“ („Der Triumph der Empfindsamkeit“), eineinhalb Jahrhunderte später entstanden, möchte heutigen Ohren allzu milde frühklassisch vorkommen.

Am offenen Herzen – Hans Neuenfels inszeniert „La Traviata“ an der Komischen Oper

24.11.08 (Peter P. Pachl) -
„Warnstreiks und Protestaktionen der deutschen Kommunal- und Staatsorchester“ kündigten Mitglieder des Orchesters der Komischen Oper, als Verkehrswacht kostümiert, am Premierenabend auf der Straße vor Berlins deutschsprachigem Opernhaus an und warben beim Publikum mit Flugblättern für ihre tarifliche Anbindung an den „öffentlichen Dienst“. Glücklicherweise kam es dann in der jüngsten Premiere selbst zu keinen weiteren Protestaktionen dieses Klangkörpers, der unter seinem neuen Generalmusikdirektor Carl St. Clair zu neuer Hochform auflaufen könnte.
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