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Alle Artikel kategorisiert unter »Magdeburgische Philharmonie«

Das Salz in der Suppe – Karen Stone inszeniert am Theater Magdeburg Verdis „Falstaff“

13.09.21 (Joachim Lange) -
Giuseppe Verdis „Falstaff“ gehört zu den Meisterwerken der Operngeschichte, die immer besser werden, je öfter man sie hört. Es ist die Vielzahl der Köstlichkeiten, die verführt. Und man freut sich nach dem Aufblitzen und wieder Verschwinden der einen schon auf die nächste. Klar sind da keine Arien über die Rampe zu schmettern. Auch schwelgerisches Anschmachten taucht nur als ironisch akustisches Augenzwinkern auf. Aber die Souveränität, die Entdeckerfreude und auch die Lust, sein Publikum (als fast Achtzigjähriger) noch einmal zu überraschen, wo er es doch schon seit Jahrzehnten quasi in der Tasche hatte, das imponiert bei jeder Wiederbegegnung mit dem Werk.

New York, Magdeburg – „Guys and Dolls“ an der Oper Magdeburg voraufgeführt

16.06.21 (Joachim Lange) -
Ein Musical ins reguläre Programm zu nehmen, birgt für ein normales Opernhaus, auch ohne Coronaeinschränkungen ein gewisses Risiko. Denn das Genre hat sich seine eigenen, durchkommerzialisierten Verbreitungswege geschaffen. Mit speziell errichteten Theatern für international vermarktete Blockbuster an ein paar ausgewählten Standorten im Land. Sogar mit einem Haus für ein Musical. Dazu eine treue Anhängerschaft, die die Preise, die dort gezahlt werden, weit weniger kritisch akzeptiert als die heruntersubventionierten Eintrittspreise in der Oper.

Corona inszeniert mit – Mozarts „La clemenza di Tito“ in Magdeburg

14.09.20 (Joachim Lange) -
Die Oper in Magdeburg hätte es sich mit ihrer Spielzeiteröffnung im Corona-Spätsommer auch leichter machen können. Mozarts „La clemenza di Tito“ spielt sich nämlich nicht von selbst. Zumindest nicht so wie die drei DaPonte Opern oder die Zauberflöte. Und auch nicht wie die „Entführung aus dem Serail“. In gewisser Weise kehrt Mozart damit in die Nähe der Seria-Oper zurück, als diese Form auch dank Mozarts eigenem Schaffen schon Geschichte war.

5 vor 12 im Urwald: „Turandot“ extrem wild in Magdeburg

15.02.20 (Roland H. Dippel) -
Unter anderen Umständen hätte man die Entscheidung für den ganz kurzen Alfano-Schluss in der „Turandot“-Produktion am Opernhaus Magdeburg als künstlerische Faulheit kategorisieren müssen. Aber durch das perfekte Zusammenspiel der Generalmusikdirektorin Anna Skryleva und des diesmal bemerkenswert umsichtig arbeitenden Regisseurs Michiel Dijkema gelingt eine plausible und höchst unterhaltsame Puccini-Zertrümmerung. Jubelorkane für das 1926 als Fragment an der Mailänder Scala uraufgeführte Musikdrama und ausverkaufte Vorstellungen.

Magdeburg: Impuls-Festival mit jungen Werken und einer Uraufführung

15.11.19 (Roland H. Dippel) -
Nochmals ein Besuch beim Impuls-Festival für Neue Musik Sachsen-Anhalt – einige Wochen nach den Filmkonzerten „Brennweite“ mit Uraufführungen des Komponisten-Workshops von Annette Schlünz nach Animations- und Dokumentarfilmen aus dem Bauhaus und den Masterclass-Konzerten für junge Solisten und Dirigenten. Mit besonderer Freude beobachtet Festival-Leiter Hans Rotman die Verdichtung seines Konzepts, das Neugier für Neue Musik an verschiedenen Orten Sachsen-Anhalts vergrößern soll. Ein Bericht von Roland H. Dippel.

Deutsche Orchester-Stiftung würdigt Projekte aus Dessau und Magdeburg

25.09.19 (nmz/kiz) -
Dessau-Roßlau/Magdeburg - Die Deutsche Orchester-Stiftung (DOS) hat auf ihre Shortlist des Preises Innovatives Orchester 2019 gleich zwei Projekte aus Sachsen-Anhalt gesetzt. Unter den insgesamt sieben ausgewählten Orchestern seien die Anhaltische Philharmonie Dessau mit einer Jugendkonzertreihe in großer Besetzung sowie die Magdeburgische Philharmonie, die gezielt Werke von Komponistinnen auswähle, teilte die DOS am Dienstag mit.

Uraufführung – Nun auch als Oper: Monsteraffe King Kong in Magdeburg

22.03.19 (Michael Jenne) -
Seit mehr als 150 Jahren bereits geistert der Monstergorilla King Kong in sämtlichen Kunst- und Unterhaltungsmedien durch die Kulturgeschichte – Skulptur, Roman, Comics, Computerspiel, Kinderbuch, Musical… Die amerikanische Originalverfilmung von 1933 gilt als Klassiker in der langen Folge der Bearbeitung des Stoffes. In Magdeburg fand nun die Uraufführung einer Kammeroper von Jeffrey Ching statt: „Die wahre Geschichte von King Kong“ verbindet Musiktheater mit Puppenspiel und Film, basierend auf einem Libretto von Roscha A. Säidow, die auch Regie führt. Michael Jenne berichtet.

Warten auf Anatol – Die Oper Magdeburg glänzt mit Samuel Barbers Oper „Vanessa“

21.01.19 (Joachim Lange) -
„Vanessa“ – das klingt irgendwie nach einem Illustriertentitel. Oder nach Hollywood. Bei der regieführenden Intendantin der Oper Magdeburg Karen Stone und ihrem Ausstatter Ulrich Schulz sieht es auch etwas danach auch. Vanessa ist die Frau, um die der Amerikaner Samuel Barber (1910-1981) eine Oper geschrieben hat. Seit ihrer Uraufführung an der MET 1958 hat sie den Kanon des Genres im 20. Jahrhundert zwar nicht revolutioniert, aber sich widerstandslos ganz gut einfügt. Die Rubrik, in der es um scheiternde Beziehungen und geheime Obsessionen geht, ist ja ohnehin beliebig erweiterbar. Das Libretto für Barbers einzige Oper schrieb sein Lebensgefährte Gian Carlo Menotti (1911-2007). Selbst Opernkomponist, hat er schon von daher ein gewisses Feeling für eine operntaugliche Story.

„Super Tuesday!“ - Zum Impuls-Festival in Sachsen-Anhalt

01.11.18 (Roland H. Dippel) -
Da weiß der Freistaat Sachsen-Anhalt offenbar noch immer nicht so genau, was für ein unschätzbar wichtiges, nicht-materielles Luxusgut er mit dem Impuls-Festival für Neue Musik beherbergt. Das unter Leitung von Hans Rotman poly-zyklisch agierende Netzwerk mit den vielen Austragungsorten, zu denen am 6. November sogar ein Sonderkonzert mit Impuls-Auftragskompositionen in Brüssel gehört, kooperiert trotz des durch die Förderbedingungen extrem knappen Planungszeitraums erfolgreich mit den Subventionsorchestern in Halle, Magdeburg, Dessau, Wernigerode und Quedlinburg. Ein ganz wichtiger Akzent sind überdies die internationalen Spitzenbesetzungen der Meisterklassen, Workshops und Konzerte mit zwölf Uraufführungen im Festivaljahr 2018.

Oper Magdeburg eröffnet Spielzeit mit Wagners „Walküre“

12.09.18 (Joachim Lange) -
Nur einen Teil aus Richard Wagners Tetralogie „Der Ring des Nibelungen“ auf den Spielplan zu setzten, hat etwas von „ein bisschen schwanger“. Aber wenn man es dann schon mal macht, so wie jetzt die Oper in Magdeburg zum Spielzeitauftakt, dann bietet sich dafür die „Walküre“ noch am ehesten an. Das „Was-bisher-geschah“ (und zwar im „Rheingold“ und in der Zeit zwischen Einzug der Götter und „Walküre“) wird hier nämlich ohnehin ausführlich erzählt.
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