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Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Jenne«

Uraufführung – Nun auch als Oper: Monsteraffe King Kong in Magdeburg

22.03.19 (Michael Jenne) -
Seit mehr als 150 Jahren bereits geistert der Monstergorilla King Kong in sämtlichen Kunst- und Unterhaltungsmedien durch die Kulturgeschichte – Skulptur, Roman, Comics, Computerspiel, Kinderbuch, Musical… Die amerikanische Originalverfilmung von 1933 gilt als Klassiker in der langen Folge der Bearbeitung des Stoffes. In Magdeburg fand nun die Uraufführung einer Kammeroper von Jeffrey Ching statt: „Die wahre Geschichte von King Kong“ verbindet Musiktheater mit Puppenspiel und Film, basierend auf einem Libretto von Roscha A. Säidow, die auch Regie führt. Michael Jenne berichtet.

Zwischen Jetlag und Rosh Hashana

24.08.18 (Michael Jenne) -
Leonard Bernstein zählt zweifellos zu den Genies des 20. Jahrhunderts. Die Vielfalt seines musikalisch-künstlerischen Schaffens war gesteuert durch eine besonders enge Verbindung von Intellekt, Empfindungskraft und Kommunikationsfähigkeit, je auf höchstem Niveau. Dabei war sein Wirken über ziemlich genau ein halbes Jahrhundert geprägt von drei ineinander verschlungenen Identitätsmerkmalen: Leonard Bernstein war Musiker, Amerikaner und Jude, vor allem aber war er, was amerikanische Juden häufig als deutsch-jiddischen Begriff verwenden, „Mensch“.

Ein vielfältiger „Impuls“ für Sachsen-Anhalt

30.11.17 (Michael Jenne) -
An Musikfestivals mangelt es in Mitteleuropa eigentlich nicht, das gilt pauschal auch für Neue Musik. Da könnte sogar der Gedanke aufkommen, das eine oder andere einzusparen, wenn’s eng wird im Etat, wenn das Konzept oder die Umsetzung schwächelt… Größere Sorgen allerdings können Projekte bereiten, die trotz überzeugendem Konzept sowie wiederholt nachgewiesenem Erfolg um ihre Zukunft bangen müssen, weil die Finanzierung Jahr für Jahr in Frage steht und Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln häufig erst bewilligt werden, wenn Akteure wie Veranstaltungsstätten längst feststehen, ja vertraglich gesichert sein müssten und die Ankündigungen schon verbreitet sein sollten.

„Heimat“-Kunde in Sachsen-Anhalt

29.11.14 (Michael Jenne) -
Seit seinem Beginn im Jahre 2008 zeichnet das IMPULS-Festival für Neue Musik in Sachsen-Anhalt aus, dass sich sämtliche Orchester dieses Bundeslandes, also auch die in kleineren Provinzstädten wie Halberstadt/Quedlinburg, Wernigerode und Schönebeck, an ihm beteiligen, dass die Konzeption stets darauf abzielt, die Vielfarbigkeit neuerer und Neuer Musik darzustellen, um ein breiteres Publikum für sie zu gewinnen, und dass ein mit besonderer Sorgfalt gestaltetes Jugendprojekt einen unverzichtbaren Bestandteil des Programms bildet.

Zentenarium der Neuen Musik: Das IMPULS Festival in Sachsen-Anhalt

10.12.13 (Michael Jenne) -
„Das Paradies ist überall!“, so lautete eigentlich das Motto, das vom Leitungsduo des IMPULS Festivals, Hans Rotman und Almut Fischer, für dessen sechsten Jahrgang ausgerufen war. Als Luther-Zitat passt ein solches Motto gewiss in die Reformations-Dekade, war aber damals schon nur theologisch zu verstehen; Bezüge zur Neuen Musik ließen sich jedoch in dem durchaus üppigen und sehr vielfältigen IMPULS-Angebot nur gelegentlich wahrnehmen.

Virtuose Rhapsoden und ein Elefant im Porzellanladen

31.10.12 (Michael Jenne) -
Vermittlung und Kommunikation sind zwei nahezu untrennbar miteinander verzahnte Ebenen. Man kann bekanntlich nicht nicht kommunizieren, durchaus aber nicht vermitteln. Durch unstimmige oder unangemessene Kommunikationsparameter kann es zu Situationen kommen, dass trotz bester Absichten und herausragend dargebotener Musik der Prozess der Vermittlung im Keim erstickt wird. Konzerte für junges Publikum bilden mitunter leider nach wie vor ein Forum für solche Momente.

Wie Himmel und Hölle zugleich

29.04.12 (Michael Jenne) -
Wo gibt es das schon – ein hochkarätiges Orchester, das nur einmal im Jahr für wenige Tage in Aktion tritt, ohne jedoch ein Konzert zu spielen? Am ers- ten Geigenpult rotieren aktive und pensionierte Erste Konzertmeister aus Spitzenorchestern, qualitativ entsprechend besetzt sind alle Streichergruppen, in der Holz- wie der Blechgruppe sitzen renommierte Hochschullehrer und Solobläser neben Akademisten, die, man kann es hören, auch bald in Oberliga-Ensembles verpflichtet sein werden. Tatsächlich bereits zum zehnten Mal, freilich in immer wieder wechselnder Besetzung, fand sich das „Kritische Orchester“ Anfang März in der Berliner Hochschule für Musik „Hanns Eisler“ zusammen. Einziger Zweck der Übung war und ist die Förderung junger Dirigent/-innen.

Nachschlag 2012/02

08.02.12 (Michael Jenne) -
„Schwindsucht im Parkett – Die Zeit läuft“, betitelt der Deutsche Musik­rat Heft 4/11 seiner Zeitschrift MUSIKforum und Chefredakteur Christian Höppner fragt im editorial auf Seite 1: „Wer gewinnt den Wettlauf um den letzten Konzertbesucher?“ Bevor aber der ebenso gespannte wie besorgte Leser die durchaus gewichtigen Beiträge zum Thema erreicht, stößt er in den nachrichten (S. 4) auf einen Widerruf. Das Ergebnis des 9. Kulturbarometers des Zentrums für Kulturforschung in Kooperation mit der Deutschen Orches­tervereinigung (DOV) lautet nämlich: „Besucherrückgang gestoppt“! Eine Kehrtwende zeichne sich in der 2005 konstatierten Entwicklung rückläufiger Zuschauerzahlen ab, denn „in der Spielzeit 2010/2011 besuchten 44 Prozent der bundesweiten Bevölkerung mindestens eine Musiktheateraufführung beziehungsweise ein E-Musikkonzert“. Sechs Jahre zuvor waren es 42 Prozent.

Vielfarbig, kurzweilig, publikumsfreundlich: das IMPULS Festival 2011 in Sachsen-Anhalt

06.12.11 (Michael Jenne) -
Mehr als 60 Festivals für Neue Musik gibt es in Europa, gewiss fünfmal so viele wie im Rest der Welt. Zu den jüngsten zählt das IMPULS Festival für Neue Musik in Sachsen-Anhalt, das erst seit 2008 jährlich im November stattfindet, verteilt über das mitteldeutsche Bundesland und über drei bis vier Wochen. Muss das sein? Eine negative Antwort – etwa „nein, wir haben mehr als genug davon“ – ließe allerdings auf Unkenntnis dieses Festivals schließen. Damit es von vornherein klar ist: Ich bekenne mich als IMPULS-Fan und will auch gerne erklären, warum.

Weltmäßig - Die Berliner Philharmoniker in der Spielzeit 2011/12

30.06.11 (Michael Jenne) -
„Es gibt so viel Neues!“ So kündigte Sir Simon Rattle die kommende Spielzeit der Berliner Philharmoniker an – genauer: der „Stiftung Berliner Philharmoniker“, wobei die Programme des Orchesters selbst nurmehr weit weniger als die Hälfte des gesamten Angebots dieser Stiftung ausmachen. Blättert man die voluminöse Vorschau durch und lässt die bisweilen unsinnig pompösen Einführungen hinter sich (im Education-Programm „lernen auch Erwachsene die unvergleichliche Faszination der Musik kennen...“), so ist man jedoch mit einer wahrhaft universalen Vielfalt von Musikpräsenta­tion konfrontiert.
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