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Alle Artikel kategorisiert unter »Musiksoziologie«

Vor 50 Jahren: Adornos kunstsoziologisches Vermächtnis

15.01.20 (Alphons Silbermann) -
Schlagworthafter Aphorismus – empirisch-soziologische Kunstbetrachtung?
Adorno liebte die Musik, Und von dort aus stieß er die Türe zu seinen den Künsten gewidmeten Betrachtungen auf, von denen es landläufig heißt, sie seien kunstsoziologischer Art. Ob dem so ist oder nicht, hat zu mancherlei Auseinandersetzungen und Diskussionen geführt, die weniger denjenigen geholfen haben, die durch ihre Argumente versuchten, das Nicht-Soziologische in seiner Auffassung nachzuweisen, als der kunstsoziologischen Reputation Adornos selbst.

Eine Zeit kulminierender Widersprüche

13.05.19 (Andreas Wehrmeyer) -
Die vorliegende Arbeit ist aus der Dissertation eines Osteuropa-Historikers hervorgegangen. Sie versteht sich nicht als „primär musikwissenschaftliche Arbeit“, sondern sieht sich „an der Schnittstelle von Historiographie und Musiksoziologie“ (S. 14). Unter „klingender Sowjetmoderne“ subsumiert der Autor die avancierten Entwicklungen in der klassischen (Darbietungs-) Musik der Sowjetunion im Zeitraum von 1964 bis 1985, das heißt in der Ära Leonid Breschnews bis zur beginnenden „Perestrojka“ Michail Gorbatschows.

Vor der Reglementierung

09.09.18 (Andreas Wehrmeyer) -
Die Musikwissenschaft als institutionalisierte Disziplin entwickelte sich in Russland erst in den 1920er-Jahren unter den Voraussetzungen und Bedingungen des neuen Sowjetstaates. Sie zeigte sich dabei nicht in erster Linie als eine historisch-philologische Disziplin, sondern war offen für gesellschaftswissenschaftliche Fragestellungen aller Art. Letztere bestimmten als „musiksoziologisches Forschungsparadigma“ das Fach bis zirka 1930. Das rief sowohl Forschungen von beachtlichem Reflexionsniveau auf den Plan als auch eher „vulgärsoziologische“ Zugänge, die darauf aus waren, Phänomene der Musik mechanisch auf gesellschaftlich-ökonomische Verhältnisse zurückzuführen, das heißt als deren Widerspiegelung.

Vom Abschied des Idealhörers: „The Art of Listening – Ein Festival des Musikhörens“ im Berliner Radialsystem V

Musikgeschichte war noch nie ein einfaches Geschäft. War sie seit jeher als akademisches Fach und bildungsbürgerliches Interessengebiet geprägt von philologischer und analytisch-nachvollziehender Kärrnerarbeit, hat sich die Problemlage in jüngerer Zeit noch erheblich verkompliziert. Denn seit die Wissenschaft im Laufe der achtziger Jahre begonnen hat, die sogenannten großen Werke der Musikgeschichte wieder in ihre historischen Kontexte einzubetten, sind als Gegenpart der Komponisten die Hörer in das Blickfeld gerückt. Mit „The Art of Listening“, einer Kombination aus einem dreitägigen Symposium und einem kleinen Festival, sollte im Radialsystem V das gegenwärtige Wissen um unterschiedliche Kulturen des Musikhörens gebündelt werden.
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