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Alle Artikel kategorisiert unter »Staatsoper München«

Korngolds „Die tote Stadt“ wird im Münchner Nationaltheater gefeiert

19.11.19 (Wolf-Dieter Peter) -
Endlich! München, die einstige „Hauptstadt der Bewegung“, deren Theater sich eifrig den braunen Kulturbarbaren angedient haben, hat ein Spielplan-Defizit. Auch im Bereich des Musiktheaters ist die alles Staunen werte Phalanx von Komponisten, die schon lange vor 1933 widerlich abqualifiziert und dann nicht mehr gespielt wurden, lang und breit. Nach 1955 jetzt endlich eine Serie von Korngolds „Opernhit von 1920“ – doch die Freude unseres Kritikers Wolf-Dieter Peter blieb nicht ungetrübt.

Frank Castorf scheitert in Münchens Nationaltheater an Janáčeks „Aus einem Totenhaus“

23.05.18 (Wolf-Dieter Peter) -
Es gibt Musiktheaterwerke, die aus dem gängigen Repertoire fast wie Monolithen aufragen, weil sie fern aller Belcanto-Freuden den Mühseligen und Beladenen ein künstlerisches Mahnmal errichten – so Alban Bergs „Wozzeck“ und „Lulu“, so Bernd Alois Zimmermanns „Soldaten“. Dazu zählt auch Leoš Janáćeks „Aus einem Totenhaus“. In seinem letzten Bühnenwerk legt der 74jährige in einem sibirischen Lager die Schicksale von Gewalttätern und Mördern offen, zeigt kleine Reste von Humanität und schreibt über die Partitur „In jeder Kreatur ein Funke Gottes“.

Schwarz-Weiß-Gala für schöne Stimmen: Verdis „Ballo in maschera“ an der Bayerischen Staatsoper

07.03.16 (Juan Martin Koch) -
Verdis „Maskenball“ in der Regie von Johannes Erath und unter der Leitung von Zubin Mehta an der Münchner Staatsoper hat bei unserem Kritiker zwiespältige Eindrücke hinterlassen. Juan Martin Koch berichtet:

Wohl „ganz gesellschaftskritisch“ gemeint

25.10.15 (Wolf-Dieter Peter) -
Faust triumphiert im Bühnenbildtheater – Münchens Staatsoper bietet Arrigo Boitos „Mefistofele“ erstmals szenisch. Wolf-Dieter Peter war dabei.

Im Labor der Leidenschaften – Hans Neuenfels inszeniert erstmals Puccini in München

16.11.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Eigentlich sollte es ein schöner Abend werden – wie die vorher, als Bumbry-Corelli in „Carmen“ sangen und Scotto-Bergonzi in „Traviata“… und dann neben dem jungen Tenorstar diese „alt“ aussehende Manon Lescaut. Für den Schlussakt in Louisianas Sandwüste waren große Planen über das Arena-Halbrund gezogen, Manon wankte herein – und nach wenigen Minuten erstarrten die 18.000 in der Arena di Verona.

Szenen eiskalten Startums in Janáčeks „Sache Makropulos“

20.10.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Im Umfeld von Münchens Staatsoper tobt schon seit Wochen ein Star-Hype: Anna Netrebko und Jonas Kaufmann sollen in Puccinis „Manon Lescaut“ singen. Star-Sein, wenn irgend möglich in ewiger Schönheit, ist für Münchens Schickeria ein zwischen Brasiliens Schönheitsfarmen und hiesigen Arztpraxen höchstaktuelles Thema. Mag sein, dass deswegen Regisseur Árpád Schilling das Werkende um Janáčeks Gesangsstar Elena Makropulos „münchnerisch“ verfälscht hat.

Zwischen Bürgermief und Gewalt – Die Münchner Opernfestspiele beginnen mit einer „Guillaume Tell“-Missdeutung

29.06.14 (Wolf-Dieter Peter) -
Wie schön: erstmals wurde die Eröffnungspremiere der Münchner Opernfestspiele - bei Haus-Preisen von 243 Euro abwärts - auch als „Oper für alle“ auf großer LED-Wand live auf den Max-Josephs-Platz übertragen. Doch ein halbstündiges Unwetter fegte den Platz zu Beginn zunächst weitgehend leer – fast ein Omen, denn drinnen im Nationaltheater fegte am Ende ein Buh-Sturm das Bühnenteam – nun ja, leider zu spät an. Denn ihre arrogant überhebliche Neudeutung blockiert nun auf Jahre eine dramaturgisch ernstzunehmende Auseinandersetzung mit dem schwierigen Werk.

Schnöde Tochter in überladenem Klanggewand

03.12.12 (Juan Martin Koch) -
Es war eine traurig-schöne Koinzidenz, dass die Uraufführung von Jörg Widmanns Oper „Babylon“ ausgerechnet an Hans Werner Henzes Todestag über die Bühne der Bayerischen Staatsoper ging. Seinem Andenken widmete das Produktionsteam dann auch die Premiere. Intendant Klaus Bachler erinnerte in einer kurzen Ansprache an Henzes Wirken gerade auch in München und beschwor somit unfreiwillig jene musiktheatrale Meisterschaft, die man an diesem Abend dann so schmerzlich vermissen sollte.

Unbeantwortete Fragen: Andreas Kriegenburgs Münchner „Ring“ bleibt auch mit der „Götterdämmerung“ Stückwerk

01.07.12 (Christian Kröber) -
München glüht. Nicht nur vor Spannung, wie das Team um Andreas Kriegenburg und Kent Nagano den Abschluss der Wagnerschen Tetralogie stemmen würde, sondern im ganz wörtlichen Sinne. Zur Festspielpremiere zeigte sich das Wetter von seiner tropischen Seite und ließ das Thermometer auf hochsommerliche Hitzetemperaturen ansteigen.

Hermann Nitsch und Olivier Messiaens „Saint François d’Assise“ in München – eine Teilübergießung

06.07.11 (Juan Martin Koch) -
Bei der Premiere war der Skandal ausgeblieben, und auch bei der zweiten Vorstellung geht der Protest über vereinzelte Buh- und Pfui-Rufe nicht hinaus, als nach dem ersten Teil ein Gekreuzigter durch eine Publikumsreihe getragen wird. Aufs Ganze betrachtet erweist sich die Kombination von Olivier Messiaens Franziskus-Oper mit Hermann Nitschs, hier auf Münchner Opernfestspiel-Format heruntergebremstem „Orgien-Mysterien-Theater“ als gar nicht so abwegig.
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