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Alle Artikel kategorisiert unter »Wilhelm Schwinghammer«

Die lustigen Weiber und die Crossdresser – Otto Nicolais Shakespeare-Oper an der Staatsoper Berlin

04.10.19 (Peter P. Pachl) -
Die Tatsache, dass am Tag der Deutschen Einheit eine Spieloper von Otto Nicolai das Festprogramm bildete, mag den einen oder anderen Opernbesucher verwundert haben. Aber immerhin hat in diesem Opernhaus vor 170 Jahren die Uraufführung der „Lustigen Weiber von Windsor“ stattgefunden, und Otto Nicolai war einer der Vorgänger im Amte von Daniel Barenboim. Peter P. Pachl über Premiere mit „wenn“ und „doch“.

Fulminant, überbordend, witzig – „Die Meistersinger von Nürnberg“ bei den Bayreuther Festspielen

28.07.19 (Peter P. Pachl) -
Spannend zu erleben, wie es in Bayreuth Inszenierungen gibt, die auf den ersten Blick Interesse auf Vertiefung machen, sich dann aber als wenig sinnerhellend herausstellen, andere hingegen, die von Jahr zu Jahr im Sinne der Weiterarbeit, der Idee der „Werkstatt Bayreuth“ folgend, wachsen und reifen. Die Abfolge der Premieren „Lohengrin“ und „Die Meistersinger von Nürnberg“, obendrein mit identischer Besetzung in den Hauptpartien von Sopran und Tenor, ist ein Beispiel für ein sich weiter verdichtendes, an Witz und Spannung nicht abnehmendes Kunstwerk des Tertiärschemas im Kreativprozess des Musiktheaters. Peter P. Pachl analysiert.

Divergierende Erzählebenen: Tobias Kratzer inszeniert „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen [Nachtrag]

26.07.19 (Peter P. Pachl) -
Mit Bravos und Buhs ist Tobias Kratzers Inszenierung des „Tannhäuser“ bei den Bayreuther Festspielen aufgenommen worden. Unser Rezensent Peter P. Pachl sah eine unterhaltsame Aufführung, bei der die verschiedenen Erzählebenen nicht immer zueinander finden wollten, hörte gute Sängerleistungen und ein wenig überzeugendes Dirigat Valery Gergievs.

David Alden präsentiert an der Flämischen Oper in Gent einen düsteren „Lohengrin“

22.09.18 (Joachim Lange) -
Bei diesem Lohengrin-Vorspiel an der Flämischen Oper in Gent geht es mitunter arg laut zu. Der Argentinier Alejo Pérez und das Orchester der Oper brauchen bei der Premiere schon eine Weile, um den manchmal vorwitzigen Ehrgeiz von Blech und dunklen Streichern zu zügeln. Vor allem im zweiten Aufzug beweist er dann aber, dass die Musiker sich auch zurücknehmen können, ohne den Verwandlungsszenen und Aufmärschen ihre opulente Wucht zu nehmen.

Wolken über der See … Georg Friedrich Händels „Ariodante“ an der Wiener Staatsoper

27.02.18 (Joachim Lange) -
Ganz so einwandfrei und barockfreundlich, wie es Staatsoperndirektor Dominique Meyer bei der Premierenfeier meinte, war die Akustik, zumindest im Parkett, dann doch nicht. Wobei das Gastorchester im hochgefahrenen Graben „Les Arts Florissants“ und ihr Gründer und Dirigent William Christie kein Problem hatten, die Klanghoheit im Saal der Wiener Staatsoper zu erringen. Ihr Part war durchweg transparent, frisch aufgespielt und raumfüllend. Dabei sehr einschmeichelnd, wenn die Stimmen zu tragen oder zu umschwirren waren, eloquent bei den knackigen Rezitativen.

Parodos in Kamera-Bilderflut – „Das Rheingold“ bei den Bayreuther Festspielen

28.07.15 (Peter P. Pachl) -
Leider zum letzten Mal dirigiert in diesem Bayreuther Sommer Kirill Petrenko den „Ring des Nibelungen“. Dessen Klangmagie ist das eigentliche Ereignis der von Frank Castorf im Bühnenbild von Aleksandar Denić und in opernuntypischen Kostümen von Adriana Braga Peretzki inszenierten Tetralogie Richard Wagners ist – zumindest am Vorabend des Zyklus – zum reinen Genuss gesteigert. Beim kritischen Betrachten der Inszenierung stellen sich hingegen im dritten Jahr einige Ermüdungserscheinungen ein.

Abschied von Neuenfels’ Rattenmärchen – „Lohengrin“ bei den Bayreuther Festspielen

27.07.15 (Peter P. Pachl) -
Das gehört zur „Werkstatt Bayreuth“: nicht nur das jeweilige Regieteam arbeitet an den Ergebnissen des Vorjahres weiter, quasi auch eine Weiterarbeit des Publikums findet statt, deutlich festzustellen an der sich verändernden Rezeption. So blieb Hans Neuenfels’ ursprünglich sehr kontrovers aufgenommene Sicht auf Wagners „Lohengrin“ als ein deutsches Rattenmärchen beim Premierenabend bei der Premiere im sechsten Festspielsommer ohne Widerspruch und wurde mit Standing Ovations gefeiert.

Götter-Soap und Gangsterkomödie – „Das Rheingold“ bei den Bayreuther Festspielen

28.07.14 (Peter P. Pachl) -
Der Vorabend des „Ring des Nibelungen“ ist Frank Castorf im Bühnenbild von Aleksandar Denić und in ungewöhnlichen Kostümen von Adriana Braga Peretzki bereits im Vorjahr besonders aktionsreich gelungen. Hier wurde in diesem Sommer Einiges modifiziert, zugleich aber mit noch mehr Spielmomenten angefüllt, deren Details von Kameras live auf einen beiderseitig bespielbaren, gigantischen LED-Monitor auf dem Dach des Spielorts übertragen werden. Vieles wird beim zweiten Sehen klarer, und wenn sich der Betrachter erst einmal auf die ungewöhnliche Sicht- und Erzählweise eingelassen hat, bereitet sie durchaus Vergnügen.
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