Buch-Tipps 2009/09


(nmz) -
Till H. Lorenz: Von der „jüdischen Renaissance“ ins Exil. Der Lebensweg Anneliese Landaus bis 1939 und ihr Begriff einer „jüdischen Musik“ - Maik Hester: Akkordeon begreifen. Bau- und Spieltechnik eines vielseitigen Musikinstruments - Enrico Nawrath/Katharina Wagner: Bayreuth Backstage. Innenansichten vom Grünen Hügel
Ein Artikel von Michael Wackerbauer

Till H. Lorenz: Von der „jüdischen Renaissance“ ins Exil. Der Lebensweg Anneliese Landaus bis 1939 und ihr Begriff einer „jüdischen Musik“, von Bockel Verlag, Neumünster 2009, 179 S., Abb., € 35,00, ISBN 978-3-932696-77-0

Der wechselhafte Weg einer jüdischen Musikwissenschaftlerin, die in den letzten Jahren der Weimarer Republik als Musikvermittlerin im neuen Medium Radio hohe Popularität erreichte und nach der Machtergreifung der Nazis im halböffentlichen Rahmen des „Jüdischen Kulturbundes“ bis zu ihrer Flucht nach England 1939 nach einer genuin jüdischen Musik suchte.

Maik Hester: Akkordeon begreifen. Bau- und Spieltechnik eines vielseitigen Musikinstruments, Pfau Verlag, Saarbrücken 2009, 221 S., Abb., € 24,00, ISBN 978-3-89727-402-0

Akribisch nimmt Konzertakkordeonist Hester alle bautechnischen Aspekte des ebenso vielgestaltigen wie vielseitig eingesetzten Instruments unter die Lupe. Detailliert werden die Konstruktionsmerkmale mit instruktiven Abbildungen erläutert, unterschiedliche Bautypen mit ihren vielfältig überkommenen Spieleinrichtungen synoptisch nebeneinander gestellt und Fragen der Klanggenese mit physikalischen Methoden untersucht.

Enrico Nawrath/Katharina Wagner: Bayreuth Backstage. Innenansichten vom Grünen Hügel, Schott, Mainz 2009, 119 S., Abb., € 29,95, ISBN 978-3-7957-0196-3

Wagner für alle beim Public Viewing, „Wagner für Kinder“ mit der Kinderfassung des „Holländer“ – Dokumente einer zunehmenden Öffnung des „Grünen Hügels“ im Jahr 2009. Da reiht sich der Blick hinter die Kulissen schön ein mit einem Bildband, der zum einen mal wieder den gewaltigen künstlerischen wie organisatorischen Kraftakt „Opernproduktion“ vor Augen führt, zum anderen berührende Aufnahmen bietet, etwa von den altmodischen Karteikästen im stark strapazierten Kartenbüro.

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