Buch-Tipps 2018/03

Bücher zu Hespos, Musikpsychologie und: Musik und Krieg 1460–1600


(nmz) -
Stefan Drees: „kunst ist das gegenteil von verarmung“. Aspekte zum Schaffen von Hans-Joachim Hespos, Wolke, Hofheim 2018 +++ Handbuch Musikpsychologie, hg. v. Andreas C. Lehmann/Reinhard Kopiez, Hogrefe, Bern 2018 +++ Silke Wenzel: Lieder, Lärmen, „L’homme armé“. Musik und Krieg 1460–1600, von Bockel, Neumünster 2018
Ein Artikel von Michael Wackerbauer

Stefan Drees: „kunst ist das gegenteil von verarmung“. Aspekte zum Schaffen von Hans-Joachim Hespos, Wolke, Hofheim 2018, 248 S., Abb., Noten­bsp., € 28,00, ISBN 978-3-95593-084-4

Ausgangspunkt der werkbezogenen Annäherung ist die intensive Auseinandersetzung mit den Besonderheiten der Notation bei Hespos, die das traditionelle Zeichensystem sehr differenziert erweitert, insbesondere hinsichtlich des performativen Charakters. Neben dem Kompositionsprozess liegt der Schwerpunkt auch auf diesem Aspekt sowie bei Gedanken zur Interpretation und Aufführung der Werke – ein instruktiver Leitfaden für die künstlerische und analytische Beschäftigung mit Hespos (siehe auch das Interview auf Seite 4).

Handbuch Musikpsychologie, hg. v. Andreas C. Lehmann/Reinhard Kopiez, Hogrefe, Bern 2018, 800 S., Abb., € 49,95, ISBN 978-3-456-85591-2

Auf die Grundstruktur des zuletzt bei Rowohlt noch gemeinsam mit Herbert Bruhn zusammengestellten Standard-Werkes zurückgreifend, legen die Herausgeber gemeinsam mit vierzig Autoren ein völlig neu bearbeitetes Handbuch vor, in dem der aktuelle Forschungsstand zu den Themenkreisen musikalische Sozialisation und Entwicklung, Medien, Musikleben, Musikwahrnehmung und Wirkung pointiert präsentiert wird.

Silke Wenzel: Lieder, Lärmen, „L’homme armé“. Musik und Krieg 1460–1600, von Bockel, Neumünster 2018, 422 S., Abb., Notenbsp., € 48,00, ISBN 978-3-95675-016-8

Auf breiter Materialbasis wird ein musikgeschichtliches Themenfeld vom Mittelalter zur frühen Neuzeit aufgearbeitet, das von der profanen Funktion im Kontext kriegerischer Auseinandersetzungen bis in den Bereich der Kunstmusik reichte. Der musikalische Kriegsdienst und das Befehlssystem werden ebenso umfassend dargestellt wie das Repertoire vom Lied bis zu Bataille und Messkompositionen.

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