Buch-Tipps 2018/06

Wilhelm Killmayer, Hofkapellmeister, Kammermusik der Gegenwart


(nmz) -
Wilhelm Killmayer, hrsg. v. Theresa Henkel/Franzpeter Messmer (Komponisten in Bayern, Bd. 62), Allitera Verlag +++ Das Amt des Hofkapellmeisters um 1800, hrsg. v. Joachim Kremer/Heinrich Schwab, von Bockel Verlag +++ Kammermusik der Gegenwart. Essays, hrsg. v. Frank Hilberg/Harry Vogt, Wolke Verlag, Hofheim
Ein Artikel von Michael Wackerbauer

Wilhelm Killmayer, hrsg. v. Theresa Henkel/Franzpeter Messmer (Komponisten in Bayern, Bd. 62), Allitera Verlag, München 2017, 144 S., Abb., Notenbsp., € 19,90, ISBN 978-3-96233-012-5

„Freude bereiten. Glück bereiten. Schmerz bereiten. Das Gefühl treffen.“ – darin sah Killmayer, der im vergangenen Jahr kurz vor seinem 90. Geburtstag starb, den Sinn der Musik – nachzulesen in einem Interview, das Eingang fand in den lesenswerten Band über den langjährigen Kompositionsprofessor an der Münchner Musikhochschule; ein anregendes Kompendium, das insbesondere Auskunft gibt über das kompositorische Werk – mit Schwerpunkten bei den Bühnenwerken, Lied sowie Kammer- und Klaviermusik.

Das Amt des Hofkapellmeisters um 1800, hrsg. v. Joachim Kremer/Heinrich Schwab, von Bockel Verlag, Neumünster 2018, 230 S., Abb., € 29,80, ISBN 978-3-95675-022-9

Weniger um Künstlerpersönlichkeiten als um die hochrangige Institution geht es in dem Tagungsband zu einem höfischen Metier, das noch uneingeschränkt von den Interessen und Vorlieben der herrschenden Regenten abhängig war und somit zwar viele Chancen, aber auch einiges Konfliktpotential in sich trug. Lesenswerte Fallstudien aus den Residenzen in Schwerin, Stockholm, Berlin, Wien, Eutin und Dresden.

Kammermusik der Gegenwart. Essays, hrsg. v. Frank Hilberg/Harry Vogt, Wolke Verlag, Hofheim 2018, 304 S., Abb., € 29,00 ISBN 978-3-95593-086-8

Wunderbar komponiert ist diese Sammlung an Texten, die über annähernd drei Jahrzehnte für die Programmbücher der Wittener Tage für neue Kammermusik verfasst wurden und nun in einem großen dramaturgischen Wurf zusammenfinden – motivisch verarbeitet nach Gattungskriterien, kompositorischen Strategien oder Aufführungsfragen, bringt der Band das Feld sehr lebendig zum klingen.

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