Bücher-Tipps 2010/07

Bücher, kurz vorgestellt


(nmz) -
Ewig die deine. Briefe von Lea Mendelssohn Bartholdy an Henriette von Pereira-Arnstein *** Hans Günther Bastian/Martin Koch: Vom Karrieretraum zur Traumkarriere? Eine Langzeitstudie über musikalisch Hochbegabte *** Markéta Štedronska: Die Klavierkammermusik von Antonín Dvorák. Studien und Vergleiche mit Werken von Brahms
Ein Artikel von Michael Wackerbauer

Ewig die deine. Briefe von Lea Mendelssohn Bartholdy an Henriette von Pereira-Arnstein, hrsg. v. W. Dinglinger/R. Elvers, Wehrhahn Verlag, Hannover 2010, 2 Bde., XIII, 841 S., Abb., € 49,80, ISBN 978-3-86525-133-6

Eine schöne Ergänzung zur eben erscheinenden großen Mendelssohn-Briefausgabe bei Bärenreiter: sehr umfangreiche, ausführliche und persönliche Schreiben von Felix’ Mutter an die Wiener Cousine aus den Jahren 1809–42, die das Bild der faszinierenden Familie weiter entfalten und bedeutend ergänzen, nicht zuletzt auch in vielen Details zu Karriere und Schaffen des Geschwisterpaars Felix und Fanni.

Hans Günther Bastian/Martin Koch: Vom Karrieretraum zur Traumkarriere? Eine Langzeitstudie über musikalisch Hochbegabte, Schott, Mainz u.a. 2010, 408 S., Abb., € 49,95, ISBN 978-3-7957-0689-0

20 Jahre nach einer ersten Studie „Leben für Musik“, in der hochbegabter Nachwuchs aus den Wettbewerben „Jugend musiziert“ zu seinen Erwartungen an den Musikerberuf befragt wurde, zieht der größte Teil der damals Beteiligten in Interviews Bilanz. Ein lesenswertes und lehrreiches Bündel an Erfahrungen zu Ausbildung und Berufsweg – in allen Facetten zwischen Glückszustand und Krisenbewältigung.

Markéta Štedronska: Die Klavierkammermusik von Antonín Dvorák. Studien und Vergleiche mit Werken von Brahms (Münchner Veröffentlichungen zur Musikgeschichte, Bd. 67), Hans Schneider Verlag, Tutzing 2010, 305 S., Notenbsp., € 72,00, ISBN 978-3-7952-1280-3

Stets im Blick auf die korrespondierenden Werke von Dvoráks Mentor werden die einzelnen Satztypen (Eck- beziehungsweise Mittelsätze) des betrachteten Werkkorpus nach systematischen Kriterien analysiert und ihre Stellung in den Spannungsfeldern zwischen Beeinflussung (Brahms/Schubert) und Eigenständigkeit, Traditionsgebundenheit und Fortschritt diskutiert.

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