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Absatztechniken


(nmz) -
Mittenwald, Markneukirchen: Zur Schaffung neuer Absatzmärkte haben sich der Verband deutscher Geigenbauer und Bogenmacher sowie der Deutsche Komponistenverband (DKV) in eine neue Allianz begeben. Die Manufakturen wollen zukünftig bei den großen Festivals der Neuen Musik in Darmstadt, Donaueschingen und Stuttgart Kompositionsaufträge vor allem an Konzeptualisten wie Johannes Kreidler und Stefan Prins vergeben, deren Schaffen explizit durch das performative Zerstören hochwertiger Streichinstrumenten geprägt ist.
Ein Artikel von nmz-red

Der Mitgliedsbeitrag beim DKV wird je nach Anzahl der zerstörten Instrumente prozentual reduziert. Bei der GEMA soll es gut informierten Kreisen zufolge Überlegungen geben, ihre Tantiemen künftig in Form von Anteilen an wertvollen Streichinstrumenten auszuzahlen. Kritik kommt allein von der SINFONIMA Instrumentenversicherung, die befürchtet, damit über kurz oder lang in die Insolvenz zu geraten.

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Vielen Dank für diese Satire!
Vergessen hat man noch die Holzfabrikanten, die solche Aufführungen künftig sponsern
werden, um ihre Umsätze zu steigern und natürlich die Leute vom privaten
Abfalldienst, die den Müll wegräumen sollen und für neue Aufträge dankbar sind.
Und da soll noch einer behaupten, Neue Musik hätte keinen gesamt-gesellschaftlichen
Wert…
Dennoch bleibt das Ganze für das Musikland Deutschland,
dem Land von Heinrich Schütz, Bach, Beethoven, Brahms, Wagner,
Richard Strauss, Hindemith etc. ein Trauerspiel. Hätte man das Geld, das für diese Violinen
ausgegeben wurde, lieber für Aufführungen von Werken von jungen Komponisten verwendet, oder die Violinen an arme musikalische Kinder in Afrika oder Südamerika verteilt, die in ihrer Kindheit nur einen Traum haben: eine eigene schöne Violine besitzen; nur einmal im Leben in einem Orchester ein Stück von Mozart oder Bartok mitspielen zu dürfen.


Violinenbehandlung

Selbst-Endlösung der post-45 ‘neue Musik’.


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