Die richtige Taste finden

Über die Keyboardschule „Die Taste“ von Friedhelm Floer


(nmz) -

Vor etwa 20 Jahren hat Friedhelm Floer als Klavierlehrer und Leiter einer privaten Musikschule mit den ersten Experimenten eines Keyboard-Unterrichtes als Vor- oder Parallelstufe zum Klavierunterricht begonnen. Diese Erfahrung hat er später zur Grundlage seiner Keyboardschule „Die Taste“ gemacht. Die Schule, geeignet für Individuell- wie für Gruppenunterricht, für Kinder ab sieben Jahren, besteht aus acht Bänden. Vom ersten bis zum achten Band führt ein roter Faden – oder, genauer gesagt, mehrere „rote Fäden“. Erstens, viele der angebotenen Musikstücke sind dem Lernenden schon bekannt: Sie stammen aus der tagtäglichen Musikumgebung der zeitgenössischen Kinder oder gehören zum Liedgut einer normalen deutschen Kinderstube. Dieses Anfangsrepertoire wird ständig erweitert, bis zu den Beispielen aus der musikalischen Klassik. Zweitens, jeder Band hält am Prinzip der stilistischen Vielfalt, der stilistischen Abwechslung fest. Dadurch werden für den Lernenden die E- und die U-Musik nicht als „ewige Feinde“, sondern als Komponenten seiner natürlichen Musikumgebung dargestellt. Drittens, die Musikstücke sind klein genug – insbesondere am Anfang der Keyboardschule – um relativ schnell gelernt und gespielt werden zu können: So ist die Freude des „Selbst-Musik-Machens“ fast sofort da, und die technische Seite wie die Perfektionierung des Vortrags kann auf natürliche Weise „nachgesetzt“ werden. Und viertens, der Schüler wird systematisch zu komplizierteren Aufgaben geführt, so dass, wenn etwa die komplexere Rhythmik oder gar die Polyphonie einsetzt, es vom Lernenden nicht als ihm zusätzlich aufgeladene Aufgabe aufgefasst wird („warum eigentlich, ohne geht doch auch?“), sondern als eine natürliche Notwendigkeit, weil diese konkrete Musik das eben erfordert. Mit der technischen Entwicklung sieht die Sache genauso aus: Schritt für Schritt wird der Lernende von ganz einfachen Aufgaben zur komplizierten Technik geführt, so dass er dann das Erlernte ohne Probleme auf sein Klavierspiel übertragen kann. Diese vier „Säulen“ bilden die Grundsteine für den Erfolg der Keyboardschule, erschienen bei Tonger in Köln.

Ein Artikel von Moisei Boroda

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