Ein Traumberuf mit kleinen Tücken

Neues Handbuch: Praktische Tipps für angehende Künstler


(nmz) -

Olaf Zimmermann, Gabriele Schulz: Traumberuf Künstler. Kreativität leben – finanzielle Sicherheit erreichen, Bildung und Wissen Verlag 2002, 171 Seiten, € 14,80, ISBN 3-8214-7618-4

Ein Artikel von Jeannine Hoppmann

Kann man Kunst erlernen? Kann man überhaupt Künstler werden oder muss man dies nicht schon sein? Diesen Fragen gehen Olaf Zimmermann und Gabriele Schulz in ihrem Buch „Traumberuf Künstler“ nach.

In einer Art Nachschlagewerk für angehende Künstler wird vor allem ein Augenmerk darauf gelegt, was für ein Dasein dieser Berufssparte erforderlich ist. Ist es Talent, Leidenschaft, der Wille zu einem anderen, unangepassten Leben? Oder Selbstbewusstsein und Durchhaltevermögen? Die Autoren meinen, dass von allem etwas vorhanden sein sollte, vor allem aber Besessenheit für das künstlerische Werk.

Das Ziel des Buches ist es, die künstlerischen Berufsfelder im engeren Sinne zu betrachten, von Musik, Tanz, über Schauspiel und Bildende Kunst bis hin zur Literatur. Neue Künste wie die Themen Film und Medienkunst, werden daher nur andeutungsweise behandelt.

Doch ist Kunst nun lehrbar? Die Autoren zeigen Ausbildungswege auf und schlagen einen Bogen beginnend mit der Förderung des künstlerischen Nachwuchses im Kindesalter über die Ausbildung an Hochschulen bis zum Berufseinstieg.

Neben den Profilen der einzelnen Hochschulen werden auch Karrierechancen und Verdienstmöglichkeiten diskutiert und Adressen von Interessenverbänden und Ansprechpartnern für den Berufsstart angegeben. Junge Künstler erhalten hier gleichzeitig Einblicke in Förderprogramme und den Kulturbetrieb Deutschlands. Deutlich wird hier der Realität ins Auge gesehen.

Wenn auch der Berufsstart schwierig ist und die Verdienste größtenteils nicht besonders üppig ausfallen, die Darstellung ist ernüchternd, wollen die Autoren dennoch nicht schwarz malen. So werden alternative Berufszweige aufgezeigt, in denen ebenso Kreativität gelebt werden kann. Ein hilfreiches Werk für angehende und junge Künstler mit hohem praktischem Wert.
Wer aber tiefergehende Hinweise und ausführliche Bemerkungen zum Künstler-Dasein wünscht, der sucht hier vergebens.

Kommentar hinzufügen

Der Inhalt dieses Feldes wird nicht öffentlich zugänglich angezeigt.
CAPTCHA
Diese von Menschen zu lösende Aufgabe ist zur Vermeidung von Spam-Inhalten leider notwendig.
Bild-CAPTCHA
Geben Sie die Zeichen ein, die im Bild gezeigt werden.

Tags in diesem Artikel

Ähnliche Artikel

  • Erstaunliche Fülle, aufschlussreich reflektiert - Das Opernlexikon im Laaber-Verlag verbindet Werk-, Sach- und Personenartikel
    01.02.2003 Ausgabe 2/2003 - 52. Jahrgang - Rezensionen - Norbert Christen
  • Ein Leben im wilden Wirbel - Gisela Mays Erinnerungsbuch neu erschienen
    01.02.2003 Ausgabe 2/2003 - 52. Jahrgang - Rezensionen - Ursula Gaisa
  • Hör- und Lauschvermögen - Sieben Spielgeschichten für verschiedene Altersstufen
    01.02.2003 Ausgabe 2/2003 - 52. Jahrgang - Rezensionen - Ludger Kowal-Summek
  • Idealer Nährboden für Komponisten - Juan Martin Kochs Untersuchung zum Klavierkonzert des 19. Jahrhunderts
    01.03.2003 Ausgabe 3/2003 - 52. Jahrgang - Rezensionen - Barbara Pikullik
  • Der lauschende Leser steht im Vordergrund - Diether de la Mottes musikalische Gedichtanalysen bei Bärenreiter
    01.03.2003 Ausgabe 3/2003 - 52. Jahrgang - Rezensionen - Johannes Rubner