Fachkräfte-Ausbildung zeitgemäß gestalten

Weiterbildungszentrum EMP an der Akademie der Kulturellen Bildung


(nmz) -
In der Elementaren Musikpädagogik (EMP) wird seit Jahren ein enormer Fachkräftemangel beklagt. Mit ihrem einmaligen Weiterbildungskonzept, der dreistufigen Qualifizierung zum Musik- und Bewegungspädagogen, begegnet die Akademie der Kulturellen Bildung in Remscheid flexibel und passgenau den wachsenden Herausforderungen in der Ausbildung.
Ein Artikel von Akademie der Kulturellen Bildung Remscheid

Seit 2012 bietet die Akademie der Kulturellen Bildung die Qualifizierung zum Musik- und Bewegungspädagogen (ARS) an. Sie bildet aus für Berufsfelder in der frühkindlichen ästhetischen Erziehung, Grundschule und Ganztag. Aber auch die künstlerisch-gestalterische Arbeit mit Jugendlichen bis hin zu Erwachsenen jeglichen Alters steht im Fokus des Weiterbildungszentrums.

In drei Qualifizierungsstufen zur künstlerischen Praxis

Im Jahr 2019 hat die Akademie der Kulturellen Bildung ihre Qualifizierung komplett neu ausgerichtet: Der Schwerpunkt liegt seitdem verstärkt auf der künstlerischen Arbeit und die Struktur wurde zum dreigliedrigen Weiterbildungsmodell verändert. In drei aufeinander aufbauenden Stufen führt das EMP-Weiterbildungszentrum in Praxis und Theorie zum Abschluss „Musik- und Bewegungspädagog*in EMP – Performance Art“. Die Inhalte und Vermittlungsformen der Qualifizierungsstufen basieren auf einer kontinuierlichen Praxiserprobung. Sie beziehen evaluierte Projekte des Fachbereichs Musik mit ein und fordern in jeder Phase ein Konzert der Teilnehmenden.

Die erste Stufe „EMP Basic“ vermittelt Grundlagen einer bewegungsorientierten Elementaren Musikpädagogik. Analoge und digitale Unterrichtskonzepte für die musikpädagogische Arbeit mit Kindern stehen im Vordergrund. Die Teilnehmenden erarbeiten eine Performance für diese Zielgruppe, trainieren die relative Solmisation und werfen mit Themen wie „Musik – Sport – Grenzen“ oder „Narrative Musik“ einen Blick über den Tellerrand. Zudem entwickeln sie Konzepte für den Online-Unterricht.

EMP Advanced“ baut mit pädagogisch-künstlerischen Stundenkonzepten für Gruppen jeglicher Größe und unterschiedlichen Alters auf die Basis-Weiterbildung auf. Die Qualifizierungsstufe setzt zusätzliche Schwerpunkte in choreografischem Gestalten, in Chorleitung und Musikgeschichte. Zudem legt sie Grundlagen für die eigenständige Projektarbeit – von der Idee bis zur Finanzierung, Durchführung und Evaluierung. Der erfolgreiche Abschluss führt zum Zertifikat „Musikfachkraft Elementare Musikpädagogik“.

Die „Masterclass EMP High Performance“ führt schließlich zum Abschluss „Musik- und Bewegungs­pädagog*in EMP – Performance Art“. Die Masterclass fördert die künstlerische Praxis der Teilnehmenden. Diese schärfen ihr Profil zwischen pädagogisch-künstlerischen und interdisziplinären Arbeitsfeldern. Zudem steht die Arbeit als Multiplikator*innen und Freelancer*innen im Mittelpunkt der finalen Qualifizierungs-stufe.

Spielraum für neue Inhalte und Methoden

Die Teilnehmenden der derzeitigen EMP-Qualifizierung bescheinigen der Akademie der Kulturellen Bildung Experimentierfeld und fruchtbarer Boden für die Entwicklung von Ideen und Methoden zu sein – vor allem mit Blick auf die Digitalisierungszwänge durch die Corona-Pandemie. Gerade in der Musikpädagogik stellt sich die Frage, wie ein online-basierter musikalischer und bewegungsspezifischer Unterricht funktioniert. Welche Chancen bietet er, wo sind seine Grenzen?

Binnen kürzester Zeit hat die Akademie der Kulturellen Bildung Online-Unterrichtskonzepte in die Qualifizierung integriert. Dabei kommen unterschiedliche Medien-Tools und Apps zum Einsatz. Die Konzepte und Methoden entwickelt die Akademie mit den Teilnehmenden zusammen weiter. So kann die Qualifizierung direkt auf die Ansprüche zeitgemäßer und lebensweltnaher Unterrichtskonzepte eingehen.

Wichtig bleibt, die Elementare Musikpädagogik immer wieder neu auszuloten und Konzepte zeitgemäß zu modifizieren. Als Fortbildungsanbieter hat die Akademie der Kulturellen Bildung größeren Spielraum für eine kurzfristigere und flexiblere Anpassung ihrer Angebote als Musikhochschulen. Eine Erweiterung bringt eine Vielzahl von neuen Inhalten und Methoden mit sich. Diese zu verankern, bedarf eines größeren Zeitfensters für Lernen und Lehre. Die dreistufige Qualifizierung in der Elementaren Musikpädagogik an der Akademie der Kulturellen Bildung schafft Raum für die Komplexität der Inhalte: Musik, Stimme, Bewegung, Tanz, Percussion, Instrumental- und Ensemblespiel, aber auch Performance, neue Medien, Online- und Einzel-Unterricht sowie Konzepte für spezifische Zielgruppen (Kinder bis Senior*innen sowie Menschen mit Behinderung). Gerade hierfür sind Aus- und Weiterbildungsstätten essenziell, in denen mit Muße, Zeit und Zeitgeist das Elementare, das Musizieren, die Praxis und Theorie erlernt, erprobt und weiterentwickelt werden können. Ein wichtiges Standbein, um dem Fachkräftemangel in der Elementaren Musikpädagogik zu begegnen und die Teilhabemöglichkeit aller an der musikalischen Bildung zu gewährleisten.

Das Weiterbildungszentrum EMP an der Akademie der Kulturellen Bildung: www.Kulturellebildung.de/EMP

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