Genzmers Werk lebendig halten

Preisträgerkonzert des Harald-Genzmer-Interpretations- und Kompositionswettbewerbs


(nmz) -
Das Preisträgerkonzert der Genzmer-Wettbewerbe 2022 (Harald-Genzmer-Interpretationswettbewerb und Harald-Genzmer-Kompositionswettbewerb) im Großen Konzertsaal der Hochschule für Musik und Theater München (HMTM) bildete den feierlichen Rahmen für die Urkundenverleihung an die diesjährigen Preisträger.
Ein Artikel von nmz-red

Beide Wettbewerbe werden von der Harald-Genzmer-Stiftung in Verbindung mit der HMTM durchgeführt und waren ausgeschrieben für Duo Violoncello und Klavier, beziehungsweise eine Komposition für Duo Violoncello und Klavier. Dementsprechend standen auf dem Programm Werke von Harald Genzmer für Vio­loncello und Klavier. Die Urkunden wurden von Stefan Conradi (im Bild rechts ) von der Harald-Genzmer-Stiftung und Prof. Lydia Grün, Präsidentin der HMTM (im Bild links), verliehen.

Mit dem ersten Preis wurden Marei Schibilsky (Violoncello) und Julia Stephan (Klavier) ausgezeichnet, die durch ihr ebenso organisches wie emotional-exzessives Spiel herausragten. Das Duo überzeugte die Jury mit einer stürmischen Dramatik, die sich mit einer feinen Dynamik abwechselte. Der zweite Preis ging an Daniel Brandon (Violoncello) und Jun Chen (Klavier), die mit ihrer ausgearbeiteten dynamischen Abstufung und einer großen Souveränität brillierten. Den dritten Preis sprach die Jury Cecilia Camón Botella (Violoncello) und Mayako Higuchi (Klavier) zu.

Der nächste Harald-Genzmer-Interpretationswettbewerb soll 2024 für die Duo-Besetzung „Blechblasinstrument mit einem weiteren Instrument“ ausgeschrieben werden.

Für den Kompositionswettbewerb 2022 sollte eine Komposition für Violoncello und Klavier eingereicht werden, die sich als Repertoirestück für den vom Deutschen Musikrat ausgeschriebenen Wettbewerb Jugend musiziert eignet (Schwierigkeitsgrad III, mittelschwer). In diesem Jahr ging der erste Preis an Andersen Viana für „Micropieces“, eine Reihe charakteristischer Miniaturen, von denen jede nur ein paar Sekunden dauert und die den Interpret*innen verschiedene Spielarten und Stimmungen abverlangen. Den zweiten Preis erhielt Valerio Sannicandro für „Punkt. Linie. Fläche“, mit dem dritten Preis wurde Massimo Lauricella für „Agon“ ausgezeichnet. Das Werk entwickelt aus dem zu Grunde liegenden Material vielfältige Kombinationen, die beiden Instrumenten ermöglichen, in ­einen lebhaften, ausdrucksstarken Dialog einzutreten.

Ziel der Wettbewerbe ist die Auseinandersetzung mit dem musikalischen Schaffen Harald Genzmers und die Förderung junger Musikerinnen und Musiker und Komponistinnen und Komponisten. Die Wettbewerbe sind mit einem Preisgeld von jeweils 8.000 Euro ausgestattet.

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