Improvisation im Streicherunterricht

Anton Bruckner Privatuniversität


(nmz) -
Seit dem Studienjahr 2012/2013 bietet das Institut für Jazz und Improvisierte Musik der Anton Bruckner Privatuniversität den berufsbegleitenden Universitätslehrgang „Improvisation im Streicherunterricht“ an, der sich inzwischen regen Zuspruchs erfreut. Der Lehrgang richtet sich in erster Linie an Pädagoginnen und Pädagogen mit abgeschlossenem künstlerisch-pädagogischem Studium und hat sich zum Ziel gesetzt, klassisch ausgebildeten Streichern Grundlagen und Kenntnisse der Jazz-Pop-Rockmusik zu vermitteln.

„Jazz auf dem Streichinstrument – Groove, Improvisieren, Arrangieren, Komponieren, Choppen, Groovestricheln und vieles mehr – das kann jeder lernen“, erklärt Susanne Paul, Cellistin und Dozentin des Universitätslehrgangs „Improvisation im Streicherunterricht“. Gemeinsam mit Christoph Cech (Theorie, Komposition), Andreas Schreiber (Violine) und Peter Herbert (Kontrabass) unterrichtet sie an der Bruckneruniversität derzeit sechzehn klassisch ausgebildete Pädagoginnen und Pädagogen im Streicherbereich, die im Jazz noch Anfänger sind. Im Zentrum der Fortbildung stehen dabei die eigene
Erfahrung mit Improvisation sowie der pädagogisch-didaktische Umgang mit improvisierter Musik.

Die Anton Bruckner Privatuniversität trägt damit der immer größer werdenden Nachfrage der MusikschülerInnen Rechnung, die sich für Jazz-Pop-Rockmusik interessieren und entsprechende Grundlagen und Kenntnisse von ihren Musiklehrer/-innen erwarten. Am Studienplan des viersemestrigen Lehrgangs stehen unter anderem Fächer wie Rhythmusübungen, Improvisationsspiele, Spieltechniken, Phrasierung, Bandspiel, Begleiten, Solieren, Harmonielehre, Freie Improvisation und Ensembleleitung. „Stilistisch geht es um Blues, Swing, Funk, Rock, Balkan, Tango und Neue Musik“, so Susanne Paul. Die Gruppengröße wird sehr klein gehalten (von 3- 8 Personen) und ermöglicht ein individuelles Arbeiten und Eingehen auf konkrete Fragestellungen.

„Ich erlebe den Lehrgang als sehr befriedigende Win-Win-Situation“, beschreibt Dozent und Lehrgangsleiter Christoph Cech seine Erfahrungen. „Unsere hoch motivierten Teilnehmer/innen profitieren von der in locker-angenehmer Atmosphäre konzentrierten Dichte der Information von vier aus sehr unterschiedlichen Bereichen der Improvisation stammenden  DozentInnen und wir vier profitieren von der unstillbaren Neugier der TeilnehmerInnen, die uns immer wieder mit Kernfragen unseres Metiers konfrontieren.“

Positiv fällt auch die Resonanz der ersten TeilnehmerInnen aus. „Ich habe als ‚Klassiker‘ unglaublich von diesem Lehrgang profitiert, weil ich einen völlig neuen Fokus auf mein Instrument und tolle praktische, didaktische Inputs bekommen habe, die im Musikschulunterricht leicht umzusetzen sind“, erzählt einer der Absolventen begeistert. „Die Ideen sind vielfältig, Inputs, Handouts und Tipps gut anwendbar und umzusetzen. Der Lehrgang ermutigt, neue Wege mit eigenen Ensembles zu gehen und das eigene Repertoire am Instrument nicht nur zu erweitern sondern auch zu adaptieren und weiterzugeben“, ergänzt ein anderer Teilnehmer.

Studieninformation
Der berufsbegleitende Lehrgang wird am Institut für Jazz und Improvisierte Musik angeboten und dauert vier Semester. Die Lehrveranstaltungen finden geblockt an zwei Wochenenden pro Semester statt. Zwischen den Blockveranstaltungen erbringen die TeilnehmerInnen Leistungen in den Bereichen Selbststudium, Vertiefung, Anwendung im Unterricht und Vorbereitung. Die Studiengebühren belaufen sich auf 600 Euro pro Semester.

Das könnte Sie auch interessieren: