Landesmusikakademie Hessen feierte Jubiläum

Einblick in Vergangenheit und Zukunft der Hessischen Akademie für musisch-kulturelle Bildung


(nmz) -
Zehn Jahre nachdem die ersten Orches-ter, Chöre und Schulen zum Proben in die Landesmusikakademie Hessen Schloss Hallenburg nach Schlitz kamen, hat die Akademie am 29. September 2013 ihr zehnjähriges Jubiläum gefeiert.
Ein Artikel von N.N.

Ingmar Jung (Staatssekretär im Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kunst), Hans-Jürgen Schäfer (Bürgermeister der Stadt Schlitz), Manfred Görig (Landrat des Vogelsbergkreises), Dr. Ursulaa Jungherr (Präsidentin Landesmusikrat Hessen e.V. und Aufsichtsratsvorsitzende der Landesmusikakademie) sowie zahlreiche Vertreter aus Kultur, Politik, Wirtschaft und der Öffentlichkeit gehörten zu den Gratulanten. Zum Thema „Musikalische Bildung jenseits von Event und Marktwert“ hielt Christian Höppner, Präsident des Deutschen Kulturrates und Vizepräsident des Europäischen Musikrates sowie Generalsekretär des Deutschen Musikrates, die feierliche Festrede. Für die musikalische Gestaltung sorgte das Brass Quintett des Landesjugendsinfonieorchesters Hessen sowie die international renommierte Solistin an der Violine Yvonne Smeulers (Frankfurt).

„In zehn Jahren haben wir viel erreicht: Verzeichnen können wir viele zufriedene Schulklassen, Landesensembles, Chöre und Orchester, Laien und Profimusiker aus Hessen, Deutschland und der ganzen Welt, die erstmalig oder zum wiederholten Male in den Räumlichkeiten von Schloss Hallenburg geprobt und sich auf anstehende Konzerte vorbereitet haben. Die Akademie ist Veranstalter von Meisterkursen, Workshops und Fortbildungen sowie Austragungsort hochrangiger Wettbewerbe, Konzerte und Kongresse und damit zum Ort der Begegnung geworden. Von anfänglich rund 6.000 Besuchern (2005) konnten die Zahlen bis auf rund 21.000 Besuchertage in 2013 gesteigert werden – und sie wächst weiter“, erklärt Lothar R. Behounek, Direktor der Landesmusikakademie Hessen. „Es bleibt trotzdem noch viel zu tun. Projekte wie zum Beispiel der Big Band Summit, Kooperationen und das Profil der Akademie sollen weiter ausgebaut werden.“ Die Schwerpunkte der Arbeit der hessischen Bildungseinrichtung liegen in der Durchführung und Förderung von Bildungsmaßnahmen in den Bereichen von Musik und Kultur, denen angesichts gesellschaftlicher Veränderungen zu Recht eine wachsende Bedeutung beigemessen werden. Die besondere Herausforderung für die Zukunft wird sein, die musisch-kulturelle Bildung weiterhin in Gesellschaft und Schulsystem zu verankern und darüber hinaus einer möglichst großen Anzahl von Menschen aller Altersgruppen zu ermöglichen.

Auch für das Jahr 2014 stehen viele spannende Aufgaben an. Neben Konzerten und Veranstaltungen wurde das Kurs- und Fortbildungsangebot immens erweitert. Rund 32 fachliche Angebote, die sowohl für Profis, Pädagogen als auch für Laien interessant sind, werden gemeinsam von der Landesmusikakademie Hessen und Partnern veranstaltet.

Ein besonderer Höhepunkt bereits im März ist der Interpretationskurs Neue Musik mit dem Ensemble Aventure. Durch die gute Verbindung zwischen den Musikbildungsstätten Deutschlands und die Initiative der Landesmusikakademie Hessen ist ein gemeinsames Projekt mit der Thüringer Landesmusikakademie in Sondershausen entstanden. Vom 8. bis 11. März 2014 findet der Interpretationskurs in Sondershausen und Schlitz statt. Erstmals begeben sich die beiden Akademien und damit auch die beiden Bundesländer Hessen und Thüringen in eine inhaltliche musikalische Kooperation auf Ebene der Landesmusikakademien. Der Kurs richtet sich an Musikstudierende, jugendliche Instrumentalisten und Musik- beziehungsweise Instrumentalpädagogen an Schulen und Musikschulen. Dozenten sind die Solisten des Ensemble Aventure mit Martina Roth (Flöte), Alexander Ott (Oboe), Walter Ifrim (Klarinette), Wolfgang Rüdiger (Fagott), Friedemann Treiber (Violine), Jessica Rona (Viola), Beverley Ellis (Violoncello), Jürgen Ruck (Gitarre) und Akiko Okabe (Klavier) sowie der Komponist Michael Quell. Die Kursteilnehmer erhalten die Möglichkeit, sowohl Improvisationskonzepte für gemischte Ensembles in freier Besetzung kennenzulernen als auch unter individueller Betreuung an der Interpretation ausgewählter Solo- und Kammermusikliteratur zu arbeiten. In einem Abschlusskonzert werden die im Kurs behandelten Werke und Konzepte in Form eines spannenden Programms zur Aufführung gebracht.

Anmeldung und weitere Infos zu diesem und anderen Kursen sowie zur Landesmusikakademie Hessen finden Sie unter: www.lmah.de

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