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(nmz) -

Konzert zum NRW-Jubiläum in Essener Philharmonie
Seine Verbundenheit mit dem Land Nordrhein-Westfalen wird das JugendJazzOrchester NRW am 7. September ein weiteres Mal musikalisch zum Ausdruck bringen.
Für das Konzert in der Philharmonie Essen hat Marko Lackner im Auftrag von Intendant Michael Kaufmann eigens eine Komposition zum 60. Landesjubiläum geschrieben. Gespannt sein darf man darauf, wie der in Kärnten geborene und in Köln lebende Saxophonist, Komponist und Arrangeur – übrigens Schüler von Bill Dobbins an der Kölner Musikhochschule – seine Wahlheimat zum Klingen bringen wird.
Ende vergangenen Jahres hat Lackner zusammen mit Markus Stockhausen den von WDR 3 ausgelobten Jazzpreis für herausragende Leistungen in der Jazz-Szene NRW erhalten. Künstlerische Partner beim Konzert in Essen sind der Bonner Jazzchor und sein Leiter Tono Wissing. Unterstützt wird das Projekt durch den Ministerpräsidenten des Landes NRW.


Projektförderung Laienmusik NRW
Bis zum 1. Oktober können für das nächste Jahr noch Anträge zur Projektförderung im Rahmen der Laienmusikförderung des Landes NRW über den Landesmusikrat gestellt werden. Antragsberechtigt sind Musikvereinigungen in kirchlicher Trägerschaft und freie Laienmusikgruppen. Förderschwerpunkte sind unter anderem die Nachwuchsförderung, die Aufführung von Werken zeitgenössischer Komponistinnen und Komponisten aus NRW sowie Vorhaben mit Modellcharakter. Kriterienkatalog und Antragsformulare sind als PDF-Dateien unter www.lmr-nrw.de („Service“) eingestellt. Für Rückfragen steht Annette Angermann unter Tel. 0211/86 20 64-13, E-Mail: a.angermann@lmr-nrw.de, zur Verfügung.

Sinn und Unsinn einer Pop-Förderung in NRW
Die Fördermechanismen von Kunstmusik auf die Popmusik zu übertragen, ist ungefähr so, als wolle man den Meeresspiegel mit San-Pellegrino-Fläschlein erhöhen.

Die Popmusik hat auch in NRW ein kapitalistisches Grundwesen. Muss deshalb eine effektive Förderung eine Wirtschaftsförderung sein? Das wichtigste Kapital in NRW bilden die Veranstalterszene, die Medienlandschaft und das Potenzial an Musikern. Sollte dann den Nahtstellen zur Musikwirtschaft nicht die Hauptaufmerksamkeit der Landesregierung gelten, wenn sie Popmusik fördern möchte? Was brauchen die Musiker? Eine Landeseinrichtung, die sie fordert und fördert, analog zu den Creative Industries in England?

Manfred Tari untersucht am 24. September 2006, 14.30 Uhr, in der Essener Folkwang-Musikschule, Thea-Leymann-Str. 23, sinnvolle und weniger sinnvolle Ansätze einer Pop-Förderung in NRW. Vor diesem Vortrag unter dem Titel „Förderung des Populären – Fördern, was es leicht hat?“ wird ein weiteres Mal eine Persönlichkeit aus Nordrhein-Westfalen für seine Verdienste um das Musikleben mit der „Silbernen Stimmgabel“ des Landesmusikrats ausgezeichnet (13.45 Uhr). Auch dieser Veranstaltungsteil im Rahmen der Jahrestagung des Landesmusikrats NRW ist öffentlich. Für Musik sorgt das DJ-Quartett Noisy Stylus.
Um Anmeldung unter Tel. 0211/86 20 64-0 beziehungsweise per E-Mail: info@lmr-nrw.de wird gebeten. Der Vortrag und das Konzert werden vom Ministerpräsidenten des Landes Nordrhein-Westfalen unterstützt.

Ausschreibung „folk & world music“
Am 18. November findet in Mönchengladbach der Wettbewerb „folk & world music“ statt. Gesucht werden junge Bands und Ensembles aller Nationalitäten aus NRW, die Folk, Ethno, Weltmusik, Rock- oder Popmusik mit multikulturellen Wurzeln und neuartigen Ansätzen auf die Bühne bringen. Teilnahmeberechtigt sind Musikgruppen (3 bis 15 Personen) aller Nationalitäten aus Nordrhein-Westfalen bis zum Durchschnittsalter von 27 Jahren, also gleichermaßen freie Musikgruppen, Ensembles aus Schulen und Musikschulen oder Musikgruppen religiöser Vereinigungen. Die Gewinner erwarten Geld- und Sachpreise. Die Ausschreibung ist unter www.folkworldmusic.de abrufbar. Bewerbungsschluss ist der 20. Oktober. Träger des vom Ministerpräsidenten des Landes NRW geförderten Wettbewerbs sind der Landesmusikrat und der Landesverband der Musikschulen, der zusammen mit der Musikschule Mönchengladbach für die Durchführung verantwortlich ist. Als Medienpartner konnte zum ersten Mal das „Funkhaus Europa“ des WDR gewonnen werden, der auch das Abschlusskonzert mitschneidet.

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