Nachrichten 2020/09

musikprotokoll, Soforthilfe, Festival Neue Musik Rockenhausen


(nmz) -
Das 53. musikprotokoll mit „Hidden Sounds“ +++ Bund stützt Musikfestivals und Veranstalter +++ Festival Neue Musik Rockenhausen
Ein Artikel von nmz-red

Das 53. musikprotokoll mit „Hidden Sounds“

on stage – on air – online findet das ORF musikprotokoll im Steirischen Herbst in seiner 53. Ausgabe statt. Der Planungsunsicherheit der vergangenen Monate möchten die Verantwortlichen eine „Planungsvielfalt“ entgegensetzen und bieten neben Live-Konzerten auch Klanginstallationen, Hörspaziergänge, Musiktheater und weitere Projekte, die für das Internet und Österreich 1 konzipiert wurden. In dieser Festivalausgabe präsentiert das musikprotokoll unter dem Titel „Hidden Sounds“ unterschiedliche Zugänge zum Aufspüren von und Arbeiten mit verborgenen Klängen. Vorgenommen und interpretiert werden die Hör- und Klang­erkundungen vom RSO Wien, Spitzen­ensembles zeitgenössischer Musik sowie Musiker*innen von SHAPE, dem EU-Festivalnetzwerk für innovative Musik und audiovisuelle Kunst.
www.musikprotokoll.orf.at/

Bund stützt Musikfestivals und Veranstalter

Im Rahmen des Milliardenpakets zur Stützung der Kulturszene in der Coronakrise fördert der Bund Musikfestivals und Livemusik-Veranstalter mit bis zu 80 Millionen Euro. Insgesamt seien rund 150 Millionen Euro für die Musikbranche vorgesehen, hieß es in einer Mitteilung vom 19. August.

Weitere Hilfen für Clubs und Livemusik-Spielstätten, Musikverlage und Musikfachhandel seien geplant. Ziel der Förderung sei es, so Kulturstaatsministerin Monika Grütters, die immense Vielfalt unseres Musiklebens in den Metropolen, den Städten und auf dem Land abzusichern.

Musikfestivals können bis zu 250.000 Euro erhalten, Veranstalter von Live-Programmen bis zu 800.000 Euro.

Festival Neue Musik Rockenhausen

Mit Toshio Hosokawa als Composer in Residence und jungen Interpret*innen. Nach der Premiere im Jahre 2018 unter der Schirmherrschaft von Helmut Lachenmann geht das Festival Neue Musik in Rockenhausen in die zweite Runde. Der japanische Komponist Toshio Hosokawa ist diesmal Schirmherr und Composer in Residence. Im Zentrum stehen seine Klavierwerke und Kammermusik. Dazu gehören unter anderem Tomoki Kitamura (Klavier solo und Kammermusik) mit Fumika Mohri (Violine), Yuya Okamoto (Violoncello) und Dana Barak (Klarinette) sowie Eva Zöllner & Verena Wüsthoff im Duo Windspiel. Von hier spannt das Festival sowohl einen Bogen zur europäischen Musik der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts als auch zur aktuellen vielfältigen Szene junger Komponistinnen und Komponisten. Im 50. Todesjahr von Bernd Alois Zimmermann erklingen dessen „Monologe“ und „Présence“; seine Tochter Bettina Zimmermann liest aus „con tutta forza“.

Mit Spannung darf man die Uraufführung des „Rockenhausen Almanach“ von Daniele Ghisi erwarten, eines Auftragswerks für Carillon, eine Art musikalisches Tagebuch, das die Zeitspanne von zwölf Monaten (März 2019 bis März 2020) umfasst und authentisch von der Corona-Pandemie erzählen will. Das JugendEnsembleNeueMusik Rheinland-Pfalz/Saar spielt Auftragswerke der taiwanesischen Komponistin Ling-Hsuan Huang und von Jonathan Spratte. Die AG Neue Musik des Leininger Gymnasiums in Grünstadt präsentiert unter der Leitung von Silke Egeler-Wittmann eine Uraufführung von und mit Erwin Stache aus Leipzig. Im Finale des Festivals stellt das KlangForum Heidelberg unter der Leitung von Walter Nußbaum Helmut Lachenmann und Bernd Alois Zimmermann klangmächtigen Madrigalen aus der Renaissance gegenüber.

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